Filmuniversität Babelsberg Konrad Wolf: Alumni-News https://www.filmuniversitaet.de/ Hier finden Sie unsere Alumni-News de Copyright 2021 Filmuniversität Babelsberg Konrad Wolf Sat, 12 Jun 2021 10:00:40 +0200 Sat, 12 Jun 2021 10:00:40 +0200 TYPO3 Filmuniversität Babelsberg Konrad Wolf: Alumni-News https://www.filmuniversitaet.de/typo3conf/ext/cb_cosmobase/Resources/Public/Images/logo.png https://www.filmuniversitaet.de/ 144 109 Hier finden Sie unsere Alumni-News news-1910 Wed, 09 Jun 2021 15:16:19 +0200 "Let’s talk science!" https://www.filmuniversitaet.de/artikel/detail/lets-talk-science Unsere Alumna Anna Luise Kiss wurde mit dem WISPoP – Sonderpreis Corona ausgezeichnet. 09.06.2021 – "Let’s talk science!" lautete das diesjährige Motto des WISPoP – Potsdamer Preis für Wissenschaftskommunikation 2021, für den sich knapp 20 Potsdamer Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler beworben hatten.

Für ihr Bürger:innen-Forschungsprojekt "Das filmische Gesicht der Stadt Potsdam" wurde Anna Luise Kiss mit dem WISPoP – Sonderpreis Corona ausgezeichnet.

"Die Pandemie der Jahre 2020/21 stellte die Wissenschaftskommunikation vor besondere Aufgaben, denn viele der klassischen Formate waren nicht bespielbar.", so Laudator Franz Ossing. "Anna Luise Kiss setzt in ihrem Citizen Science-Projekt folgerichtig auf einen neuen, webbasierten Schwerpunkt. Dieses ergänzte die schon vorher vorgesehene Einbindung der Beteiligten. Bereits der Ansatz als erstes filmwissenschaftliches Bürger:innen-Forschungsprojekt in Deutschland enthält viel Potential. Durch Corona wurde ein Teil des Projekts, die direkte Untersuchung vor Ort, unmöglich. Als innovative Lösung baute Frau Kiss Potsdam als digitale Filmstadt, die es erlaubt, die Projektbeteiligten und -interessierten virtuell an verschiedene filmhistorische Orte der Stadt zu führen und in Zoom-Konferenzen das Entdeckte zu diskutieren."

"Frau Dr. Kiss hat ein ambitioniertes Citizen ScienceProjekt unter erschwerten Bedingungen 'durchgezogen' und dabei auf ideenreiche Weise Möglichkeiten aufgetan, die Partizipation auf pandemiegerechten Wegen fortzusetzen bzw. auszubauen und die Ergebnisse des Projekts kurz- sowie mittelfristig einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich zu machen.", ergänzt Jurymitglied Matthias Zimmermann. "Corona hat ihren Kopf nicht in den Sand, sondern das Projekt ins Netz und, wo möglich, an die frische Luft getrieben".

Die vom Verein proWissen Potsdam und der Stiftung Potsdam Research Network gestiftete und mit 1.500 Euro dotierte Auszeichnung ist Forschenden gewidmet, die ihre wissenschaftlichen Erkenntnisse in innovativen Formaten über die Fachwelt hinaus kommunizieren und einen Beitrag dazu leisten, wissenschaftliche Resultate anderen Zielgruppen zugänglich zu machen.

Der mit ebenfalls 1.500 Euro dotierte WISPoP - Sonderpreis Corona wurde dieses Jahr erst- und einmalig vergeben. Er sollte ein Kommunikationsprojekt prämieren, das aufgrund bzw. durch besondere Herausforderungen im Zuge der Corona-Pandemie zwischen März 2020 und Mai 2021 realisiert wurde.

Pressemeldung

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news-1909 Wed, 09 Jun 2021 12:32:50 +0200 Letzte Klappe für "Der Palast" https://www.filmuniversitaet.de/artikel/detail/letzte-klappe-fuer-der-palast Die Drehbücher für das TV-Event schrieb unsere Alumna Rodica Doehnert 09.06.2021 - Chris ist Solotänzerin im Ostberliner Friedrichstadt-Palast. Marlene lebt mit ihrem Vater im Westen. Ende der 1980er Jahre stehen sich die Zwillinge das erste Mal gegenüber. Eine schicksalhafte Begegnung

Mitte November 2020 fiel in Polen die erste Klappe für das aufwendig inszenierte TV-Event "Der Palast". Jetzt endeten die Dreharbeiten in Berlin und Bayern. Die ZDF-Produktion stellt das "Las Vegas des Ostens" ins Zentrum seiner deutsch-deutschen Familiengeschichte und setzt damit der bis heute größten Showbühne der Welt ein filmisches Denkmal.

Regie führt Uli Edel ("Der Club der singenden Metzger"). Die  Drehbücher schrieb Rodica Doehnert ("Das Sacher"), die die historische Dramaserie auch als Creative Producerin verantwortet. Beide arbeiteten bereits bei "Das Adlon – Eine Familiensaga" zusammen.

Mit Alina Levshin und Hannes Wegener in Hauptrollen und Antje Zynga im Montage-Team sind weitere Alumni beteiligt.

Berlin, November 1988. Die DDR liegt noch im politischen Dornröschenschlaf. Die Hauptstadt bereitet sich auf die Feierlichkeiten zum 40. Jahrestag der Republik vor. Im Friedrichstadt-Palast laufen die Proben zur großen Geburtstagsshow. Chris, eine Ensembletänzerin, wird ihr erstes Solo tanzen. In diesen aufregenden Stunden steht sie plötzlich ihrer Doppelgängerin gegenüber - ihrer bis dahin vollkommen unbekannten Zwillingsschwester Marlene aus dem Westen. Zwei Welten, die unterschiedlicher nicht sein können, treffen aufeinander: das glitzernde Showbiz, der sozialistische Osten und die gemeinsame Mutter hier, das bodenständig-konservative Familienunternehmen, der kapitalistische Westen und der Vater drüben. Wie wäre das Leben für die Schwestern verlaufen, wäre Chris im Westen und Marlene im Osten aufgewachsen? Beide beschließen, ihre Leben zu tauschen. Sie verwirren und täuschen ihre Familien, ihr berufliches und privates Umfeld und kommen bald an ihre Grenzen – emotional und existentiell, denn unter den gesellschaftlichen Gegebenheiten gehen sie ein enormes Risiko ein.

