Qualitätsmanagement


Qualitätsmanagement unterstützt Hochschulen dabei, die Qualität von Studium und Lehre systematisch zu sichern und kontinuierlich weiterzuentwickeln. An der Filmuniversität fließen dafür Erfahrungen und Rückmeldungen von Studierenden ebenso ein wie Erkenntnisse aus Lehre, Forschung und Hochschulentwicklung. Ein wichtiger Bestandteil sind Evaluierungen und Akkreditierungen. Sie überprüfen Studienangebote anhand definierter Qualitätsstandards, geben Impulse für ihre Weiterentwicklung und schaffen Transparenz und Verlässlichkeit für Studierende. Damit leistet Qualitätsmanagement einen konkreten Beitrag zu guten Studienbedingungen und zur kontinuierlichen Verbesserung von Studium und Lehre.

Instrumente der Qualitätssicherung

Durch eine ganzheitliche Durchdringung der künstlerischen und wissenschaftlichen Prozesse von Studium und Lehre sowie deren verzahnte Qualitätsstandardisierung sind umfassend qualitätsgesicherte Studienangebote möglich. Qualitätsmanagement wird dabei nicht als Kontrolle, sondern als gemeinsame Chance für ein multiperspektivisches Feedback im Sinne der steten Weiterentwicklung eines einmaligen Lehrangebots verstanden. An der Filmuniversität werden zur Optimierung der Studienqualität stufenweise Qualitätssicherungsmaßnahmen umgesetzt. Studienqualität meint hierbei die fachliche, strukturelle, didaktische und soziale Qualität (u.a. Chancengleichheit beim Zugang) und schließt die Ausstattung der Hochschule mit ein. Im Zentrum der Bemühungen zur Qualitätssicherung stehen stets die Belange der Studierenden. Zu den Instrumenten gehören regelmäßige Evaluierungen, das Teaching Aanalysis-Poll (TAP)-Verfahren sowie das Ideenportal. Dazu kommt die externe Akkreditierung der Studiengänge.

Weitere Informationen finden Sie in unserem Handbuch "Studium mit Qualität" - PDF


Evaluierung

Welche Evaluierungen werden an der Filmuni regelmäßig durchgeführt und wie?

Evaluation der Lehre:

  • Evaluation der Lehrveranstaltungen (Muster)
  • Online-Studiengangsbefragung (Muster)

Evaluation der Rahmenbedingungen für Studium und Forschung:

  • Evaluation der Studien- und Rahmenbedingungen (Muster)
  • Evaluation der Forschungsrahmenbedingungen (Muster)
  • Erstsemesterbefragung (Muster)
  • Alumni-Befragungen (Muster)
  • Antidiskriminierungsbefragungen (Muster)

Als Software für die Erstellung und Auswertung der Fragebögen verwendet die Filmuniversität EvaSys Cloud von Electric Paper.

Welche Standards gelten für die Evaluationen an der Filmuniversität?

Evaluationen an der Filmuniversität werden nach den Standards der Gesellschaft für Evaluation (DeGEval) durchgeführt,  Um dies zu gewährleisten hat der Senat der Filmuniversität Babelsberg KONRAD WOLF hat im Benehmen mit den Fakultäten eine Evaluierungssatzung erlassen. 

Um den grundlegenden Kriterien von Evaluationen „Nützlichkeit – Durchführbarkeit – Fairness – Genauigkeit“ gerecht zu werden, orientiert sich das QM konsequent nach den Standards für die Qualitätssicherung im Europäischen Hochschulraum (ESG). 

  1. Nützlichkeit stellt sicher, dass die Evaluation sich an den geklärten Evaluationszwecken sowie am Informationsbedarf der vorgesehenen Nutzer*innen ausrichtet.
  2. Durchführbarkeit stellt sicher, dass eine Evaluation neutral und gut durchdacht, geplant und ausgeführt wird. 
  3. Fairness stellt sicher, dass in einer Evaluation respektvoll und fair mit den beteiligten Studierenden und Lehrenden umgegangen wird. Alle Evaluationsergebnisse werden unter datenschutzrechtlichen Aspekten behandelt. 
  4. Genauigkeit garantiert, dass Evaluationen valide Informationen und Ergebnisse zu dem jeweiligen Erhebungsgegenstand und der Fragestellung hervorbringen.

Ein Herzstück sind hier die durch das Qualitätsmanagementsystem (QMS) durchgeführten studentischen Evaluationen. Diese bieten nicht nur den Dozent*innen die Chance auf Rückmeldung zu ihrer Lehre aus Sicht der Studierenden, sondern ermöglichen auch den Serviceeinrichtungen der Hochschule, von diesem umfassenden Feedback zu profitieren und Arbeitsprozesse zu optimieren. Das studierendenzentrierte Qualitätsmanagement (QM) sieht sich auf diese Weise auch als Sprachrohr für Studierende.

Armin Pommeranz, Professor für Musiktheorie und Musikgestaltung

Einer der Kernaufgaben des Qualitätsmanagements ist die regelmäßige Evaluation der Lehre. Die Lehrevaluation soll die Grundlage für einen konstruktiven Dialog innerhalb der Hochschule schaffen sowie zur Weiterentwicklung und Verbesserung des Lehrangebotes und der Lehrqualität in den Studiengängen beitragen. Die Ergebnisse dienen der Selbstreflexion der Lehrenden und nicht dem Vergleich. Auch für die externe Evaluation durch Akkreditierungsagenturen bilden Lehrevaluationen eine wichtige Grundlage.

Wie läuft eine Lehrevaluation ab?

Es ist vorgesehen, dass jeder Studiengang alle drei Semester turnusmäßig evaluiert wird.  Die Studierenden einer Lehrveranstaltung füllen  Evaluationsfragebögen aus, die dann mit Hilfe eines elektronischen Evaluationssystems erfasst und ausgewertet werden.

