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The Demon, The Flow And Me


„The Demon, the Flow and Me“ sei der Titel - verkündet TJ – um Identität soll es gehen. TJ ist der Protagonist des Films - ein Mann in seinen späten 50ern, beheimatet in einem Chrysler Cordoba auf dem Parkplatz eines Berliner Pornoshops - ein Lebenskünstler, der die Einsamkeit zelebriert. Während die Kamera den Alltag seines Aussteigerlebens dokumentiert, entwickelt TJ die Vision eines Films. In einer grandiosen Selbstinszenierung erschafft er sich vor der Kamera selbst.

"The Demon, the Flow and Me" should be the title, exclaims TJ - a movie about identity. TJ is a man in his late 50s who lives in a Chrysler Cordoba parked in a drive-way next to a porn shop in Berlin, a survival artist who celebrates solitude. While the camera documents his life as a drop out from mainstream society, TJ developes his vision of a film. In a grandiose act of self-staging he creates himself in front of the camera.

2016, Sonderprojekt, DCP, 24 fps, 16:9, Dolby digital 5.1, 39:00 min, Farbe, Dokumentarfilm

Produktion

Filmuniversität Babelsberg KONRAD WOLF

Credits

RegieRocco Di Mento
ProducerInSophie Ahrens
CinematographyJoanna Piechotta
MontageRocco Di Mento
SoundJerome Huber
MischungJerome Huber
MusikSebastian Meyerholz
HerstellungsleitungAndrea Wohlfeil

Preise

Bester Kurzfilm
International Debut Documentary Film Festival Rudnik
16. - 20. August 2017
Sviyazhsk, Republik Tatarstan, Russische Föderation

Publikumspreis
achtung berlin – new berlin film award / Wettbewerb
19. - 26. April 2017
Berlin

Preis der Zitty-Leser-Jury / Bester Mittellanger Film
achtung berlin - the new berlin film award / Made in Berlin-Brandenburg - Bester Mittellanger Film
13. - 20. April 2016
Jury: Philosoph, Beobachter, Anarchist, Misanthrop… TJ ist all das – aber nie vordergründig zynisch, auch ganz bei sich und der Natur – wie sehr genießt er das Abendlicht, in dem alles zur Ruhe kommt. Ein großartiges Porträt eines Lebenskünstlers, das den Zuschauer nachdenklich und neugierig zurücklässt. Rocco di Mento, der übrigens auch für den exzellenten Schnitt in NOMADEN, ebenfalls hier im Wettbewerb, gesorgt hat, sind beeindruckende, rührende, großartige Bilder gelungen – und er findet immer die Balance zwischen subtiler Regieführung und Selbstinszenierung des Protagonisten. Ein großartiges Meisterwerk!

new berlin film award / Bester Dokumentarfilm Mittellang / Kurz
achtung berlin - the new berlin film award / Made in Berlin-Brandenburg - Bester Mittellanger Film
13. - 20. April 2016
Jury: Aus einer Reihe von sehr gelungenen kurzen und mittellangen Dokumentarfilmen ragt THE DEMON THE FLOW AND ME von Rocco di Mento heraus, weil wir als Zuschauer, wenn das Licht wieder angeht, mit einem anderen Blick auf die Welt schauen und uns über die eigenen Konventionen wundern, die uns zuvor gar nicht groß aufgefallen waren. Aber von vorn, als das Licht im Saal noch aus war, zurück zu den ersten Bildern des Films, die uns einen ungewöhnlichen Mann an seinem noch viel ungewöhnlicheren Wohnort präsentieren: Ein alter vermutlich nicht mehr fahrtauglicher und mit zahlreichen nicht einzeln auszumachenden Objekten vollgestopfter Chrysler Cordoba, hinter einem Gittertor auf einer Brache am Westhafen in Berlin. TJ, so der Name des Mannes, ist der Gesellschaft abgewandt, ein Aussteiger, der einsam in der Nacht durch die Stadt streift und aus Containern Delikatessen zusammen sucht, die er mit dem Bunsenbrenner auf der Motorhaube flambiert bevor er sie genussvoll verspeist und dabei voller Überzeugung (und völlig überzeugend) das Leben lobt, dass ihm dieses Glück beschert. Nachts spielt er mit den Ratten, die auch in seinem Ami-Schlitten wohnen. Für den Fall, dass eine davon zu groß und auf Krawall gebürstet ist, hat er sich eine Lanze gebastelt, mit der er notfalls die Machtverhältnisse im Wagen sehr deutlich klarstellen kann, wie er dem Filmteam am nächsten Morgen anhand eines Kadavers unterm Auto vorführt. Dass er auch die Machtverhältnisse im Film auf den Kopf stellen kann, beweist er kurz darauf dem um Vertrauen werbenden Filmemacher. Die Frage liegt auf dem Tisch (oder besser auf der Motorhaube): Was ist Dokumentarfilm? Was als Portrait begann, wird nun zu einem Austausch zwischen Protagonist und Filmemacher/Filmteam, bei dem auch mal die Rollen getauscht werden, man sich näher kommt, eine Beziehung aufbaut, die Welt und ihre Ordnung neu verhandelt und es uns als Zuschauer am Ende nicht mehr wundert, wenn wir mit TJ an einer Kirchenorgel sitzen und seiner neusten Komposition lauschen, die scheinbar einen seiner Lebensabschnitt in künstlerischer Form bringt. Orgelmusik hatte schon immer die Kraft (das wissen Kirchenleute und auch einige Filmemacher), die Welt und das Unerklärliche in einen Einklang zu bringen, der uns für einen kurzen Moment das Gefühl gibt, verstehen zu können – auch das Unverstehbare!

Festivals

Filmfestival Münster
4. - 8. Oktober 2017

STADTGESICHTER. Das erste Film- und Videofestival über und mit Moabit
22. - 24. September 2017
Berlin

International Debut Documentary Film Festival Rudnik
16. - 20. August 2017
Sviyazhsk, Republik Tatarstan, Russische Föderation

Filmfestival del Garda
29. Mai - 4. Juni 2017
Brescia, Italien

Brive Film Festival
4. - 9. April 2017
Brive, Frankreich

Ruberoid Festival im Kunsthaus ACUD
25. - 26. November 2016
Berlin

achtung berlin - the new berlin film award / Made in Berlin-Brandenburg - Bester Mittellanger Film
13. - 20. April 2016

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