Rodica Doehnert machte 1987 ihr Regiediplom an der Hochschule für Film und Fernsehen – heute Filmuniversität. Danach arbeitete sie mehrere Jahre als Regisseurin und Autorin. Seit 1996 schreibt sie vor allem Drehbücher. Für die Drehbücher zu "Florian – Liebe aus ganzem Herzen" (D 1999) und "Die Drachen besiegen" (D 2009) wurde sie jeweils mit dem Robert-Geisendörfer-Preis ausgezeichnet. Für den TV-Mehrteilern "Das Sacher" (D 2016) sie 2017 bei den Seoul International Drama Awards mit dem Preis für das Beste Drehbuch geehrt. mehr

Die Serie ist für sechs Folgen à 45 Minuten geplant. Ein Sendetermin steht noch nicht fest.

ZDF-Pressemitteilung

 

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news-1907 Tue, 08 Jun 2021 14:43:24 +0200 Berlinale Summer Special 2021 https://www.filmuniversitaet.de/artikel/detail/berlinale-summer-special-2021 16 Open-Air-Spielstätten zeigen 126 Filme, darunter sieben mit Babelsberg-Background. 08.06.2021 – Heute Abend beginnt das Berlinale Summer Special um 21:30 Uhr auf der Berliner Museumsinsel. mehr

Es findet während der Pandemie als reine Open-Air-Veranstaltung für das Berliner Publikum statt. Dafür gab es vom Berliner Senat grünes Licht für ein Pilotprojekt mit Testpflicht.

Ab morgen und bis zum 20. Juni zeigen 16 Open-Air-Spielstätten 126 Filme, darunter mit Babelsberg-Background:

"Anmaßung" (D 2021), Buch und Regie Stefan Kolbe (Kamera 2003) und Chris Wright (Montage 2003) – Kamera Karolina Steinbrecher (MA Cinematography 2020), Filmmusik Dascha Dauenhauer (Filmmusik 2019), Mischtonmeister Valentin Finke (Ton 2015) - Trailer

"Herr Bachmann und seine Klasse" (D 2021) in der Regie von in der Regie von Maria Speth (Regie 2002) – Buch Maria Speth und Reinhold Vorschneider, zusätzliche Kamera Johannes Waltermann (Kamera 2014) - Trailer

"Das Glitzern im Barbieblut" (DE 2021) in der Regie von Ulu Braun (Animation 2006)

"Glück" (D 2021), Buch und Regie Henrika Kull (BA Regie 2018) – Kamera Karolina Steinbrecher (MA Cinematography 2020), Filmmusik Dascha Dauenhauer (Filmmusik 2019)

"Je suis Karl" (DE/CZ 2021) in der Regie von Christian Schwochow - Buch Thomas Wendrich (Schauspiel 1994) - Trailer

"Mission Ulja Funk" (DE, LUX, PL 2021) in der Regie von Barbara Kronenberg – Bildgestaltung Konstantin Kröning (Kamera 2000), Montage Rune Schweitzer und Paul Maas, mit Christina Große als Nelly Brotz in einer Hauptrolle

"Taming the Garden" (DE, GE, CH 2021) in der Regie von Salomé Jashi – Montage Chris Wright (Montage 2003)

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news-1860 Wed, 12 May 2021 15:30:23 +0200 Deutscher Filmpreis 2021 https://www.filmuniversitaet.de/artikel/detail/deutscher-filmpreis-2021 In der Vorauswahl sind wieder viele Filme, an denen unsere Ehemaligen mitwirkten. 12.05.2021 - Heute veröffentlichte die Deutsche Filmakademie die Filme der Vorauswahl in den Kategorien Spiel-, Dokumentar- und Kinderfilm. Hier alle mit 'Babelsberg-Backgroud':

Spielfilm

"Enfant Terrible" (D 2020) in der Regie von Oskar Roehler – Mischung Hubertus Rath (Filmuni-Professor), mit André Hennicke (Schauspiel 1989) als Transvestit Carlotta - Trailer

"Curveball – Wir machen die Wahrheit" in der Regie von Johannes Naber – Montage Anne Jünemann (Montage 2014), Sound Design Benjamin Hörbe (Ton 2008) und Tina Laschke (Ton 2015), Digital Intermediate Supervisor Paul Andexel (Produktion 2013) - Trailer

"Exil" (DE, BE, XK 2020) in der Regie von Visar Morina – Szenenbild Christian Goldbeck (Szenenbild 2003), mit Mišel Matičević (Schauspiel 1999) als Xhafer in der Hauptrolle und Stephan Grossmann (Schauspiel 1994) als Herr Winkler in einer Nebenrolle - Trailer

"Je suis Karl" (DE/CZ 2021) in der Regie von Christian Schwochow - Buch Thomas Wendrich (Schauspiel 1994) - Trailer

"Kids Run" (DE 2020) in der Regie von Barbara Ott – Herstellungsleiter Sebastian Storm (Produktion 2000), ADR Mixer Andreas Drost (Ton 2006), Mischung Valentin Finke (Ton 2015), Sound Design Manuel Meichsner (Ton 2015) - Trailer

"Man from Beirut" (D 2019) in der Regie von Christoph Gampl (Drehbuch 1999) – Drehbuch Christoph Gampl und Boris Naujoks (Regie 1998), Kamerafrau/DoP Eeva Fleig (Kamera 2000), Oberbeleuchter Dirk Hilbert (Regie 2007), Produzent*in Christoph Gampl, Kida Khodr Ramadan, Harry Flöter, Jörg Siepmann und Regina Jorissen, mit Mišel Matičević (Schauspiel 1999) in einer Nebenrolle - Trailer

