Fragmente der Freiheit

Ein multimediales Forschungs- und Ausstellungsprojekt beleuchtet die existenzielle Zwangslage von Frauen, die zwischen kultureller Tradition und persönlicher Freiheit gefangen sind. Dabei wird ein immersiver Raum entwickelt, der Musik, Fotografie, Film und Interviews verbindet, um die Realität und Folgen von weiblicher Genitalverstümmelung (FGM/C) sichtbar zu machen.

Project start:
2024
Project completion:
2025
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© Céline Fournier

Im Zentrum steht eine künstlerisch-dokumentarische Auseinandersetzung mit FGM/C, transgenerationalen Erfahrungen und den sozialen Dynamiken in der senegalesischen Community zwischen Deutschland und Senegal. Die Produktion umfasst dokumentarische Foto- und Filmaufnahmen, Interviews mit Frauen- und Communitygruppen sowie die Entwicklung einer immersiven Ausstellung aus Musik, Fotografie, Film, Interviews und Soundscapes.

Das szenografische Konzept übersetzt die Spannung zwischen kultureller Verwurzelung und Freiheitsdrang in räumliche Erfahrungen aus Enge und Weite, Licht und Dunkelheit, Nähe und Distanz. Die Ausstellung untersucht, wie Regie und Szenografie gemeinsam Perspektivwechsel ermöglichen können: Frauen kommentieren ihre eigenen Bilder, atmosphärische Soundscapes eröffnen Zugänge zu unsichtbaren Praktiken, und fragmentarische Erzählstrukturen spiegeln die komplexe, oft verborgene soziale Dynamik wider. Das Projekt basiert auf einem iterativen Prozess aus Gesprächen mit Betroffenen, Expertinnen und Aktivistinnen, Recherchen zu senegalesischen Bildtraditionen sowie experimentellen, multimedialen Produktionsphasen.

Projektleitung: Leah Meinhof, Kaya Kunert

Kontakt: le.meinhof(at)gmail.com