Erasmus Policy Statement

ERASMUS CHARTA für die Hochschulbildung 2014 - 2020

Die Europäische Kommission hat der Filmuniversität Babelsberg KONRAD WOLF auch für die Jahre 2014 - 2020 eine ERASMUS CHARTA für die Hochschulbildung verliehen. Die CHARTA verleiht der Filmuniversität das Recht, an Mobilitätsprogrammen des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD) teilzunehmen, die Filmuniversität verpflichtet sich jedoch auch im Rahmen einer Bewerbung, bestimmte Qualitätsstandards zu erfüllen und den Studierenden- sowie Peronalaustausch zu fördern.

Auf dieser Seite finden Sie die ERASMUS CHARTA sowie die Erklärung zur Hochschulpolitik, welche die Filmuniversität Babelsberg zum Zeitpunkt der Antragsstellung im Jahr 2013 noch als Hochschule für Film und Fernsehen "Konrad Wolf" Potsdam-Babelsberg (HFF) abgegeben hat.

 

ERKLÄRUNG ZUR ERASMUS HOCHSCHULPOLITIK (EPS)
Strategie, Ziele und Prioritäten für Erasmus-Aktivitäten

Die Hochschule für Film und Fernsehen (HFF) "Konrad Wolf" ist nicht nur die einzige Kunsthochschule des Landes Brandenburg, sie ist die älteste und zugleich eine der modernsten und größten Filmhochschulen in Deutschland. Die gewachsene Dreieinigkeit von Filmausbildung, Filmproduktion und Filmdistribution am Standort Potsdam-Babelsberg ist in ihrer Form einzigartig und bietet einen attraktiven wie internationalen Rahmen für das Studium. Die Studierenden an der HFF erwartet ein modernes Lehr- und Studiogebäude, ein hervorragendes Betreuungsverhältnis durch international renommierte Lehrende und serviceorientierte Verwaltungsmitarbeiter sowie ein familienfreundliches Hochschulumfeld.

Internationalität ist eines der Grundelemente von Kunst und Wissenschaft. Gerade heute im Zeitalter immer schnellerer globaler Kommunikation, sich rasant vollziehender technologischer Innovationen, ökologischer Veränderungen und politischer Umbrüche ergeben sich ganz neue Herausforderungen für eine weltweite Zusammenarbeit. Insbesondere die Bereiche, Fernsehen und neue Medien - allesamt Ausbildungsscherpunkte der HFF als künstlerische Medienhochschule - kennen keine Grenzen, entwickelten sich von jeher als Synthese globaler wie regionaler Einflüsse, so dass eine weltweite Ausrichtung das Ziel der Hochschule ist. Dafür unterhält die HFF traditionell vielfältige Außenbeziehungen. Als Mitglied im Centre International de Liaison des Ecoles de Cinéma et de Télévision (CILECT) oder der European League of Institutes of the Arts (ELIA) ist die Hochschule überstaatlich organisiert.

Integraler Bestandteil der HFF-Ausbildung sind solides Handwerk im Bewusstsein der eigenen kulturellen Wurzeln einerseits und virtuoses Beherrschen neuester Medientechnologien andererseits, ergänzt durch wissenschaftliche Reflexion internationaler Medienprodukte in ihren jeweiligen historischen oder aktuellen Erscheinungsformen. Die Verbindung von künstlerischen und wissenschaftlichen Studiengängen mit einem theoriegeleiteten praxisbezogenen Studium prägt das Ausbildungssystem der HFF. Es verzahnt einzelne Studiengänge, führt Studierende in gemeinsamen Studienprojekten zusammen. Die Realisierung dieser Studienprojekte ist oftmals international angelegt - dazu werden Partner weltweit angesprochen. Ergebnis ist nicht selten der Aufbau von Partnerschaften, die in Kooperationsverträgen verstetigt werden. Nicht nur die Studierenden der HFF sind diesbezüglich sehr aktiv, auch die weltweit anerkannten Lehrenden bringen Partnerschaften mit in die Hochschule und bauen diese für die Studierenden aus. So existieren vielfältige projektbezogene und vertragliche Kooperationen mit Filmhochschulen in Europa und aller Welt.

Über die studentische Gemeinschaftsarbeit wird Teamfähigkeit trainiert, formen sich Persönlichkeit und künstlerische Individualität. Unter den Bedingungen hoher Arbeitsteiligkeit im Medienbereich, hohen Anforderungen an Disponibilität, Flexibilität und Kooperationsfähigkeit findet dieses Modell in Variationen weltweit Anwendung. Ein Studium an der HFF steht jungen Leuten aus aller Welt offen, um dieses Modell auch direkt an der HFF mit Leben füllen zu können.

Geprägt wird die Internationalität der HFF auch durch die Teilnahme an nationalen und internationalen Festivals auf allen Kontinenten. Die SehSüchte, das größte internationale Studentenfilmfestival in Europa, wird jedes Frühjahr von Studierenden der HFF organisiert und durchgeführt. Mit Weiterbildungsangeboten und kulturellen Veranstaltungen trägt die HFF zur kulturell-künstlerischen, gesellschaftlichen und politischen Auseinandersetzung am Hochschulstandort, in der Region Berlin-Brandenburg aber auch europaweit und international bei. Die Internationalisierung der Hochschule umfasst zudem eine damit einhergehende Internationalisierung der Verwaltung. Durch spezielle Angebote im Sprachbereich werden die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter geschult. Die Möglichkeit der Teilnahme an international stattfindenden Weiterbildungsangeboten werden für das gesamte Hochschulpersonal eröffnet.