"Sag du es mir" (D 2918), Buch und Regie Michael Fetter Nathansky (BA Regie 2016) - Kamera Leander Ott (MA-Student Cinematography), Schnitt Camila Mercadal (MA-Studentin Montage), Szenenbild Jonathan Saal (MA-Student Szenografie), Musik Marcus Sander (Filmmusik 2019), Ton Robert Niemeyer (MA-Student Sound for Picture), Ko-Produzent*innen Virginia Martin (MA-Studentin Medienwissenschaft), Anna-Sophie Philippi (MA Medienwissenschaft 2019) und Michael Fetter Nathansky mit ihrer Produktionsfirma Contando Films, mit Christina Große (Schauspiel 1975) als Silke in einer Hauptrolle, verantwortliche RBB-Redakteurin Verena Veihl (AVMW 2001) - Trailer

"Tides" (DE, CH 2021) in der Regie von Tim Fehlbaum – Sound Design Frank Kruse (Ton 2001) und Markus Stemler (Ton 2007), Sound Supervisor und Mischtonmeister Lars Ginzel (Ton 2006), adr Editor Benjamin Hörbe (Ton 2008) - Trailer

"Und morgen die ganze Welt" (D 2020, besonders wertvoll) in der Regie von Julia von Heinz – Sound Design Bettina Bertok (Ton 2013), Sound Design und Dialogschnitt Michael Thumm (Ton 2012), Mischung Valentin Finke (Ton 2015), Produzent*in Fabian Gasmia (Produktion 2009) und Julia von Heinz - Trailer

Dokumentarfilm

"A Black Jesus" (DE 2020) in der Regie von Luca Lucchesi – Mischung Valentin Finke (Ton 2015) - Trailer

"A Symphonie of Noise" in der Regie von Michaela Pnacekova – Kamera Anne Misselwitz (Kamera 2007) und Thilo Schmidt

"Garagenvolk" (D 2020, besonders wertvoll) in der Regie von Natalija Yefimkina - Kamera/DoP Axel Schneppat (Kamera 2000), Zusatzkamera Konrad Waldmann (BA-Student Cinematography), Montage Montage Nicole Fischer, Lucia Gerhardt, Markus Schmidt (Montage 2002) und Barbara Toennieshen Herstellungsleiter Jan Philipp Lange (Produktion 2004) - Trailer

"Herr Bachmann und seine Klasse" (D 2021) in der Regie von in der Regie von Maria Speth (Regie 2002) – Buch Maria Speth und Reinhold Vorschneider, zusätzliche Kamera Johannes Waltermann (Kamera 2014) - Trailer

"Hinter den Schlagzeilen" in der Regie von Daniel Andreas Sager – Drehbuch Marc Bauder (Produktion 2004), Kamera Börres Weiffenbach Kamera 2003) und Daniel Sager, Produzent Marc Bauder

"Jenseits des Sichtbaren – Hilma af Klint" (DE, SE, CH, GB 2019) in der Regie von Halina Dyrschka – Montage Antje Lass (Montage 2011), Filmmusik Damian Scholl (Filmmusik 2017) - Trailer

"Die letzten Reporter" (DE 2020) in der Regie von Jean Boué – Kamera Anne Misselwitz (Kamera 2007), Mischung Torben Seemann (Ton 2014)

"Das Neue Evangelium" (DE, CH, IT 2020) in der Regie von Milo Rau – Kamera Thomas Eirich-Schneider (Kamera 2014) - Trailer

"Space Dogs" (DE/AT 2019, besonders wertvoll in der Regie von Elsa Kremser und Levin Peter – Montage Jan Soldat (Regie 2014) und Stefan Bechinger, Digital Intermediate Supervisor Paul Andexel (Produktion 2013), Synchron Mischtonmeister Jörg Theil (Ton 1998) - Trailer

"Walchensee forever" (D 2020) in der Regie von Janna Ji Wonders – Co-Autor Nico Woche (Drehbuch 2020), Creative Producer Katharina Bergfeld (AV-Medienwissenschaft 2009) und Nadja Smith, Produzent*in Martin Heisler und Katharina Bergfeld - Trailer

Kinderfilm

"Glitzer und Staub" (D 2020) in der Regie von Anna Koch und Julia Lemke – Montage Carlotta Kittel (Montage 2016), Sound Design Jan Pasemann (Ton 2011), Mischung Valentin Finke (Ton 2015), Filmmusik Paul Eisenach (Ton 2015), Produktion Katharina Bergfeld (AV-Medienwissenschaft 2009) und Martin Heisler - Trailer

"Sommer-Rebellen" (DE 2020) in der Regie von Martina Sakova – Kamera Jieun Yi (Kamera 2015), Mischung Valentin Finke (Ton 2015), Filmmusik Paul Eisenach (Ton 2015) - Trailer

Am 19. August werden die Nominierungen bekanntgegeben.

Die Preisverleihung findet am 01. Oktober 2021 statt.

Alle Filme der Vorauswahl hier.

Mit Kenntnisstand vom 14.05.2021

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news-1858 Tue, 11 May 2021 13:47:56 +0200 57. Grimme-Preis 2021 https://www.filmuniversitaet.de/artikel/detail/57-grimme-preis-2021-1 An drei prämierten Filmen wirkten unsere Alumni teils maßgeblich mit. 11.05.2021 - Heute wurden - erstmals im Stream - die Preisträgerinnen und Preisträger des diesjährigen Grimme Preises bekanntgegeben.

"Das Preisjahr 2021 offenbart einen kreativen Schub und zeigt bemerkenswert, was das Fernsehen der Gegenwart leisten kann. Die Formate, der Einsatz audiovisueller Techniken und die Bandbreite der Dramaturgien sind vielschichtig, aktuell und variationsreich. Bekannte Stereotype werden an vielen Stellen aufgebrochen, gewohnte Pfade verlassen und Bewährtes weiterentwickelt", so Grimme-Direktorin Frauke Gerlach.

