Die Filmuniversität Babelsberg KONRAD WOLF auf der Berlinale 2017

30.01.2017

Ab 09. Februar 2017 sind wieder die Bären los. Dann starten die 67. Internationalen Filmfestspiele Berlin und ein 10-tägiger Ausnahmezustand am roten Teppich. Die Filmuniversität freut sich mit ihren Studierenden, Lehrenden und Alumni über Weltpremieren u.a. in den Programmsparten Perspektive Deutsches Kino, Panorama und im Dokumentarfilm Wettbewerb.

Potsdam, 30.01.2017 – Drei Filme erleben in der Perspektive Deutsches Kino ihre Welturaufführung: der Diplomfilm "Ein Weg"  in der Regie von Chris Miera, der Zweitjahresfilm "Kontener" in der Regie von Sebastian Lang und der BA-Abschlussfilm "Gabi" in der Regie von Michael Fetter Nathansky. Letzterer ist einer der beiden Filme, die die Perspektive 2017 eröffnen werden. Die traditionell auf deutsche Nachwuchstalente fokussierte Sektion steht dieses Jahr ganz im Zeichen der "Generation Millenials".

"Gabi" entstand im Rahmen der aktuellen Staffel der "rbb movies", die alljährlich in Kooperation zwischen der Filmuni und dem Rundfunk Berlin-Brandenburg realisiert wird. Die Titelheldin des 30-Minüters packt zu und verliert keine Worte, weder im Job als Fliesenlegerin noch zu Hause, wo gerade einiges aus dem Ruder läuft. Im Altersheim ist Land unter und sie muss den Vater aufnehmen. Ihr Mann geht fremd. Was andere verzweifeln ließe, regt Gabi längst nicht mehr auf. Der Einzige, der Gabi beachtet und ihr vertraut, ist Azubi Marco. Der will sich von seiner Freundin trennen, weiß nicht so recht wie, und überredet Gabi, mögliche Szenarien mit ihm durchzuspielen. Deren anfängliche Unlust weicht bald einer unbekannten Neugierde am Inszenieren des Alltäglichen ...

Auch der mittellange Zweitjahresfilm "Kontener" erzählt die Geschichte eines Lebens, das aus dem Lot geriet. Tava, eine der beiden "Polinnen", die auf einem Milchhof im Brandenburgischen arbeiten, verschwindet eines Tages spurlos und taucht auf überraschende Weise wieder auf. Ebenfalls an realen Schauplätzen mit einem kleinen, flexiblen Team und geringem Budget entstand "Ein Weg" (Facebook). Im Langspielfilm geht es um das Paar Andreas und Martin. Während ihr gemeinsamer Sohn Max langsam erwachsen wird, begleiten wir die Beiden über 15 Jahre vom ersten Kuss bis in die Gegenwart und durch alle Höhen und Tiefen des Alltags. Eine behutsame wie intensive Bestandsaufnahme einer langen Beziehung.

"Tiger Girl" (D 2017, Trailer), der neue FOGMA-Film des "Love Steaks"-Teams feiert seine Weltpremiere als Eröffnungsfilm im Panorama Special. Wieder dreht sich alles um ein ungleiches Paar: um Vanilla, die bei einer Sicherheitsfirma arbeitet und um Tiger Girl. Die eine ist so konform wie die andere unberechenbar. Entstanden ist "ein Molotov-Cocktail aus der Bierdose", so das Team. Es ist der Abschlussfilm des Regisseurs Jakob Lass, der Produzentin Ines Schiller und der Produktionsleiterin Melanie Schichan. "Tiger Girl" ist eine Produktion der FOGMA in Koproduktion mit Constantin Film sowie dem Rundfunk Berlin-Brandenburg (rbb) im Rahmen von "Leuchtstoff". Das Projekt wird gefördert vom Medienboard Berlin-Brandenburg, der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM) sowie dem Deutschen Filmförderfonds (DFFF). mehr

Der Dokumentarfilm "BEUYS" in der Regie von Andres Veiel wird im Wettbewerb uraufgeführt. Filmuni-Professor Stephan Krumbiegel und der Student Olaf Voigtländer haben ihn geschnitten. Professor Ulrich Reuter und sein Student Damian Scholl komponierten die Filmmusik und spielten sie ein. Das aufwendige Zeitdokument über den berühmt-berüchtigten Künstler ist eine Co-Auftragsproduktion von SWR, Arte, WDR und zero one film.

Filmuni-Studentin Anne Schmidt (BA Film- und Fernsehproduktion) macht ihren Abschluss mit "Die Tochter" (R: Mascha Schilinski). Alumnus Marc Böhlhoff hat als Additional Editor "Millennials" (D 2017, R: Jana Bürgelin) geschnitten. Beide Filme entstanden an der Filmakademie Baden-Württemberg (mehr), sind ebenfalls in der Perspektive 2017 zu sehen und wurden für den mit 50.000 Euro dotierten GWFF Preis Bester Erstlingsfilm nominiert.

Schauspielabsolventin Maryam Zaree spielt die Hauptrolle der Kalila in der TV-Serie "4 Blocks" (D 2016, R: Marvin Kren), die im Berlinale Special Series im Haus der Berliner Festspiele gezeigt wird.

Alumnus Benjamin Cantu wird als Mitglied der Internationalen Jury von Generation 14plus mit über die Verleihung des Großen Preises für den Besten Film und den Spezialpreis für den Besten Kurzfilm mitentscheiden. Auch Fabian Gasmia, Jurymitglied der Generation Kplus, studierte in Babelsberg. (mehr) Alumnus Till Passow ist Mitglied der siebenköpfigen Friedenspreis-Jury und Kameraabsolvent Peter Ziesche gehört der Jury des Heiner-Carow-Preises an.

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