Virtual History

Dank der Förderung aus EFRE-Mitteln im Rahmen der StaF-Richtlinie der Investitionsbank des Landes Brandenburg (ILB) realisierte die Filmuniversität ein anspruchsvolles künstlerisch-wissenschaftliches Forschungsprojekt im Bereich Virtual Reality bzw. Augmented Reality. Unter der Leitung von Beate Hetényi, akademische Mitarbeiterin im Studiengang Sound, fand das Projekt "Virutal History" von 2018 bis 2020 statt.

Projektbeginn:
2018
Projektabschluss:
2020
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Neu vermessen: Das Forum Romanum als Klangraum. (c) digitales Forum Romanum

Am Beispiel des antiken Forum Romanum wurde durch eine digitale Rekonstruktion und Narrativisierung eine neue, sinnlich-intellektuelle Erfahrungsdimension entwickelt. Das Projekte baut auf den  Forschungen und Rekonstruktionen des Winckelmann-Instituts (Klassische Archäologie) unter der Leitung von Frau Prof. Dr. Susanne Muth auf. Hier wurde als Forschungs- & Lehrprojekt mit dem Exzellenzcluster TOPOI das zu Grunde liegende 3D-Modell "digitales-forum-romanum" (http://www.digitales-forum-romanum.de) entwickelt. Die im Zuge angewandter Forschung erstellten Prototypen entstehen in enger Abstimmung mit unseren Wissenschaftspartnern: dem Teilprojekt „Auralisierung archäologischer Räume“ des Exzellenzclusters Bild – Wissen – Gestaltung , sowie dem Winckelmann-Institut (Lehrbereich für Klassische Archäologie) der Humboldt-Universität zu Berlin. Das interdisziplinäre Team seitens der Filmuniversität – bestand aus Filmemachern, Archäologen, Gamedesignern, Programmierern, Medienwissenschaftlern und Wissensmanagern – erarbeitete auf Grundlage archäologischer Expertise eine Szene, die den Anspruch trägt, dem historischen Geschehen so nahe wie möglich zu kommen.

Im Ergebnis können die  Betrachter*innen Geschichte „real“ erleben und selbst mit dem Gesehenen und Gehörten interagieren. Das Pilotprojekt „Virtual History“ erforschte einerseits neue Darstellungsformen im Film, auf der anderen Seite stellte es ein Medium für die experimentelle Nutzung von wissenschaftlichen Ergebnissen her, welche weitere kritische Diskurse und Fragestellungen anstoßen sollen. Für Wissenschaftler*innen und Publikum heißt es: Virtuelle Geschichtserfahrung ist ein Mittel, sich einem realen Geschichtsverständnis anzunähern.