ANGELINA MACCARONE - PROFESSORIN FÜR DOKUMENTARFILM- UND SPIELFILMREGIE

Beschreibe bitte die Schwerpunkte deiner Lehre. Welches ist die persönliche Handschrift, die du einbringen willst, welches die vordringlichsten Ziele, die du deinen Studierenden vermitteln willst?

Angelina Maccarone: "Das sind Fragen, die ich gar nicht pauschal beantworten möchte, weil ich nicht an „Rezepte“ glaube und Lehre für mich etwas sehr Individuelles ist. Ich verstehe sie als ein Begleiten und Unterstützen auf dem künstlerischen Weg des oder der einzelnen Studierenden. Da folge ich keinem vorgestanzten Muster und es geht mir auch nicht darum, ein vorher festgelegtes Ziel zu erreichen. Im Gegenteil: Es handelt sich um einen lebendigen Prozess, eine Reise, die völlig ergebnisoffen startet. Es kommt für mich zunächst darauf an, genau hinzuschauen und hinzuhören: mit wem habe ich es hier zu tun? Ich möchte gerne gemeinsam mit dem oder der Studierenden herausfinden, was die individuelle, einzigartige Geschichte ist, die er oder sie erzählen möchte und welches die spezifische Art und Weise ist, in der sie von dieser Person erzählt werden kann. Form und Inhalt bedingen einander ja bekanntlich und beides wird wiederum geprägt durch den Standpunkt des oder der Studierenden. Die individuelle künstlerische Perspektive kristallisiert sich für die Einzelnen im Laufe der Zeit immer deutlicher heraus. Dazu möchte ich die Studierenden über Gespräche und Übungen und gemeinsames Arbeiten anstiften, inspirieren und auch provozieren. Dabei können Studierende von meinem Erfahrungsvorsprung profitieren, aber auch von unserer Unterschiedlichkeit, denn oft wird erst durch Reibung das Eigene sichtbar."

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CAN TOGAY - PROFESSOR FÜR STOFFENTWICKLUNG

Beschreibe bitte die Schwerpunkte deiner Lehre. Welches ist die persönliche Handschrift, die du einbringen willst, welches die vordringlichsten Ziele, die du deinen Studierenden vermitteln willst?

Can Togay: "Stofffindung und Stoffentwicklung benötigen ständige und bewusste Kontextualisierung und Erweiterung des Horizonts. In welcher Verantwortung stehe ich als Filmemacher? Was determiniert mich im sozialen und persönlichen Kontext? Welches sind meine biografischen, gesellschaftlichen und ästhetischen Impulse? Wie können diese in meine Stoffe einfließen, wie gestalten sie die Narrative meines Stoffes? In welchem Auftrag stehend sehe ich mich als Filmemacher? Was bewirken diese Fragen in der Wahl meiner Stoffe, der Inhalte und Formen? Wie erkunde und reflektiere ich Gesetzmäßigkeiten der Narrative und arbeite an filmischer Sprache, Form, Genre etc.? Wie reflektiere ich stoffimmanente Hindernisse als sinn- und formbildend im Prozess der Stoffentwicklung? Wie ordne ich Eigenerfahrung, äußere Impulse und Handwerkliches aus verschiedenen Bereichen des Filmemachens diesem Prozess unter?

Die Arbeit mit den Studierenden erfolgt so nah wie nur möglich an ihren Stoffen, ihren Intentionen und Vorstellungen. Reflektierende theoretische Ansätze werden anhand der jeweiligen konkreten Herausforderungen gemeinsam erarbeitet. Im Laufe meines persönlichen Werdeganges habe ich mich mit verschiedenen Bereichen des Filmemachens auseinandergesetzt, und versuche nun natürlich, diese Erfahrungen einzubringen, um den Studierenden zu helfen, ihre eigenen Wege zu erkunden.

Leidenschaft zu eigenständigen Fragestellungen, Mut zur Entwicklung einer eigenen Sprache, ständige Bereitschaft Impulse aufzunehmen und sie in die Arbeit einfließen zu lassen. Die Fähigkeit, den gegeben Stoff auf seine Gesetzmäßigkeiten hin zu erkunden und ihn demgemäß zu gestalten. Die Bereitschaft, immer wieder neue Ansätze zu finden und dennoch auf den ursprünglichen Zielen zu beharren – das alles sind Zielsetzungen, die ich mir eigentlich auch selbst stelle."

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STEFAN SCHWIETERT - PROFESSOR FÜR DOKUMENTARFILMREGIE

Beschreibe bitte die Schwerpunkte deiner Lehre. Welches ist die persönliche Handschrift, die du einbringen willst, welches die vordringlichsten Ziele, die du deinen Studierenden vermitteln willst?

Stefan Schwietert: "Mein Ansatz in der Lehre ist zunächst ein ganz persönlicher. Aus der Praxis kommend, versuche ich etwas von der Neugier und der Begeisterung für den künstlerischen Dokumentarfilm, die ich selber verspüre, in die Universität rein zu tragen und an die Studierenden weiter zu geben. Gerade im nonfiktionalen Arbeiten sind die Pfade, wie ein Film erzählt wird, noch wenig ausgetreten. Dies eröffnet für Regiesseur_innen ein breites Potential für die Entwicklung neuer Erzählformen.  

In der Zusammenarbeit mit Studierenden geht es mir darum, dass im spielerischen Umgang mit den ersten filmischen Arbeiten jeder Einzelne zu seinen eigenen Stärken und Vorlieben findet. Worüber fühle ich mich berufen zu erzählen? Was sind meine Themen? Wie sieht meine filmische Ausdrucksform, meine Sprache aus? Was ist mein eigener, unverwechselbarer Erzählstil?

Dieses Ziel wird am ehesten erreicht durch möglichst viel Ausprobieren in der Praxis. Konzepte entwickeln. Filmen. Machen. Scheitern. Weitermachen.

In der Auseinandersetzung mit der Wirklichkeit und dem Prozess, sich selber in seiner Arbeit kennen zu lernen, begleite ich die Studierenden auf dem Weg, bis zum Ende des Studiums die Fähigkeit zu erlangen, Filme zu machen, die sich durch eine persönliche Herangehensweise und eine eigene künstlerische Handschrift auszeichnen."

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ANDREAS KLEINERT - PROFESSOR FÜR SPIELFILMREGIE

Beschreibe bitte die Schwerpunkte deiner Lehre. Welches ist die persönliche Handschrift, die du einbringen willst, welches die vordringlichsten Ziele, die du deinen Studierenden vermitteln willst?

Andreas Kleinert: „Für mich ist es das Wichtigste, dass ich den Studierenden kennenlerne und erfahre, wo seine künstlerischen Stärken und Fähigkeiten sind und dass ich dazu beitragen kann, diese Fähigkeiten auszubauen, sich zu spezialisieren und seinen Stil, seine persönliche Handschrift zu finden. Der Schwerpunkt, den ich dabei lege, ist vor allem die Haltung und die Weltanschauung: Wie stehe ich zur Welt, wie stehe ich zum Menschen? Wichtig sind natürlich auch Schauspielführung, Bildempfinden, Montagedenken und Fantasieförderung. Das Schönste für mich ist, wenn ich dem Studierenden, fast wie ein Fußballtrainer, an der richtigen Stelle helfen kann – dort, wo es ihm was nützt. Weil letztendlich muss jeder sich selbst finden und diese Selbstfindung ist im Studium der absolute Schwerpunkt. Da muss man der richtige Begleiter sein, an der richtigen Stelle das Ohr offen haben und den Studierenden verstehen.“

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