Der Grimme Preis im Wettbewerb Fiktion geht an Deborah Feldman (Buch), Alexa Karolinski (Buch), Anna Winger (Buch), Maria Schrader (Regie) und Shira Haas (Darstellung) für "Unorthodox" (D 2020) in der Regie von Maria Schrader – B-Kamera Jana Pape (Cinematography 2019), Montage Hansjörg Weißbrich Gesa Jäger (Montage), Sound Design Paul Rischer (Ton 2012) Sebastian Morsch (Ton 2003), Mischton Linus Nickl (Ton 2014) Postproduction Supervisor Uli Kunz (Filmuni-Mitarbeiter) - Trailer

Erzählt wird die Geschichte einer jungen Frau, die einer kleinen Minderheit entstammt. Und doch sind die Geschichte und die Botschaft dieser Serie universell: Es geht um die Suche nach der eigenen Stimme, nach einem selbstbestimmten Leben. Wie eine junge Frau aus traditionellen Zwängen ausbricht – dies wurde gewiss schon oft erzählt. Aber noch nie auf diese Weise und selten so genau und einfühlsam wie in dieser Serie, die in jeder Minute ihrer vier Folgen zu überzeugen weiß. Die Serie verschränkt dabei durch eine kluge Montage zwei auf unterschiedlichen Zeitebenen spielende Erzählstränge, die in Williamsburg und in Berlin spielen. Die Darstellung der Lebensweise und der Traditionen der ultraorthodoxen Gemeinschaft in Williamsburg hätte dabei leicht klischeehaft oder gar herablassend wirken können. Stattdessen gelingt der Serie aber eine detailreiche und niemals abwertende Darstellung des jüdischen Brauchtums in all seiner Würde und Schönheit. Dass dies gelingt, liegt insbesondere an den Leistungen von Anna Winger, Alexa Karolinski und Maria Schrader, die bei der losen filmischen Umsetzung des autobiografischen Romans von Deborah Feldman Fingerspitzengefühl bewiesen. Bei aller Genauigkeit und Authentizität ist es ihnen gelungen, eine spannende und unterhaltsame Serie auf höchstem internationalen Niveau zu konzipieren und zu realisieren, deren Handlung einen unglaublichen Sog entwickelt und die Zuschauer*innen mitfiebern lässt: Schafft Esty es, den Zwängen und Einschränkungen ihres alten Lebens zu entkommen und sich ein neues, eigenes Leben aufzubauen – oder schafft sie es nicht?
Neben dem außergewöhnlichen Frauen-Team hinter der Kamera tragen auch die schauspielerischen Leistungen zu dem überaus stimmigen Gesamtbild bei: Wie die Hauptdarstellerin Shira Haas Estys Zerbrechlichkeit, ihre innere Zerrissenheit und ihre Suche nach sich selbst – häufig nur durch feine Veränderungen ihrer Mimik – darstellt, ist große Schauspielkunst und in jeder Sekunde überzeugend. Auch von der Figurenzeichnung war die Jury begeistert: Alle Figuren sind genau ausgearbeitet, nie eindimensional, sondern in ihrer Widersprüchlichkeit fein ausgelotet, absolut glaubwürdig und machen eine Entwicklung durch – und das in nahezu jeder einzelnen Szene. So ist auch Estys Ehemann Yanky im Grunde eine genauso tragische Figur wie Esty selbst. Auch er ist jemand, der durch die Regeln und Traditionen der Gemeinschaft in seine Rolle gedrängt wurde und selbst noch auf der Suche nach seinem Platz zu sein scheint.
Zu loben ist auch der Mut, zugunsten der Glaubwürdigkeit etwa die Hälfte der Serie auf Jiddisch zu drehen und damit dem überwiegenden Anteil des Publikums Untertitel zuzumuten. Doch die Serie ist nicht nur mutig, sondern macht auch Mut: all jenen, die sich in einer ähnlichen Situation wie Esty befinden. Es lohnt sich, um ein selbstbestimmtes Leben zu kämpfen.
(Jurybegründung)

Im Wettbewerb Information & Kultur vergab die Jury einen Grimme Preis an Grimme Preis an Antje Boehmert (Buch/Produktion) und Dominik Wessely (Regie) für "Love Parade – Die Verhandlung" (D 2020) in der Regie von Dominik Wessely – Kamera u.a. Till Vielrose (Kamera 2009)

Dies ist die herausragend gelungene Dokumentation der schwierigen juristischen Aufarbeitung der tödlichen Massenpanik in Duisburg 2010. Zugleich aber ist sie es nicht, sofern man darunter die Beantwortung aller offenen Fragen, die sichere Zurechnung von rechtlicher Verantwortung und einen eindeutig versöhnenden Ausblick für die trauernden Hinterbliebenen versteht. Wenn man diesen Film gesehen hat, kann man davon ausgehen, dass dem Gerechtigkeitsgefühl vieler Angehöriger im Verfahren nicht genüge getan wurde. Und doch wurde Ordnung hergestellt, ein übergeordnetes Rechtsziel.
Der Film "Loveparade – Die Verhandlung" macht es mit exemplarischer Sachlichkeit, die Tatsachen und Emotionen aus vielen Perspektiven genau beleuchtend, deutlich: Das am 4. Mai 2020 vor dem Duisburger Landgericht ohne Urteil beendete Verfahren war kein skandalöses, sondern ein die Rechtsgrundsätze konsequent anwendendes. Dass es sich die Kammer nicht leicht gemacht hat, zeigt sich in zahllosen, wie Zeugenaussagen in Szene gesetzten Kommentaren des Richters und der Staatsanwälte zum Verlauf der 184 Prozesstage. Auch Verteidigung und Nebenkläger*innen, Hinterbliebene und Pressevertreter*innen kommen zu Wort. Es entsteht ein genaues Puzzle aus Vorgängen, Aufnahmen, Sachverständigen-erläuterungen und Bewertungen prominenter Juristen, mit einer Fülle von Einordnungen. Gegenseitig erhellend montiert, hinterlassen sie den Eindruck, dass hier die Tatsachengrundlage entsteht, auf der nach Moral und Schuld gefragt werden kann. Dabei ist "Loveparade – Die Verhandlung" spannend wie ein Verfahren, das sich den Modus der Empörung, der höchstens im Untersuchungsausschuss am richtigen Platz wäre, versagt.
Dominik Wessely, die Autorin Antje Boehmert, Knut Schmitz und Till Vielrose als Bildgestalter und Marcel Ozan Riedel als Editor hätten auch ganz anders vorgehen können. Sie hätten Fragen von Moral und Schuld in den Mittelpunkt stellen können. Sie hätten das Archivmaterial der "Loveparade"-Katastrophe zu einem Haudrauf-Stück über – vermeintliches – Justizversagen montieren können und damit auf große emotionale Resonanz setzen. Sie hätten ihre chronologisch geordnete Beobachtung des lang verzögerten Mammut-Prozesses durch die gleich gewichtete Begleitung der Nebenkläger direkt kontrastieren können. Sie hätten sich an die Fersen des ehemaligen Duisburger Oberbürgermeisters Sauerland und die des Veranstalters Schaller heften können, um auf billige Weise über das Verhältnis von Moral und Justiz zu reflektieren.
All das macht der Dokumentarfilm nicht. Er setzt stattdessen in beispielgebender Art auf die Haltung der Distinktion. Ein Prozess, so viel man sich von ihm versprechen mag, ist kein politischer Untersuchungsausschuss. Die Prozessordnung, über die wir hier enorm viel erfahren, funktioniert anders. Hier ist gerade in seiner nüchternen Zurückhaltung ein großer Film gelungen.
(Jurybegründung)

