Dialoge der ABM

Das gruppendialogische Format untersucht die kollektive Erinnerung an Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen (ABM) und welche Formen der sozialistischen Persönlichkeit für ihre Selbsterkenntnis gegeben waren.

Projektbeginn:
2024
Projektabschluss:
2025
 Von Sonne bestrahlte Ziegelmauer, an der drei Halbrelieffiguren im Stil des sozialistischen Realismus auf Sockeln angebracht sind. Die Figuren repräsentieren Arbeitsformen: links ein männlicher Maurer mit Ziegel und Kelle; zentral eine Frau mit Kind; rechts ein Jurist mit Waagschale. Der Schatten eines Baumes fällt über das rechte untere Viertel des Bildes und bedeckt die rechte Figur.  (öffnet Vergrößerung des Bildes)
Architektonisches Detail, Sparkasse Bitterfeld. Copyright / Credit Elbe Trakal

Wie konnte sich die allseits gebildete sozialistische Persönlichkeit in der Transformationszeit nach 1989 weiterentwickeln? In Dialoge der ABM interessiere ich mich vor allem für die Menschen, die mitten im Leben standen, als für manche die Wende, für andere eine Revolution stattfand. Wie haben Massenarbeitslosigkeit, Massenabwanderung, Umverteilung und rechte Gewalt auf der einen und neue Freiheiten, demokratische Prozesse, lockere Arbeitsformen und eine gesamteuropäische Öffnung auf der anderen Seite zu einem Selbstverständnis und Selbstwissen neuer post-sozialistischer Subjekte beigetragen? Wie werden diese Narrative anhand von ABM-Arbeitserfahrungen heute erinnert?

Durch Gesprächsformate, Schreibübungen und performative Übungen kommen 6-8 Teilnehmende an einem strukturierten Wochenende gemeinsamer Befragung ihrer Erinnerung zusammen. Ein Schreibworkshop sammelt dabei Szenen ihrer ABM-Erfahrung und verschriftlicht sie für ein Reenactment ihrer Erinnerungen.

Projektleitung: Elbe Trakal

Kontakt: www.trakal.net