Im Rahmen der JKU Art x Science School for Transformation / Ars Electronica 2026 in Linz stellte Nicole Loeser ihre laufende Promotionsforschung zu Social Art Producing in den Austausch mit internationalen künstlerisch Forschenden. Im Zentrum stand die Frage, wie künstlerische Forschung Räume für unterschiedliche Wissensformen, Wahrnehmungen und kollektive Erkenntnisprozesse eröffnen kann.
Social Art Producing und kollektive Intelligenz
Promotionsforschung im Dialog bei Ars Electronica 2026

Wie können künstlerische Forschungsprozesse dazu beitragen, kollektive Intelligenz hervorzubringen? Diese Frage stand im Zentrum eines Forschungsbeitrags von Nicole Loeser an der JKU Art x Science School for Transformation im Rahmen der Ars Electronica 2026 in Linz.
Ausgangspunkt war ihre laufende Promotionsforschung zu Social Art Producing und die Frage, welche Bedingungen transdisziplinäre künstlerische Praktiken schaffen können, damit unterschiedliche Formen von Wissen, Erfahrung und Wahrnehmung miteinander in Beziehung treten. Anhand des Forschungsposters „Can Social Art Produce Collective Intelligence?“ entwickelte sich ein offener Austausch mit internationalen künstlerisch Forschenden. Dabei wurden unter anderem Fragen nach Wissensproduktion, der Rolle von Künstler*innen in transdisziplinären Prozessen, der Dokumentation prozessbasierter Forschung sowie nach Workshops, Labs und Ausstellungen als Forschungsräumen diskutiert. Die Begegnungen mit Installationen, Performances und Diskursformaten auf der Ars Electronica erweiterten diese Fragen: Kunst wurde dabei oft als Praxis verstanden, die Bedingungen verändern kann, unter denen Wahrnehmung, Beziehungen und neue Erkenntnisse entstehen.
Die Impulse aus Linz fließen unmittelbar in die weitere Entwicklung der Dissertation und der darin entwickelten Artistic Research Ecology ein. Im Zentrum steht die Frage, ob und wie Social Art zur Ausbildung planetarer Koordinationsfähigkeit innerhalb planetarer Grenzen beitragen kann. Untersucht wird, welche Bedingungen künstlerisch-forschende Praktiken schaffen können, damit unterschiedliche Wissensformen, Perspektiven, Erfahrungen und menschliche wie mehr-als-menschliche Relationen nicht lediglich nebeneinanderstehen, sondern wahrnehmbar, aufeinander beziehbar und gemeinsam bearbeitbar werden. Von Interesse sind jene relationalen und epistemischen Infrastrukturen, durch die Differenzen ausgehalten, neue Verbindungen hergestellt und bislang ausgeschlossene oder nicht wahrgenommene Wirklichkeiten in kollektive Prozesse einbezogen werden können. Social Art wird damit als möglicher Forschungs- und Handlungsraum untersucht, in dem Formen kollektiver Intelligenz und Koordination erprobt werden kön
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Nicole Loeser | loeser(at)art-innovation.org