Über den Grimme Preis Spezial im Wettbewerb Kinder & Jugend darf sich Mina-Giselle Rüffer für ihre herausragende Darstellung der "Nora" der 5. Staffel "Druck" (D 2020) freuen. Regie führte u.a. von Sophie Linnenbaum (BA Regie 2016) – Kamera Lotta Kilian (Cinematography 2012), Valentin Selmke (Cinematography 2019) u.a., Montage Friederike Hohmut (Montage 2019), David Hartmann (Montage 2012), Sound Design Paul Rischer (Ton 2012), Ton Tim Altrichter (Sound 2014), Junior-Producer*in Julia Zechiel (BA Produktion 2017) und Nikolaas Meinshausen (MA Produktion 2019), Produktionsleitung Jule Terrey (Produktion 2012)

"DRUCK" ist eines der bemerkenswertesten Jugend-TV-Phänomene der vergangenen Jahre und sorgt kontinuierlich ebenso für hohe erzählerische Qualität wie für frenetischen Zuspruch aus der jungen Ziel-gruppe. In seiner fünften Staffel startet das Format mit einer neuen Generation Jugendlicher. Im Mittelpunkt steht Nora Machwitz, um die sich die gesamte Staffel dreht. Um diese Herausforderung überzeugend zu meistern, bedarf es einer besonderen schauspielerischen Leistung; ein reines Eintauchen in die Gruppe ist angesichts zahlreicher intensiver Soloszenen nicht möglich.
Mit Mina-Giselle Rüffer hat "DRUCK" die perfekte Besetzung gefunden. Sie schöpft die Potenziale ihrer komplexen Rolle vollumfänglich aus. Im einen Moment jung und zerbrechlich, im nächsten dann wieder erwachsen und abgeklärt, legt sie eine enorme Wandlungsfähigkeit an den Tag. Was die spezifische Anforderung an die Rolle ausmacht, ist das Krankheitsbild der Dissoziation und Depersonalisation. Am Anfang der Staffel sind es kurze Szenen, die auf Symptome von Depression oder posttraumatischer Belastungsstörung hindeuten könnten. Im weiteren Verlauf wird dann immer klarer, dass Nora am krankhaften Zustand der Selbstentfremdung leidet, der mit emotionaler Taubheit und dem Gefühl des permanenten „Neben-sich-Stehens“ einhergeht. So schwer fassbar diese psychische Störung im realen Leben sein mag, so hoch liegt erst recht die Hürde, sie mit den Mitteln des Schauspiels für Dritte erfahrbar zu machen. Rüffer gelingt dies, indem sie eine Durchlässigkeit in ihre Darstellung bringt, die sehr intuitiv wirkt und das Serienpublikum nicht nur nah ran, sondern gefühlt in sie hineinlässt. So wird am Bildschirm nachvollziehbar, wie es sich wohl anfühlen muss, wenn sie sagt, sie befinde sich in einer Art Glaskugel, alles Leben um sie herum spiele sich weit weg ab, sie erlebe hautnahe Kontakte wie aus der Ferne. Auch die Sorge, von anderen für verrückt gehalten zu werden, und sich daher selbst engen Freunden nicht anvertrauen zu können, ist Teil von Rüffers intensivem Spiel. Damit bietet sie nicht zuletzt Betroffenen und deren Angehörigen einen ernst zu nehmenden Katalysator für die Vermittlung von Verständnis.

Es wäre freilich zu kurz gegriffen, ihre Leistung über die komplette Staffel auf die Dissoziationen der Figur zu reduzieren. Im Zusammenspiel mit ihrem Freund, ihren Freundinnen und Schwestern wird auch darüber hinaus in etlichen Szenen ein stark ausgeprägtes Bewusstsein für Timing und Rhythmus deutlich, das längst nicht alle Darsteller*innen der Serie im selben Maß aufweisen. Mit authentisch wirkenden Empfindungen eines Teenagers liefert Rüffer hohes Identifikationspotenzial für die "DRUCK"-Zielgruppe. (Jurybegründung)

Der nach dem ersten Generaldirektor des Nordwestdeutschen Rundfunks, Adolf Grimme (1889–1963), benannte Preis würdigt Produktionen und Fernsehleistungen, die "die spezifischen Möglichkeiten des Mediums Fernsehen auf hervorragende Weise nutzen und nach Inhalt und Methode Vorbild für die Fernsehpraxis sein können" (Statut des Grimme-Instituts).

Die feierliche Preisvergabe des 57. Grimme Preises wird am 27. August 2021 stattfinden.

Alle Nominierungen mit Babelsberg-Background hier

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news-1857 Mon, 10 May 2021 18:13:03 +0200 Deutscher Dokumentarfilmpreis 2021 https://www.filmuniversitaet.de/artikel/detail/deutscher-dokumentarfilmpreis-2021-1 An zwei nominierten Filmen wirkten Alumni mit. 10.05.2021 – Am 18. Juni 2021 wird im Rahmen des SWR Doku Festivals der Deutsche Dokumentarfilmpreis verliehen.

