Zwei Projekte von Studierenden und Alumni der Filmuniversität wurden bei der siebten Ausgabe der War on Screen Fabrique ausgezeichnet. Die beiden Teams erhielten den „WOS Fabrique Award“, der die Realisierung ihrer Kurzfilmprojekte unterstützt. Zuvor wurden insgesamt drei Filmuni-Projekte zur Teilnahme am Programm eingeladen.
Der Kurzfilm CANS von den Studierenden Anastasiia Lukova und Antoine Freuchet (Produktion: Robin Keanu Stumm) erzählt von einer jungen Frau und ihrer Großmutter, die in einem surrealen Keller Schutz vor Drohnen suchen. Während benachbarte Schutzräume explodieren, ringen beide mit der Frage, ob sich der Kampf für kommende Generationen lohnt.
BAREFOOT von Filmuni-Alumni Dyaa Naim (Regie und Buch) und Roshak Ahmad (Produzentin) zeigt den Alltag in der zerstörten syrischen Stadt Suwaida. Der 54-jährige Murad versucht verzweifelt, ein Paar Schuhe gegen ein Stück Fleisch einzutauschen. Die Schuhe gehören Adel, einem ehemaligen Oberst und überzeugten Loyalisten, der über diesen Ausdruck des gesellschaftlichen Zusammenbruchs empört ist.
Die War on Screen Fabrique begleitet seit 2019 junge europäische Filmschaffende bei der Entwicklung fiktionaler Stoffe, die sich mit der Darstellung von Krieg und Konflikten auseinandersetzen. Im aktuellen Auswahlverfahren wurden elf Projekte zu Schreibresidenzen eingeladen, aus denen eine internationale Jury fünf Kurzfilmprojekte besonders förderte. Die vergebenen Preise in Höhe von 13.000 bis 18.000 Euro dienen als Anschubfinanzierung und werden durch weitere Förderungen europäischer Partner ergänzt. In den kommenden Monaten sichern die Teams die restliche Finanzierung. Die fertigen Filme werden beim War on Screen Festival 2027 erstmals präsentiert.

