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Tatiana Brandrup als Gastprofessorin an der Filmuniversität

Die renommierte Drehbuchautorin und Filmemacherin Tatiana Brandrup gestaltet gemeinsam mit Forschenden der Filmuniversität das Forschungs- und Transferprojekt „Eisensteins Haus“ (AT).

Bei dem Projekt „Eisensteins Haus“ (AT) handelt es sich um eine Virtual Reality-Plattform die perspektivisch als Lehrinstrument und in der Kommunikation mit einer breiteren Öffentlichkeit das künstlerische und theoretische Denken und Arbeiten des Filmemachers und Theoretikers Sergej Eisenstein erlebbar machen sowie als Reflexionsort der Eisensteinforschung etabliert werden soll. Während ihrer Gastprofessur an der Filmuniversität ist Tatiana Brandrup gemeinsam mit dem Eisenstein-Experten Naum Kleiman vor allem für die Konzeption und Umsetzung der künstlerischen Anteile eines ersten Modells der Plattform verantwortlich. Das Modell wird auf dem internationalen Workshop „Sergej Eisenstein und das Spiel der Gegenstände“ , der vom 22. bis 24. November 2018 im Zentrum für Medienwissenschaften in Potsdam stattfindet, präsentiert.

Neben ihrer filmpraktischen Laufbahn blickt sie auf Lehrtätigkeiten an den Filmhochschulen in Moskau und Hamburg zurück, sowie der Humboldt-Universität zu Berlin und der Eastern Mediterranean International School in Israel. Sie studierte Ethnologie, Literatur- und Filmwissenschaft in Paris, danach Drehbuch und Film New York. Anschließend absolvierte sie ein Regie-Studium an der HFF München und realisierte den  abendfüllenden Spielfilm „Georgisches Liebeslied“, eine mit dem BR /SWR /ARTE  produzierte Kino-Co-Produktion.

Es folgten neben einer langjährigen Arbeit als Drehbuchautorin und Dramaturgin diverse Dokumentarfilmprojekte, so wie eine Tätigkeit als Videojournalistin für die New York Times in Moskau. Für ihren Film Cinema: A Public Affair, der auf der Berlinale 2015 Premiere feierte, begleitete sie Naum Kleimans Forschung zu Sergej Eisenstein über mehrere Jahre persönlich. Der Film lief weltweit auf 28 Filmfestivals und ein Jahr lang in deutschen Kinos. Er wurde auf dem Filmkunstfest Mecklenburg-Vorpommern als Bester Dokumentarfilm ausgezeichnet.