Knapp 90 Filme wurden dieses Jahr eingesandt. „Ich bin beeindruckt, welch ergreifende, schöne und nachdrückliche Filme eingereicht wurden.", so Festivalleiterin Irene Klünder. "Diese Werke spiegeln die Vielfalt der Menschen und ihrer Lebenswelten. Damit eröffnen sie neue Perspektiven und bewegen Menschen nachhaltig, sie zeigen kleine wie auch große Heldentaten und ermutigen so, selbst aktiv zu werden."

Die Jury, der auch unsere ehemalige Professorin Birgit Gudjonsdottir angehörte, tagte per Videokonferenz und nominierte schließlich zwölf Produktionen für den Hauptpreis.

Für den Hauptpreis wurde "Das Neue Evangelium" (DE, CH, IT 2020) in der Regie von Milo Rau nominiert. Seine Passion stellt das Matthäus-Evangelium vom Kopf auf die Füße. Jesus ist schwarz, findet seine Jünger unter Geflüchteten auf italienischen Tomatenfeldern und kämpft mit den Ärmsten der Armen für faire Arbeits- und Lebensbedingungen. Kameramann war unser Alumnus Thomas Thomas Eirich-Schneider (Kamera 2014). Trailer

Der von SWR und MFG gestiftete Hauptpreis ist mit 20.000 Euro dotiert. Die Norbert W. Daldrop Förderung für Kunst und Kultur vergibt einen mit 5.000 Euro dotierten Preis für einen Film über Künstlerinnen und Künstler oder die Entstehung von Kunst. Einen Förderpreis in Höhe von 3.000 Euro vergibt das Haus des Dokumentarfilms – Europäisches Medienforum e.V.

Über die Vergabe eines weiteren Preises in Höhe von 5.000 Euro für einen dokumentarischen Film aus dem Bereich Musik, der von der Opus GmbH gestiftet wird, entschied eine eigene Fachjury. Nominiert ist u.a. "Helmut Lachenmann – My Way" (De, IT, CH 2020) in der Regie von Wiebke Pöpel - an dem unser Alumnus Raimund von Scheibner (Ton 1999) als Mitglied der Ton-Crew beteiligt war.

Mit dem von der Landesanstalt für Kommunikation und der Medien- und Filmgesellschaft Baden-Württemberg gestifteten Publikumspreis und dem großen Persönlichkeiten vorbehaltenen Ehrenpreis, den MFG und SWR Doku Festival verleihen, wird es dieses Jahr zwei neue Preise geben. Über die Vergabe des mit 3.000 Euro dotierten Publikumspreises entscheidet eine Zuschauer*innen-Jury der SWR Landesschau. Der diesjährige Gewinner des Ehrenpreises steht bereits fest: Georg Stefan Troller erhält die Auszeichnung für sein Lebenswerk. Der heute 99-jährige Regisseur und Schriftsteller schuf stilbildende Filme des Fernsehdokumentarismus.

Der Deutsche Dokumentarfilmpreis wird traditionell im Rahmen des SWR Doku Festivals in Stuttgart verliehen, das auch dieses Jahr ohne Live-Publikum stattfinden muss. Alle nominierten Filme sind dort vom 16. Juni bis 19. Juni 2021 zu sehen.

Alle Nominierungen

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news-1847 Thu, 06 May 2021 11:34:43 +0200 Willkommen im Haus 6 https://www.filmuniversitaet.de/artikel/detail/willkommen-im-haus-6 Morgen wird unser Neubau eingeweiht. Zur virtuellen Eröffnungsfeier laden wir herzlich ein. 06.05.2021 – Endlich ist es so weit. Unser Haus 6 ist fertig. Das neue Gebäude bietet nicht nur dringend benötigte Spezialräume für die Lehre, sondern auch für öffentliche Veranstaltungen mit Publikum. Auch unsere neue Mensa wird Maßstäbe setzen.

Dass wir – anders als noch beim Richtfest – dieses Mal nicht im großen Kreis feiern dürfen, ist schade, doch nicht zu ändern. Morgen Vormittag wird es eine kleine "offizielle" Eröffnungsrunde mit den Ministerinnen Manja Schüle (MWFK) und Katrin Lange (MdF) geben. Ab 13:00 Uhr laden wir dann unsere Alumni und alle, die sich mit uns freuen, zu einer virtuellen Online-Feier.

Der Livestream startet mit einer Gesprächsrunde, an der auch der Architekt Klaus Roloff, unsere ehemalige Kanzlerin Brigitte Klotz, Michéle Paschke als Leiterin der neuen Mensa und unser Kollege Matthias Legde – der studierte Architekt leitet unser Gebäudemanagement – dabei sein werden. Dann erfahren wir mehr über die Entstehungsgeschichte unseres neuen Domizils, über Planung, architektonische wie räumliche Besonderheiten und – auch ganz wichtig – welche Überraschungen der Menüplan der neuen Mensa für uns bereithält. Im Anschluss wird es einen virtuellen Rundgang durch die neuen Räume geben sowie das eine oder andere Gespräch mit jenen, die ihre neuen Büros und Arbeitsräume bereits bezogen haben.

Ab kommendem Montag, dem 10. Mai 2021 öffnet dann unsere Mensa für Hochschulangehörige und Gäste. Zwischen 11:00 und 14:00 Uhr hält das Team täglich zwei Mittagsgerichte sowie Getränke und Kaffeespezialitäten bereit – vorerst pandemiebedingt nur zum Mitnehmen.

Online-Event
Freitag, 07. Mai 2021, um 13:00 Uhr
Link zur Veranstaltung

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news-1845 Wed, 05 May 2021 13:10:16 +0200 @ichbinsophiescholl https://www.filmuniversitaet.de/artikel/detail/ichbinsophiescholl Seit gestern ist das Instagram-Projekt online. Unsere Alumni Johannes Louis und David Hugo Schmitz wirken mit. 05.05.2021 - Anlässlich des 100. Geburtstags von Sophie Scholl holen SWR und BR mit ihrem Instagram-Projekt die Widerstandskämpferin Sophie Scholl aus den Geschichtsbüchern ins Hier und Heute.

