60 JAHRE DEFA - EINE AUSWAHLBIBLIOGRAPHIE

Zusammengestellt und bearbeitet im Auftrag des Präsidenten der Hochschule für Film und Fernsehen "Konrad Wolf" Potsdam-Babelsberg, Prof. Dr. Dieter Wiedemann,
von Lydia Wiehring von Wendrin und Kirsten Otto (Hochschulbibliothek der HFF)
 
Einleitung


Stand: 17. Mai 2006 
 
 
Vorwort des Präsidenten

Unter den 100 besten Filmen der deutschen Filmgeschichte, die 1995 durch eine ExpertInnenbefragung der "Stiftung Deutsche Kinemathek" ermittelt wurden, sind 14 DEFA-Titel: "Die Mörder sind unter uns" und "Der Untertan" (RE: jeweils Wolfgang Staudte), "Spur der Steine" (RE: Frank Beyer), "Rotation" (RE: Wolfgang Staudte), "Solo Sunny", "Der geteilte Himmel" (RE: jeweils Konrad Wolf), Ehe im Schatten" (RE: Kurt Maetzig), "Die Legende von Paul und Paula" (RE: Heiner Carow), "Ich war 19", "Sterne" (RE: jeweils Konrad Wolf), "Berlin - Ecke Schönhauser" (RE: Gerhard Klein), "Das Kaninchen bin ich" (RE: Kurt Maetzig), "Jakob, der Lügner" (RE: Frank Beyer) und die Dokumentation "Lebensläufe" (RE: Winfried Junge).Die Produktionen dieser Studios suchen mehr oder weniger erfolgreich ihr Publikum in den verschiedenen Programmen der vielen Fernsehanbieter und wenigen Kinos, die außerhalb des Mainstreams ihren Erfolg suchen.Inzwischen gibt es die wichtigsten Filme auch auf DVD und die „SuperIllu“ versorgt seit einigen Monaten ihre LeserInnen mit Erfolgsfilmen der DEFA auf DVD.Nach der Abwicklung dieser Studios sind deren Produkte zu einem interessanten, weil abgeschlossenen, Forschungsgebiet geworden. Die nach 1990 erstellten Publikationen und Qualifizierungsarbeiten können dies nachhaltig bestätigen.
Allerdings waren DEFA-Filme schon vorher ein häufiger, wenn auch meist zensierter, Gegenstand publizistischer und wissenschaftlicher Arbeiten.Die Bibliothek der HFF Potsdam besitzt sicher die umfangreichste Sammlung an Literatur zum nunmehrigen Forschungsgegenstand DEFA. Der folgende Überblick dokumentiert dies und stellt die von Kirsten Otto und Lydia Wiehring von Wendrin zusammengestellte Sammlung in überarbeiteter Fassung bibliographisch einer filminteressierten Öffentlichkeit dar.
Die HFF „Konrad Wolf“ bekennt sich damit zu ihren Wurzeln wie auch zu ihrer Verpflichtung, die audiovisuelle Medienzukunft mit zu gestalten:- die Mehrheit der hier als AutorInnen, RegisseurInnen etc. angeführten Personen hat in Babelsberg studiert bzw. arbeitete bzw. arbeitet an der ältesten deutschen Hochschule für audiovisuelle Medienkünste;- die an dieser Hochschule Studierenden bzw. Arbeitenden sind besonders prädestiniert und kompetent, dieses kulturelle Erbe zu sichten, zu verwalten und neu zu bewerten. Das an der HFF im Oktober 2005 veranstaltete internationale Symposium zum 80. Geburtstag von Konrad Wolf ist ein Beispiel hierfür.Diese Herausforderung wurde, wie diese und andere Arbeiten der Bibliothek bzw. der Hochschule überhaupt zeigen, produktiv angenommen und ergebnisorientiert gestaltet:
Dafür stehen Publikationen, wie z.B.: "Der DEFA-Spielfilm in den 80er Jahren - Chancen für die 90?" (Berlin 1992); "Zwischen Bluejeans und Blauhemden - Jugendfilm in Ost und West" (Berlin 1995) und "Zwischen Marx und Muck - DEFA-Filme für Kinder" (Berlin 1996), „DEFA-Film als nationales Kulturerbe?“ (Berlin 2001), „Nicht allein das Laufbild auf der Leinwand...“(Berlin 2001), „Bewegte Bilder- Bewegte Zeit“ (Berlin 2004)sowie in Vorbereitung „Konrad Wolf, Deutschland und Europa“...
Ich wünsche den zukünftigen NutzerInnen der HFF-Bibliothek hinsichtlich der hier singulär angebotenen Materialien gleichermaßen einen kritischen wie auch mit Sympathien für den Forschungsgegenstand orientierten Blick auf diesen speziellen Abschnitt der deutschen Kulturgeschichte der Nachkriegszeit.

Prof. Dr. Dieter Wiedemann
Präsident
 
 
 
 
 

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