Screening

DER ZWEITE ANSCHLAG

Dokumentarfilm über rassistische Gewalt in Deutschland. Mit anschließender Diskussion mit Mala Reinhardt und Patrick Lohse, moderiert von Hanna Prenzel und Skadi Loist. Eine Veranstaltung des Forum Diversity der Filmuni.

Datum / Dauer:
02. Juli 2020
Zeit:
17:00 - 19:00
Ort:
Online-Veranstaltung
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Die aktuellen BlackLivesMatter-Proteste stoßen weltweit Debatten um strukturellen Rassismus an. So rücken auch die längst überfälligen Debatten zu rassistisch motivierten Ausschreitungen, Angriffen und Morden in der Bundesrepublik Deutschland verstärkt in den Fokus medialer Berichterstattung und öffentlicher Wahrnehmung. Diese spiegeln oftmals nicht die Sichtweisen der migrantischen Communities.

Der Dokumentarfilm DER ZWEITE ANSCHLAG (D, 2018) von Mala Reinhardt lenkt den Blick auf die Betroffenen rassistischer Gewalt.

Ibrahim Arslan überlebte 1992 nur knapp den rassistischen Brandanschlag in Mölln. Mai Phương Kollath wohnte im Rostocker Sonnenblumenhaus, als es von Neonazis in Brand gesteckt wurde. Osman Taşköprü kämpft noch immer mit dem Verlust seines Bruders, der durch einen Anschlag des NSU ums Leben kam. Mit anderen Betroffenen rechter Gewalt berichten die drei von den Erlebnissen, die sie bis heute prägen und wie sie durch Medien, Politik und Gesellschaft gleich zweimal Opfer öffentlicher Attacken wurden.

Angesichts anhaltender rassistischer Ausschreitungen, der unzureichenden Aufklärung des NSU-Komplexes und des Einzugs der AfD in die politische Landschaft der BRD haben Mai Phương, Ibrahim und Osman eine Entscheidung getroffen: Sie werden nicht länger schweigen. Und während sie für eine lückenlose Aufklärung und ein Ende der Gewalt eintreten, entsteht ein Netzwerk aus Menschen, die ähnliches erlebt haben. 

DER ZWEITE ANSCHLAG führt diese Geschichten in einer vielschichtigen Erzählweise zusammen und eröffnet einen detaillierten Einblick in den Kampf migrantischer Communities gegen Rassismus in Deutschland.

Mehr Infos: www.derzweiteanschlag.de

Anmeldung bis zum 01. Juli 2020 um 18 Uhr: h.prenzel(at)filmuniversitaet.de