Summer Film Camp

Foto: Manuela Clemens

Das Film Camp ist ein zwölftägiges Intensivprogramm für junge Filmenthusiasten, das den internationalen Teilnehmer*innen das Filmemachen in theoretischen und praktischen Lehreinheiten vermittelt.

Informationen zum neuen Programm werden im Frühjahr 2023 veröffentlicht.

Inhalt

Die Teilnehmer*innen lernen unter Anleitung des Filmemachers Jean Boué und der Filmemacherin Cosima Lange in Fallstudien und Projektarbeit sowie anhand von filmischen Beispielen, die gemeinsam angeschaut und analysiert werden, welche erzählerischen Möglichkeiten der Film bieten kann.

In theoretischen und praktischen Einheiten können sich die Teilnehmer*innen in verschiedenen Positionen ausprobieren. Dabei lernen sie, ihre eigenen Ideen in die komplexe Vielfalt der Filmsprache zu übersetzen. Anhand des Dokumentarfilms "Hello I am David!" stellt die Regisseurin Cosima Lange den Entwicklungs- und Herstellungszyklus einer Filmproduktion vor - von der Stoffentwicklung, über Finanzierung, Produktion, Dreh bis hin zu Schnitt, Postproduktion und Vertrieb. Anschließend schaut die Gruppe den mit einem Oscar ausgezeichneten Spielfilm "Shine", der das gleiche Thema fiktional verarbeitet. Beide Filme werden gemeinsam in der Gruppe diskutiert.

Parallel beginnt unter Anleitung von Jean Boué die Vorbereitung der praktischen Arbeit mit Übungen zum anstehenden Pitch und Dreh sowie den Einführungen in die Gewerke Kamera, Schnitt und Ton. Am Ende der ersten Woche stellen die Teilnehmer*innen ihre Stoffideen in einem Pitching vor. Anschließend werden die Teams gebildet, die gemeinsam an der detaillierten Entwicklung einer filmischen Sequenz arbeiten. Es folgen die Drehvorbereitungen, Dreharbeiten, Montage und Vertonung in den Teams.

Die Filmemacher*innen Jean Boué und Cosima Lange sowie Studierende der Filmuniversität betreuen die Teilnehmer*innen auch bei der praktischen Arbeit und unterstützen die Teams in ihrer Arbeit. Die Ergebnisse werden am Ende der zweiten Woche in einer Präsentation vorgestellt und mit den Kursleiter*innen intensiv besprochen.

Kursleitung

Jean Boué ist Autor, Regisseur und Produzent von Dokumentarfilmen und Dokumentationen für das öffentlich-rechtliche Fernsehen und für Kino. Viele seiner Filme wurden auf Festivals gezeigt sowie international ausgestrahlt und erhielten Auszeichnungen, u.a. mehrfach den Europäischen Civis Award und den Adolf-Grimme Preis. Er war DEFA-Stipendiat und Grenzgänger der Robert-Bosch-Stiftung. Im Jahre 2000 gründete Jean Boué die Produktionsfirma JABfilm. Seit 2013 ist er Lehrbeauftragter an der Filmuniversität KONRAD WOLF. Jean Boué ist Mitglied der Arbeitsgemeinschaft Dokumentarfilm und der Deutschen Filmakademie. 

Filmografie (Auswahl)

  • THE LAST REPORTERS, D 2020, 95 Min. (Buch, Regie)
  • REFUGEE 11, D 2017, 90 Min. (Buch, Regie)
  • 911 ADAMSHOPE, D 2014, 70 Min. (Buch, Regie)
  • BEING KOHL, D 2009, 88 Min. (Buch, Regie)

 

Cosima Lange studierte „Produktion“ an der Filmakademie Baden-Württemberg.  2005 gründete sie die Filmproduktion „fliegende fische creative pool“ und realisiert seitdem als Autorin, Regisseurin und Produzentin Dokumentar- und Spielfilme. Zehn Jahre war Cosima als Herstellungsleiterin für die ARTE Kurzfilmproduktion im Rahmen des internationalen Weiterbildungsprogramms „Atelier Ludwigsburg-Paris“ tätig. Seit 2012 lehrt sie dort „Dokumentarfilm“ und „Sprache des Films“. Darüber hinaus arbeitet sie bei internationalen Filmfestivals in der Auswahlkommission. Seit Oktober 2020 ist sie Akademische Mitarbeiterin im Studiengang Film- und Fernsehproduktion an der Filmuniversität KONRAD WOLF.

Filmografie (Auswahl):

  • HELLO I AM DAVID!, D 2017, 104 Min. (Buch, Regie, Koproduktion)
  • DIE WELTBÜRGERIN, D 2012, 30 Min. (Buch, Regie)
  • CHAMAMÉ, D 2007, 110 Min. (Buch, Regie, Produktion)
  • VAKUUM, D 2004, 70 Min. (Buch, Produktion)