Studienverlauf

Der interdisziplinäre vier-semestrige Masterstudiengang Filmkulturerbe befasst sich mit der Überlieferung von Filmen und mit ihrer Vermittlungsleistung als zentraler Kunstform des 20. Jahrhunderts und wichtiger Basis der heutigen digitalen Medien- bzw. gesellschaftlichen Erinnerungskultur. Ein spezieller Fokus liegt auf der Kuratierung, Editierung und Programmierung von historischen Filmen in verschiedenen Kontexten sowie auf der dokumentarischen, künstlerischen, wissenschaftlichen und kommerziellen Wiederverwendung von audiovisuellen Archivmaterialien. Die Integration des Anwendungsbezuges in das theoretische Studium wird gewährleistet durch das In-Institut Filmmuseum Potsdam und eine Vielzahl von Kooperationspartnern.

In den ersten beiden Semestern findet die an praktischen Beispielen entwickelte theoretische Grundlagenausbildung statt. Zu deren Gegenständen gehören:

  • Kulturelles Gedächtnis und Erinnerungskulturen
  • Theorie und Geschichte von Archiven, Bibliotheken und Museen
  • Wiederverwendung von audiovisuellem Archivmaterial
  • Filmerbepolitik
  • Filmgeschichte und -vermittlung
  • Medienhistorische Quellenkunde
  • Medienrecht
  • Medienarchäologie
  • der Einfluss der Digitalisierung auf die Filmkultur und das Filmerbe (Erzeugung, Präsentation, Bewahrung, Verwaltung, Restaurierung, Zugänglichmachung)

Im dritten Semester spezialisieren sich die Studierenden im Rahmen der Projektarbeit in einem selbst gewählten Vertiefungsbereich.

Die Masterprüfung im vierten Semester setzt sich aus einer Masterarbeit und deren mündlicher Verteidigung zusammen. Im Anschluss besteht die Möglichkeit der wissenschaftlichen oder wissenschaftlich-künstlerischen Promotion.