Seit gestern lädt die 21-Jährige – gespielt von Luna Wedler – auf ihrem Instagram-Kanal @ichbinsophiescholl die User*innen ein, ihrem Leben in den letzten zehn Monaten zu folgen - "hautnah, emotional und in nachempfundener Echtzeit" und "radikal subjektiv". Lebendige Geschichte wird sinnfällig.

Die Idee zum Projekt entstand in der Geschichtsredaktion des SWR und wurde mit der SWR Fiktion weiterentwickelt. Im nächsten Schritt kam der BR mit ins Boot, dann die Sommerhaus Serien und VICE Media als Produktionspartner und schließlich Unframed Productions für die Konzeption.

Viele Szenen dreht Sophie Scholl respektive Luna Wedler als Selfies, doch mit unserem Alumnus Johannes Louis als DoP ist auch ein Profi am Set.

Unser Alumnus David Hugo Schmitz spielt ein Mitglied der Weißen Rose und ist als Alexander Schmorell zu sehen.

@ichbinsophiescholl wird u.a. von der Weiße Rose Stiftung e.V. unterstützt.

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Presse:
Tagesspiegel (04.05.2021)

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news-1842 Tue, 04 May 2021 13:17:22 +0200 Romy-Verleihung 2021 https://www.filmuniversitaet.de/artikel/detail/romy-verleihung-2021 Jakub Bejnarowicz, Linda Brieda, Bjarne Mädel, Johannes Rothe und Florian Vey sind für den Österreichischen Fernseh- und Filmpreis nominiert. 04.05.2021 - Der österreichische Fernseh- und Filmpreis Romy wird am 15. Mai 2021 zum 32. Mal verliehen und zum 31. Mal vom ORF übertragen. Die Nominierungen für die Akademiepreise wurden am 30. April 2021 bekanntgegeben.

Bester Film TV/Stream

"Sörensen hat Angst" (D 2021, ansehen) in der Regie von Bjarne Mädel (Schauspiel 1996) – mit Bjarne Mädel in der Titelrolle als Sörensen - Trailer

Beste Serie TV/Stream

"Unorthodox" (D 2020) in der Regie von Maria Schrader – B-Kamera Jana Pape (Cinematography 2019), Montage Hansjörg Weißbrich Gesa Jäger (Montage), Sound Design Paul Rischer (Ton 2012) Sebastian Morsch (Ton 2003), Mischton Linus Nickl (Ton 2014) Postproduction Supervisor Uli Kunz (Filmuni-Mitarbeiter) - Trailer

Bestes Buch TV

Sven Stricker für "Sörensen hat Angst" (D 2021) in der Regie von Bjarne Mädel (Schauspiel 1996) – mit Bjarne Mädel in der Titelrolle als Sörensen - Trailer

Bestes Buch TV

Sven Stricker für "Sörensen hat Angst" (D 2021) in der Regie von Bjarne Mädel (Schauspiel 1996) – mit Bjarne Mädel in der Titelrolle als Sörensen - Trailer

Jan Ehlert, Nils Willbrandt und Ferdinand von Schirach für "Ferdinand von Schirach: Feinde – Gegen die Zeit" (D 2021) in der Regie von Nils Willbrandt – mit Bjarne Mädel (Schauspiel 1996) als Kommissar Peter Nadler in einer Hauptrolle - Trailer

Annette Hess, Linda Brieda (Drehbuch/Dramaturgie 2019), Christiane Kalss, Johannes Rothe (Drehbuch/Dramaturgie 2021), Lisa Rüffer und Florian Vey (MA-Student Drehbuch/Dramaturgie) für "Wir Kinder vom Bahnhof Zoo" (D 2021) in der Regie von Philipp Kadelbach – Kamera Jakub Bejnarowicz (Kamera 2009), Crowd Marshall Jannis Alexander Kiefer (Cinematography, BA Regie 2019) - Trailer

Beste Produktion

Leif Alexis, Jochen Laube und Fabian Maubach für "Berlin Alexanderplatz" (D 2020, besonders wertvoll) in der Regie von Burhan Qurbani – Filmmusik, Orchestration, Klavier und Gesang Dascha Dauenhauer (Filmmusik 2019), VFX Supervisor Frank Kaminski (Produktion 2001), Tonmeister Orchesteraufnahmen und Musikmischung Christoph de la Chevallerie (Sound 2018), Techniker Orchesteraufnahmen Tim Altrichter (Sound 2014), Herstellungsleiterin Sophie Cocco (Produktion 2012), Musiker: Gitarre Marcus Sander (Filmmusik 2019), Horn Héctor Marroquin (Filmmusik 2012), Postproduktion Rotor Film alias Holger Lehmann und Martin Frühmorgen (beide Ton 2006) - Trailer

Beste Regie TV/Stream

Maria Schrader für "Unorthodox" (D 2020) in der Regie von Maria Schrader – B-Kamera Jana Pape (Cinematography 2019), Montage Hansjörg Weißbrich Gesa Jäger (Montage), Sound Design Paul Rischer (Ton 2012) Sebastian Morsch (Ton 2003), Mischton Linus Nickl (Ton 2014) Postproduction Supervisor Uli Kunz (Filmuni-Mitarbeiter) - Trailer

Beste Kamera Kino

Hans Fromm für "Undine" (D 2020) in der Regie von Christian Petzold – Sound Design Benjamin Hörbe (Ton 2008), Dominik Schleier (Ton 2001) und Bettina Böhler, Mischung Martin Steyer (ehem. Filmuni-Prof.), mit Maryam Zaree (Schauspiel 2009) als Monika in einer Hauptrolle - Trailer

Beste Kamera TV/Stream

Jakub Bejnarowicz (Kamera 2009) für "Wir Kinder vom Bahnhof Zoo" (D 2021) in der Regie von Philipp Kadelbach – Drehbuch Annette Hess (Idee und Headautorin), Johannes Rothe (Drehbuch/Dramaturgie), Florian Vey (MA-Student Drehbuch/Dramaturgie, Annette Hess, Lisa Rüffer, Linda Brieda (Drehbuch/Dramaturgie 2019) und Christiane Kalss, Crowd Marshall Jannis Alexander Kiefer (Cinematography, BA Regie 2019) - Trailer

Alle Nominierungen

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news-1832 Wed, 28 Apr 2021 17:27:12 +0200 42. Bayerischer Filmpreis 2020 https://www.filmuniversitaet.de/artikel/detail/42-bayerischer-filmpreis-2020 Heute Abend werden die Pierrots verliehen und unsere Alumna Leonie Krippendorff bekommt einen. 28.04.2021 - Heute Abend werden die Bayerischen Filmpreise in insgesamt 12 Kategorien und als Ehrenpreis verliehen.

