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Vakuum


Der 12-jährige Marcel weiß nicht, wo er hingehört. Auf seiner Suche nach Anschluss glaubt er endlich das Mittel zur Lösung seiner Probleme gefunden zu haben. Aber die Gleichung geht anders auf als erwartet.

VACUUM

Twelve-year-old Marcel doesn’t know where he belongs. In search of friendship, he believes that he has finally found the way to solve his problems. His plan works – but not in the way he expected.

2015, F2, DCP, 25:00 min, Farbe, Spielfilm

Produktion

Filmuniversität Babelsberg KONRAD WOLF

Credits

DrehbuchFelix Ahrens, Lucas Flasch
RegieFelix Ahrens
ProducerInDavid Nienhold, Leonhard Hollmann, Matthias Mayr
CinematographyValentin Selmke
MontageMichal Kuleba
MusikJens Heuler
HerstellungsleitungAndrea Wohlfeil
DarstellerInnenEmil von Schönfels, Yuri Völsch

Preise

Studentenjury Preis für den besten Studentenfilm
VGIK International Student Film Festival
14. - 18. November 2016
St. Petersburg, Russland

Nominierung zum Deutschen Kamerapreis Sektion Kurzfilm (Kamera): Valentin Selmke

Lobende Erwähnung
Landshuter Kurzfilmfestival / Kurzspielfilm
9. - 14. März 2016
Jury: Ein Zwölfjähriger lernt sich zu behaupten. Ganz auf Augenhöhe seines jugendlichen Helden erzählt der Film davon, wie ein Gehänselter und Gedemütigter die Kraft entwickelt, sich zu wehren. Ohne didaktischen Zeigefinger, mit einem Minimum an Dialogen und dafür stimmigen Bildern gelingt dem Filmemacher ein intensives Porträt über die Folgen von Ausgrenzung und Demütigung; äußerst gekonnt dargestellt von dem jungen Schauspieler Emil von Schönfels. Für diesen Kurzfilm wollen wir eine lobende Erwähnung aussprechen an Felix Ahrens und seinen Film „Vakuum“.

Prädikat "Besonders wertvoll"
Ein außergewöhnlicher Blickwinkel zeichnet den 25 Minuten langen Kurzspielfilm aus. Felix Ahrends erzählt nicht aus der Perspektive seines Protagonisten, sondern mit einem genauen Blick auf ihn. Die extrem bewegliche Handkamera folgt ihm in langen Einstellungen, schaut ihm aber meist nicht, wie sonst üblich, über die Schulter, sondern ins Gesicht. Seine Umgebung wird so zu einem irritierend großen Teil ausgeblendet und viele Informationen darüber, in welchem Kontext und welchen Situationen er sich befindet, werden eher indirekt durch Informationen an den Bildrändern oder auf der Tonebene gegeben. Das stellt große Anforderungen an den Hauptdarsteller, und diese meistert der junge Emil von Schönfels bravurös. Er spielt den 12jährigen Marcel, der wie in einem Vakuum lebt. In der Schule ist er ein extremer Außenseiter, der von seinen Mitschülern entweder ignoriert, oder gemoppt und schikaniert wird. Er lebt in einer Heimsituation, die man kaum als sein Zuhause bezeichnen kann. Die Erwachsenen geben ihm in ihren kurzen Ansprachen nur Regeln vor und stellen ihm die Konsequenzen einer Nichtbefolgung in Aussicht. Nachts sammelt er aus Abfallbehältern Pfandflaschen ein und bei einem dieser Beutezüge ändert sich die Situation von Marcel dadurch, dass er sowohl Geld wie auch eine Waffe findet. Mit dem Geld will er die Zuneigung seiner Mitschüler kaufen. Aber ein kurzer Moment, in dem er glaubt, endlich wahrgenommen und anerkannt zu werden, endet in Ernüchterung und Wut. Diese treibt ihn an einen Scheideweg, an dem sich sein Leben und das eines gleichaltrigen Jungen unwiderruflich ändern könnten. Doch in dieser Situation handelt Marcel zum ersten Mal souverän und so endet der Film damit, dass er sein Vakuum verlassen kann. Die eigenwillige Bildsprache verlangt dem Zuschauer viel Konzentration ab, aber durch sie gelingt es Ahrens, erstaunlich authentisch und komplex zu erzählen. Und er weckt Empathie für seinen Protagonisten. So zeugt VAKUUM von einem vielversprechenden Talent und deshalb wird diesem Studentenfilm das Prädikat „besonders wertvoll“ zugesprochen.

Prädikat BESONDERS WERTVOLL


Jury: Felix Ahrens gelingt mit seinem 25-minütigen Kurzfilm etwas Erstaunliches und Beeindruckendes: Mit nur wenigen Dialogen und einer unglaublich nahen Handkameraführung schafft er Atmosphäre und berührt den Zuschauer mit der Geschichte über einen Jungen, der um Anerkennung in der Gruppe kämpft. Dass dies so wunderbar eindrucksvoll funktioniert, liegt an der klugen Dramaturgie und Bildführung, die den Blick des Zuschauers immer ganz genau auf das lenkt, was wichtig und bedeutsam ist, ohne jedoch zu viel mit der Kamera vorwegzunehmen. Die Größe und Weite des Raums ist dabei nie wichtig, denn im Zentrum steht immer Emil von Schönfels als Marcel, der über eine unfassbare Ausdruckskraft verfügt. Seine Gesten sind ganz ruhig und genau, die Gefühle vermitteln sich nie über eine große Dramatik, auf die Ahrens generell verzichtet. Doch in seinem Gesicht ist alles eingeschrieben, jede Gefühlsregung, jede Wut, jede Trauer, jeder Frust. VAKUUM ist ein ruhig erzähltes und dennoch intensives Kurzfilmdrama, das packt und berührt.

Festivals

Montaż Film Festiwal
13. - 14. Oktober 2017
Łódź, Polen

VGIK International Student Film Festival
14. - 18. November 2016
St. Petersburg, Russland

Ruberoid Festival im Kunsthaus ACUD
25. - 26. November 2016
Berlin

Filmfest Eberswalde / Wettbewerb „Kurzspielfilm“
1. - 8. Oktober 2016
Eberswalde

Wendland Shorts / Wettbewerb
17. - 19. Juni 2016
Wendland

Goldener Spatz Deutsches Kinder-Medien-Festival
5. - 11. Juni 2016
Gera, Erfurt

ClujShorts International Short Film Festival
4. - 10. April 2016
Klausenburg, Rumänien

Landshuter Kurzfilmfestival / Kurzspielfilm
9. - 14. März 2016

Kinofest Lünen / Kurzfilmwettbewerb
12. - 15. November 2015

Internationale Hofer Filmtage
20. - 25. Oktober 2015

Festival Internacional de Cine de Huesca / Internationaler Wettbewerb
13. - 20. Juni 2015
Huesca, Spanien

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