23. TDK: DR. KUNST! – Die Promovierenden Frédéric Dubois, Laura von Niederhäusern und Noëmie Stähli stellen ihre Forschungen vor

Eine Veranstaltung des IKF - Institut für künstlerische Forschung am 30.Oktober 2018 um 17 Uhr in der Filmuniversität Babelsberg, Kino 1104. Moderation: Prof. Gesa Marten und Prof. Dr. Hans Neubauer

Datum / Dauer:
30. Oktober 2018
Zeit:
17:00
Ort:
Filmuniversität Babelsberg KONRAD WOLF
Marlene-Dietrich-Allee 11
14482 Potsdam

Noëmie Stähli: Bilderhandlungen. Filmische Relektüren (AT)

Im künstlerisch-kulturanalytischen Promotionsprojekt geht es um eine audiovisuelle Auseinandersetzung mit vorgefunden Bildern. Konkret wird eine Sammlung von Landschaftsdarstellungen, die den Meereshorizont zeigen zum Anlass, aus dem heraus sich das filmische Arbeiten entwickelt. Das mediale Ineinandergreifen von bewegtem und unbewegtem Bild ermöglicht ein ästhetisches Nachdenken und künstlerisches «Handeln» in Bildräumen, um so nach alternativen Lektüremöglichkeiten des Horizontmotivs zu suchen.

Betreuung: Prof. Dr. Sigrid Adorf (ZHdK) / Prof. Dr. Hans-Joachim Lenger (HfbK) und Prof. Yvonne Wilhelm (ZHdK)

 

Laura von Niederhäusern: Face no Dial of a Clock. Künstlerische Untersuchungen asynchroner Zeiterlebnisse

Das PhD-Projekt untersucht durch künstlerisch-filmische Verfahrensweisen asynchrone Zeitwahrnehmungen im heutigen Kontext von Beschleunigung, Selbstverantwortung und komplexen Gleichzeitigkeiten. Wo und wie tritt Asynchronizität zutage? Was für Subjektivierungsprozesse passieren zwischen gefühlter Zeit und geregelter Zeit? In vier unterschiedlichen empirischen Fallstudien, alle im Bereich immaterieller Arbeitsstrukturen angesiedelt, geht das essayistisch-narrative Rechercheverfahren dem gleichzeitig Ungleichzeitigen nach und entwickelt filmische Denkbilder zwischen Dokument und Fiktion.

Betreuung: Prof. Giaco Schiesser (ZHdK) und Prof. Marlis Roth (Filmuniversität Babelsberg)

 

Frédéric Dubois: The Impact Factor. How to Measure the Societal Impact of Interactive Documentary

Interaktive Web-Dokumentationen sind eine immer noch neue Möglichkeit, Geschichten und Recherchen zu veröffentlichen. Kriterien für ihre Qualität gibt es jedoch kaum. Mein Forschungsvorhaben untersucht die Wirkung von Web-Dokumentationen aus Rezipient*innen-Perspektive, um fundierte Aussagen für die Beurteilung dieser medialen Form treffen zu können. Der Fokus liegt auf der Rezeption im Sinne einer aktiven Aneignung interaktiver Web-Dokus sowie auf den diskursiven Bezügen, die sich als überindividuelle Ebene in den Rezeptionspraktiken zeigen. Die Rezeption wird auf gesellschaftliche Kontexte bezogen, wodurch Zusammenhänge zwischen individueller Aneignung und gegenwärtigen gesellschaftlichen Problemfeldern ersichtlich werden.

Betreuung: Prof. Dr. Susanne Stürmer und Prof. Björn Stockleben (beide Filmuniversität Babelsberg)