bitte bis zum 8.10.2026
Das Digitale verdrängt das Religiöse nicht, sondern schreibt dessen Grundstrukturen fort - von algorithmischer Sprache als Schöpfungswerk über die Heiligsprechung von Tech-CEOs bis zu Protokollen als Statthaltern göttlicher Attribute und neuen Ritualordnungen als ästhetischer Widerstand gegen das Rechenbare. Die gemeinsame Tagung von Filmuni (MLDS & IKF), HAW Hamburg, Folkwang Uni Essen, ZeM und der AG Medienphilosophie der GfM widmet sich uralten religiösen Denkfiguren im Zeitalter der Berechnung an der Schnittstelle von Medientheorie, Ästhetik und Religionswissenschaft. Sie rückt dabei das Widerständige und Inkommensurable als kritischen Gegenentwurf zur algorithmischen Rationalität in den Blick.
