Anna Friedrich, Masterstudentin der Dokumentarfilmregie an unserer Universität, präsentiert mit LICHTER DER STRAßE einen eindringlichen Dokumentarfilm über seminomadisch lebende Frauen in Deutschland. Der Film feierte seine Premiere im deutschen Wettbewerb der renommierten DOK Leipzig 2024 und wird seine Festivallaufbahn beim Achtung Berlin Festival 2025 fortsetzen.
LICHTER DER STRAßE begleitet vier Frauen auf ihren unterschiedlichen Wegen des Unterwegssein: Magdalena, eine Wandergesellin nach vier Jahren auf Wanderschaft; Johanna, eine Aktivistin im umgebauten LKW; sowie Elvira, eine ehemalige Hochseilartistin, und ihre Enkelin Ghislaine aus der jenischen Gemeinschaft. Der Film stellt die zentrale Frage, wo nomadische Menschen in Deutschland Geborgenheit finden können.
Mit poetischen Reflexionen zeichnet Friedrich ein Bild von Wandernden, das dem öffentlichen Bewusstsein weitgehend unbekannt ist. Besonders die jenischen Frauen treten erstmalig vor die Kamera und machen ihren politischen Kampf um Anerkennung sichtbar. Der Film erkundet, ob ein "Leben im Unterwegssein" mit minimalem Besitz ein Modell für unsere Zukunft bieten kann.
Anna Friedrich, die sich seit 2009 in verschiedenen Kunst-, Musik- und Kulturkollektiven engagiert, studierte zuvor Arabistik und Islamwissenschaft in Leipzig mit Aufenthalten in Ägypten und Schweden. Ihre dokumentarische Arbeit konzentriert sich auf marginalisierte Perspektiven und die Verbindungen zwischen sozialen und geografischen Räumen.
Wir gratulieren Anna Friedrich zu diesem beeindruckenden Debüt und wünschen LICHTER DER STRAßE eine erfolgreiche weitere Festivallaufbahn!

