Forschung & Transfer

Filmuniversität Babelsberg auf der Hamburg Open 2026

Das CX Studio, Studierende und das Social Impact Startup „Frahm Sisters“ präsentieren sich und aktuelle Projekte in einer eigenen Masterclass und auf einem Gemeinschaftsstand.

Mit einem eigenen Workshop war die Filmuniversität Babelsberg erneut auf der diesjährigen Hamburg Open vertreten. In der gut besuchten Masterclass „KI-Projekte und Start-Ups der Filmuniversität Babelsberg – Generative KI und Produktionsmanagement“ präsentierten Studierende, Forschende und Ausgründungen der Hochschule aktuelle Arbeiten und innovative Ansätze aus Forschung, Lehre und Praxis. Darüber hinaus war die Filmuniversität auf einem Gemeinschaftsstand gemeinsam mit der HAW Hamburg, der Hochschule Emden/Leer sowie dem nextReality.Hamburg e.V. präsent und stand dort für Gespräche und Austausch zur Verfügung.

Die Gründer*innen von Frahm Sisters Solution stellten mit SONAR eine datenbasierte SAAS-Lösung vor, die darauf abzielt, Produktionsprozesse in der Filmbranche gezielt zu analysieren und zu optimieren. SONAR erkennt nach dem Prinzip eines Echolots frühzeitig Risiken, Stressfaktoren und Engpässe in allen Phasen einer Produktion und schlägt datenbasierte Steuerungsoptionen vor – von der Planung über den Dreh bis zur Postproduktion. Ziel ist es, Produktionsabläufe wirtschaftlich stabiler, sozial nachhaltiger und kreativer zu machen, Arbeitsbedingungen zu verbessern und sowohl Filmschaffenden als auch Förderern und Auftraggebern bessere Rahmenbedingungen zu bieten.

Moritz Huson gab spannende Einblicke in die Arbeit mit konversationeller KI, unter anderem in der interaktiven Kunstinstallation „Irrlicht“. Adam Streicher zeigte zudem KI-gestützte Workflows zur Überführung von Live-Action-Material in räumliche VR-Welten am Beispiel der VR-Oper „Der fliegende Holländer“ (AT).

Ein weiterer Programmpunkt war das Projekt „Digital Revival“, das vom CX Studio der Filmuniversität Babelsberg in Kooperation mit dem Filmmuseum Potsdam und der botspot 3D Scan GmbH durchgeführt wurde. Ziel war es, ausgewählte historische Kostüme aus den Archiven des Filmmuseums digital neu zum Leben zu erwecken. Dabei wurden kuratorische Expertise, hochauflösende Photogrammetrie sowie KI-gestützte 3D-Workflows miteinander kombiniert – aufbauend auf Forschung aus dem Horizon-Europe-Projekt IMPULSE.

Die Präsentationen stießen auf großes Interesse beim Fachpublikum und boten zahlreiche Anknüpfungspunkte für Gespräche und neue Kontakte zur Branche. Die Hamburg Open erwies sich damit erneut als gute Plattform für Austausch, Vernetzung und Sichtbarkeit der Filmuniversität Babelsberg.