Berlinale: HFF Film „Auszeit“ in der Perspektive Deutsches Kino

13.02.2006

Nach der Premiere auf dem Max-Ophüls-Festival Saarbrücken vor wenigen Tagen zeigt nun die Berlinale in der Reihe Perspektive Deutsches Kino Auszeit von Jules Herrmann, der an der Hochschule für Film und Fernsehen „Konrad Wolf entstand.

Werbemanager Wilms hat eine junge Frau erwürgt – möglicherweise. In der Anonymität des Flughafens versucht er, den Bildern in seinem Kopf zu entkommen. Als er einer Tat verdächtigt wird, die er wahrscheinlich gar nicht begangen hat, wird er unfreiwillig zum Ermittler seines eigenen Falls. Auszeit ist eine spannende und atmosphärisch dichte Studie über die Nachwirkungen der New Economy.

„In der Zusammenarbeit mit dem glücklich gecasteten Hauptdarsteller Godehard Giese gelingt der Regie eine Serie von Begegnungen, in denen sich die spannungsgeladene Introvertiertheit von Wilms vielfach in genau gezeichneten Alltagsbegegnungen bricht. So wird statt spekulativer Innerlichkeit - auch dank der rhythmisch präzisen Bild- und Tonmontage - lakonisch ein Psychogramm entfaltet, dessen Auflösung bis zum Schluss spannend bleibt.“ Robert Bramkamp (Regisseur)

Als HFF-Eigenproduktion konzipiert, wurde Auszeit schließlich mit dem Rundfunk Berlin-Brandenburg koproduziert. Gedreht wurde an 13 Drehtagen im April und Mai 2005. Auszeit ist der Diplomfilm von Jules Herrmann (Regie), Mirko Mikelskis (Produktion), Imke Thun (Szenografie) und Antje Dombrowsky (Montage). Insgesamt waren zwanzig HFF-Studierende am Projekt beteiligt.
Als Teil der Reihe „rbb-Movies“, die jungen Talenten vorbehalten ist, sollte Auszeit bereits im Dezember letzten Jahres gesendet werden. Wegen der Berlinale wurde der Sendetermin auf April 2006 verschoben.

Jules Herrmann wurde 1970 in Saarbrücken geboren und beendete 1995 ihr BWL-Studium erfolgreich mit dem Diplom. Sie arbeitete als Englischlehrerin in Taiwan, als DJ und sammelte in den Folgejahren als Regieassistentin und Produktionsleiterin erste Filmerfahrungen. 1999 begann sie ihr Regiestudium an der HFF „Konrad Wolf“, das sie im vergangenen Jahr mit dem Diplom abschloss. Während des Studiums drehte sie 11 Kurzfilme. Jules Herrmann lebt und arbeitet als freie Regisseurin in Berlin.

Vorführdaten:

Berlinale-Pressevorführung: Do, 16.02. um 16.00 Uhr im CinemaxX 6
Berlinale-Premiere: Do, 16.02. um 21.00 Uhr im CinemaxX 3
1. Wiederholung: 17.02. um 13.30 Uhr im Colosseum
2. Wiederholung: 17.02. um 20.00 Uhr im CinemaxX 1

Berlinale-Nachlese im Filmmuseum Potsdam: Di, 21.2. um 18.00 Uhr

Sendetermin RBB: Do, 27.4. um 22.45 Uhr

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