Alternativ besteht auch die Möglichkeit zur Durchführung studentischer Gruppendiskussionen (Interviews). Bei diesen produktiven Diskussionen können Probleme identifiziert und direkt angesprochen werden. Auch hier erfolgt die Auswertung anonymisiert.

Was wird im Fragebogen erfragt?

Abgefragt werden z.B. der Aufbau, die Organisation, die Stoffvermittlung und der Einsatz von Lehrmethoden und Lehrmitteln während einer Lehrveranstaltung.  
Bei offenen Fragen können sich die Studierenden an das Qualitätsmanagement wenden, und außerdem Anregungen und Wünsche zu Problemstellungen äußern, die nicht durch unseren Fragebogen abgedeckt werden.

Wie werden die Befragungen ausgewertet/ Was passiert mit den Ergebnissen?

Die Evaluation ist vollkommen anonym. Die ausgefüllten Fragebögen werden elektronisch erfasst, während die handgeschriebenen Kommentare abgetippt und dadurch anonymisiert werden. Die/der jeweilige Lehrende einer Lehrveranstaltung erhält per E-Mail eine PDF-Datei, welche die anonymen Ergebnisse und die gesammelten Freitextkommentare enthält. Die Lehrenden sind dazu verpflichtet, die Ergebnisse der Lehrveranstaltungsevaluationen mit ihren Studierenden zu besprechen. Bei Lehrbeauftragten bekommt außerdem der/die jeweilige Dekan*in die Auswertung. Die Präsidentin bekommt am Ende jeden Semesters einen zusammenfassenden Bericht aller Evaluationen.

Für den Fall, dass weniger als drei Bewertungen zu einer Lehrveranstaltung abgegeben werden, wird die Befragung vom System nicht ausgewertet. 

 

Wer kann Lehrevaluationen beantragen?

Auf Wunsch können alle Lehrenden (auch akadem. Mittelbau) und Seminargruppen die Evaluation von Lehrveranstaltungen anfordern. Eine Evaluation kann nicht von einem einzelnen Studierenden, jedoch von einer ganzen Seminargruppe angefordert werden.

Zur Qualitäts- und Evaluierungskommission


TAP-Verfahren und Ideenportal

Seit dem Wintersemester 2024/2025 bietet das Qualitätsmanagement auch das sogenannte TAP-Verfahren (Teaching Analysis Poll) für Lehrveranstaltungen an. Das Verfahren ermöglicht Studierenden, ihren Lehrenden bereits zur Semesterhalbzeit ein strukturiertes Feedback zu geben – und den Lehrenden, dieses direkt in ihre laufende Lehre zu integrieren.

Ziel des TAP-Verfahrens ist es, die Lehr- und Lernprozesse während des Semesters zu reflektieren und gemeinsam zu verbessern. Studierende können dabei ihre Perspektive einbringen, Lehrende erhalten konkrete Rückmeldungen und Anregungen zur Optimierung ihrer Lehrveranstaltung.

Wenn Sie als Lehrperson oder Studiendekan*in Interesse an der Durchführung eines TAP-Verfahrens in Ihrer Lehrveranstaltung oder Ihrem Studiengang haben, finden Sie weitere Informationen im Intranet unter: Infos für die Lehre => Qualitätsmanagement

 

Das Ideenportal richtet sich an Studierende, um uns ihre Anregungen, Fragen oder kritische Hinweise zu schicken. Diese werden selbstverständlich vertraulich behandelt. Wir werden unser Bestes geben, um eine Lösung zu finden. Hier geht es zum Kontakformular:

Zum Ideenportal


Akkreditierung

Die Akkreditierung ist ein offizielles Verfahren, bei dem eine unabhängige Stelle die Kompetenz und die Qualität eines Studiengangs bewertet.  Sie folgt dem Hauptziel, die Studienqualität durch eine unabhängige Akkreditierungsagentur prüfen zu lassen und weiterzuentwickeln sowie die internationale Vergleichbarkeit und damit die Transparenz der Studiengänge zu verbessern. Studiengänge, die akkreditiert sind, haben oft einen Wettbewerbsvorteil.

Alle Studiengänge der Filmuniversität sind aktuell akkreditiert.

Im Akkreditierungsprozess evaluieren externe Expert*innen die Studiengangsziele, das Studiengangskonzept und dessen Umsetzung. Evaluation ist eine zentrale Voraussetzung zur Akkreditierung von Studiengängen. Im Akkreditierungsverfahren werden Studiengänge auf die Einhaltung qualitativer Standards und struktureller Vorgaben der Kultusministerkonferenz (KMK) und des Hochschulrahmengesetzes (HRG) hin überprüft.

Überprüft und bewertet werden Inhalte, Verfahrensabläufe, Studierbarkeit, Berufsfähigkeit und Studienbedingungen (Studienablauf und Prüfungsorganisation, Beratungs- und Betreuungsangebote, Ausstattung und räumliche Gegebenheiten). Ziel ist es, die Qualität der Studienprogramme bzw. Studiengänge zu sichern, Transparenz zu bewirken, Verfahrenssicherheit zu schaffen. Studiengänge  werden grundsätzlich befristet akkreditiert. Nach Ablauf der jeweiligen Frist erfolgt daher eine erneute Prüfung in Form einer Re-Akkreditierung, die die Aufrechterhaltung der Qualität der Studiengänge gewährleistet.

Zur Verordnung zur Regelung der Studienakkreditierung

Weitere Informationen und Unterlagen zum Akkreditierungsverfahren und alle Selbstdokumentationen der Studiengänge sind im Intranet zu finden unter: Infos für die Lehre => Qualitätsmanagement


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