Ausstellung

DIGITAL REVIVAL

Ein Experiment mit historischen Filmkostümen, Ausstellungseröffnung: 23. September 2026, ab 18 Uhr

Datum / Dauer:
24.09. – 30.10.2026
Ort:
Schaudepot des Filmmuseums
Marlene-Dietrich-Allee 12
14482 Potsdam

Museen sehen sich häufig damit konfrontiert, dass bestimmte Sammlungsbestände aus konservatorischen Gründen gar nicht mehr oder nur sehr selten präsentiert werden können. Um dies zu ändern, bietet es sich an, mit neuen Formen der Präsentation zu experimentieren, die die Zugänglichkeit von empfindlichen Objekten ermöglichen. Ein solches Experiment ist „Digital Revival“: Drei historische Filmkostüme aus dem Sammlungsbestand des Filmmuseums Potsdam werden durch Digitalisierung und neue Technik zugänglich gemacht. Dafür hat man eine Kombination aus traditioneller 3D-Technik und generativer Künstlicher Intelligenz eingesetzt. Die ersten Ergebnisse werden im Foyer des Schaudepots als Work in Progress präsentiert.

  • Ausstellungseröffnung: Mittwoch, 23. September 2026, 18 Uhr
  • Besuchszeiten: Montag bis Donnerstag, 10–17 Uhr (Jeden Donnerstag zwischen 15 und 17 Uhr  ist immer jemand für Sie vor Ort. Außerdem besteht die Möglichkeit, das gesamte Schaudepot zu besichtigen.)
  • Eintritt: Eintritt frei
  • Schaudepot, Filmmuseum Potsdam, Marlene-Dietrich-Allee 12, 14482 Potsdam

Verborgene Zeitzeugnisse sichtbar machen

Historische Filmkostüme sind wertvolle Zeugnisse unserer kulturellen Erinnerung: Sie erzählen von handwerklichem Können, vom Stil ihrer Zeit und von den Geschichten, die sie im Film mittragen. Weil Textilien besonders empfindlich sind, können sie jedoch nur selten und für kurze Zeit gezeigt werden – im Depot schützen Dunkelheit sowie konstante Temperatur und Luftfeuchtigkeit die Materialien vor dem Verfall. Digitale Zwillinge, also hochpräzise 3D-Kopien, eröffnen nun einen neuen Weg, diese verborgenen Schätze erfahrbar zu machen. 

Für das Projekt wurden drei Kleider aus unterschiedlichen DDR-Produktionen ausgewählt: 

  • das Kostüm der Opernbesucherin aus „Der Freischütz in Berlin" (1986/87), 
  • das aufwendig genähte, stark fragile Ballkleid aus der Operette „Ritter Blaubart" (1972/73), 
  • sowie das mexikanische, etwas ausgeblichene Baumwollkleid aus „Die Beunruhigung" (1981/82).

Von der Photogrammetrie zum Hologramm

Die Besucherinnen und Besucher erleben den gesamten Entstehungsprozess: von der Bilderfassung im Photogrammetrie-Rig über den Aufbau eines optimierten 3D-Modells bis hin zur generativen KI, die auf Basis der gescannten Materialoberflächen realistische Bewegungen und neue Inszenierungen der Kostüme erzeugt. Eine Feedback-Ecke lädt zum Austausch darüber ein, wie die Digitalisierung der Sammlungsbestände künftig weitergedacht werden kann.

Ein gemeinsames Projekt von drei Partnern

DIGITAL REVIVAL ist das Ergebnis einer Kooperation: Das Filmmuseum Potsdam stellte Fachwissen und Kostüme aus der Sammlung zur Verfügung, das Creative Exchange Studio der Filmuniversität Babelsberg KONRAD WOLF (CX Studio) brachte seine Expertise in Künstlicher Intelligenz, 3D-Modellierung und digitalem Storytelling ein, und die Firma Botspot sorgte mit ihrer Technik für die hochwertigen Scan-Prozesse.

Danksagung und Mitwirkende

Projektleiter: Prof. Dr. Björn Stockleben,  Michael Fürst und seit dem 01.09.2026 Oliver Hanley
Koordination: Sophie Tummescheit (Filmuni) und Sabrina Klewitz (Filmmuseum) 
Content Erstellung: Neele Siemann, Sophie Tummescheit und Evgeny Kalachikhin 
AI-Bild-und Video-Generierung: Evgeny Kalachikhin
Fotogrammmetrie Scans: botspot
Kommunikation: Christine Handke, Sophie Tummescheit, Susanne Kern, Antje Behnke-Köhler, Tim Soltau
Weitere Mitwirkende: Ian Blohm, Philip Gerdes, Timotheus Götz, Lisa Graf, Ulrike Kuschel, Renate Schmal, Birgit Scholz, Beate Rabe, Ingo Rhode

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