Leonie Krippendorff (Regie 2017) wird für "Kokon" (D 2019, besonders wertvoll, Empfehlung der Jugendjury) mit dem Preis für die Beste Nachwuchsregie verbunden mit einem Geldpreis in Höhe von 10.000 Euro ausgezeichnet. Ihre Hauptdarstellerin Lena Urzendowsky überzeugte als Nora und wird als Beste Nachwuchsdarstellerin und 5.000 Euro geehrt.
Der Film erzählt eine Coming-of-Age-Geschichte im sommerlichen Berlin. Die 14-jährige Nora wächst mit ihrer älteren Schwester Jule und einer offenbar alkoholkranken Mutter am Kottbusser Damm in Kreuzberg auf. Bewegt sich Nora noch ganz im Schlepptau der bewunderten Schwester und deren Freundin lernt sie später die etwas ältere Romy kennen, verliebt sich in sie und lernt dabei, zu ihrer Sexualität zu stehen.

"Leonie Krippendorff ist mit KOKON ein zugleich zärtlicher wie kraftvoller Film über das Erwachsenwerden gelungen. Er lädt uns ein, Seite an Seite mit der 14-jährigen Nora durch einen lichtdurchfluteten Kreuzberger Sommer zu treiben. Der Sommer, in dem Nora ihre Gefühle für die wilde und unangepasste Romy entdecken wird. Und der das mitunter raue soziale Milieu rund um den 'Kotti' plötzlich zur Bühne einer alles verändernden ersten Liebe werden lässt. Leonie Krippendorff erzählt aus größter Nähe von den Höhen und Tiefen der Pubertät. Von Noras Comingout. Und von der Wichtigkeit, sich selbst zu finden in einem Umfeld, in dem durch die sozialen Medien Rollenbilder omnipräsent vorgelebt werden. Voller Leben im Spiel seiner jungen Protagonisten, auf den Punkt präzise in der Bildgestaltung und dazu noch voller Poesie, verzaubert KOKON von der ersten Sekunde an und lässt uns noch im Kino träumen von einem Sommer unseres Lebens, in dem alles möglich schien." (Jurybegründung)

An weiteren ausgezeichneten Produktionen wirkten Filmuni-Alumni mit:

Beste Regie

Tim Fehlbaum für "Tides" (DE, CH 2021) in der Regie von Tim Fehlbaum – Sound Design Frank Kruse (Ton 2001) und Markus Stemler (Ton 2007), Sound Supervisor und Mischtonmeister Lars Ginzel (Ton 2006), adr Editor Benjamin Hörbe (Ton 2008) - Trailer

Julia von Heinz für "Und morgen die ganze Welt" (D 2020, besonders wertvoll) in der Regie von Julia von Heinz – Sound Design Bettina Bertok (Ton 2013), Sound Design und Dialogschnitt Michael Thumm (Ton 2012), Mischung Valentin Finke (Ton 2015), Produzent*in Fabian Gasmia (Produktion 2009) und Julia von Heinz - Trailer

Bester Darsteller

Oliver Masucci für "Schachnovelle" (D 2021) in der Regie von Philipp Stölzl und für "Enfant Terrible" (D 2020) in der Regie von Oskar Roehler – Mischung Hubertus Rath (Filmuni-Professor), mit André Hennicke (Schauspiel 1989) als Transvestit Carlotta - Trailer

Beste Bildgestaltung

Markus Förderer für "Tides" (DE, CH 2021) in der Regie von Tim Fehlbaum – Sound Design Frank Kruse (Ton 2001) und Markus Stemler (Ton 2007), Sound Supervisor und Mischtonmeister Lars Ginzel (Ton 2006), adr Editor Benjamin Hörbe (Ton 2008) - Trailer

Bester Animationsfilm

Dirk Beinhold für "Die Heinzels - Rückkehr der Heinzelmännchen“ (D 2020, besonders wertvoll) in der Regie von Ute von Münchow-Pohl – Dramaturgie Katharina Wicke, Claudio Winter (Drehbuch Dramaturgie 2014) und Susanne Biesinger, storyboard artist Konrad Weise (Animation 1996) - Trailer

Der Bayerische Filmpreis ist die höchstdotierte Auszeichnung der deutschen Filmbranche und wird seit 1979 von der Bayerischen Staatsregierung auf Vorschlag einer unabhängigen Jury für hervorragende Leistungen im deutschen Filmschaffen verliehen, um die Bedeutung des Kinofilms als Kulturgut herauszustellen. Er ist mit Preisgeldern von insgesamt 300.000 Euro dotiert. Damit gehört der Bayerische Filmpreis zu den höchstdotierten und begehrtesten Auszeichnungen seiner Art in Deutschland.

Sonderpreis

Die Trixter GmbH für "Die Känguruh-Chroniken" (D 2020) in der Regie von Dani Levi – mit Carmen-Maja Antoni (Schauspiel 1965) als Kneipenwirtin Herta in einer Nebenrolle, O-Ton Johannes Hampel (Ton 2013) - Trailer

Insgesamt wurden 12 Preise und ein Ehrenpreis verliehen.

Die Preisverleihung wird heute Abend im BR Fernsehen ausgestrahlt und ist hier bereits vorab in der BR Mediathek abrufbar.

Alle Jurybegründungen

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