Der Aufbau von strategischen Partnerschaften wird im Bereich der Medienbildung immer wichtiger. Die Medienlandschaft unterliegt einem permanenten Fortschritt, den es gilt durch gezielte Partnerschaften in die Ausbildungsinhalte zu integrieren. Durch den Aufbau von Strukturen an anderen Hochschulstandorten in Europa ist eine Stärkung der Filmlandschaft Europas zu fördern und weiter zu unterstützen. Durch die Bereitstellung von Kenntnisträgern und eine enge Zusammenarbeit beim Aufbau von Studiengängen, insbesondere im Osteuropäischen Raum, soll dem Rechnung getragen werden. Des Weiteren ist es notwendig, bestehende Wissensallianzen zwischen der HFF und den anliegenden Unternehmen am Standort Babelsberg, aber auch darüber hinaus weltweit, zu festigen, auszubauen und neue zu knüpfen. Die weltweiten Unternehmen bringen durch ihre definierten Zielstellungen an die Ausbildung und den Anforderungen an Absolventen neue Aspekte in die Hochschullandschaft ein, die Inhalt in die Lehre finden sollen. Durch die aktive Teilnahme von anderen Hochschulen aber auch Unternehmen wird angestrebt, internationale Studiengänge zu entwickeln. Durch den interaktiven Austausch in der Lehre durch Gastdozenten aus aller Welt ist ein weiterer Ausbau dieser Bemühungen angestrebt.

Die Aufnahme von weiteren Studierenden ist Ziel der HFF. Durch den Ausbau von Angeboten zur Studienorientierung und den notwendigen Sprachangeboten kann der Zugang für ein Studium an der HFF für ausländische Studienbewerber erleichtert werden. Nicht nur der Zugang sondern auch der erfolgreiche Studienabschluss ist durch weitere Maßnahmen auszubauen. Durch gezielte Maßnahmen zur Integration, insbesondere der Abbau von Sprachhindernissen aber auch der Aufbau von akademischen Grundkompetenzen, ist ein erfolgreicher Studienabschluss realisierbar. Ein weiterer Punkt ist die Forschung und der Aufbau von Forschungsstrukturen an der HFF. Forschung und Entwicklung gehören zu ihrem Selbstverständnis. Ziel aller an der HFF durchgeführten Projekte ist es wissenschaftliche, künstlerische und technische Prozesse der Produktion, Rezeption und Distribution von audiovisuellen Medien zu verstehen, zu verbessern oder ganz neu zu denken und zu entwickeln. Künstlerische Entfaltung und die Möglichkeit zum auch zweckfreien Denken, Experimentieren und Analysieren gehören zu den Grundsätzen der HFF und sie bietet dafür ideale Rahmenbedingungen. Forschung und Entwicklung an der HFF richten sich zudem an den Ansprüchen einer erfolgreichen künstlerischen und (medien)wissenschaftlichen wie technologischen Lehre aus und eröffnenden Studierenden spannende Ansatzpunkte für ihre spätere Arbeit. Dass diese schon frühzeitig in die Forschungsaktivitäten eingebunden werden, muss unterstützt und ermöglicht werden. Neben dem bisherigen Studienprogramm strebt die HFF im Zusammenwirken mit Medienunternehmen der Region eine stärkere Praxisorientierung der Ausbildung durch die HFF an. Durch umfassende Analysen von Beschäftigungsdaten und dem unmittelbaren Austausch mit den Unternehmen soll die Ausbildung modernisiert und evaluiert werden. Zudem sollen weitere Weiterbildungsangebote unter Anwendung von E-Learning Angeboten, Teilzeitstudiumsmöglichkeiten etc. nach dem ausdrücklich formulierten Bedarf der Medienunternehmen erstellt werden. Die Projektdurchführung ist ein zentraler Kern der Ausbildung an der HFF. Ein weiterer Schritt für die Durchsetzung der Internationalität ist die Festschreibung der Durchführung von internationalen Projekten im Zusammenwirken mehrerer Studiengänge. Im Rahmen der Finanzierung ist ein Steuerungsinstrument an der HFF die Internationalisierung. Um den weiteren Ausbau dieser zu fördern, müssen Parameter definiert werden, die den Aufbau und die Pflege honorieren. Durch die gezielte Förderung von Maßnahmen und Aktivitäten ist eine weitere Motivation gegeben. Ziel ist einen Anreiz zu schaffen, anderweitige Finanzierungsquellen zu eröffnen, um den Ausbau von internationalen Projekten zu ermöglichen. Maßnahmen: Ausbau Buddy-Programm, Ausbau Lehrangebote auf Englisch, Einführung von englischsprachigen Master-Kursen, verstärkte Einstellung internationaler Lehrender sowie Förderung internationaler Personalmobilität.

Haftungsklausel
"Dieses Projekt wurde mit Unterstützung der Europäischen Kommission finanziert. Die Verantwortung für den Inhalt dieser Veröffentlichung [Mitteilung] trägt allein der Verfasser; die Kommission haftet nicht für die weitere Verwendung der darin enthaltenen Angaben."