Lukas Stopczynski

Lukas Stopczynski ist Architekt und Künstler mit Sitz in Berlin. Er studierte an der FH Münster (Fachbereich Design), der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart und der Akademie der bildenden Künste Wien. Seine Masterarbeit in Stuttgart initiierte eine langfristige künstlerische Auseinandersetzung mit Paranoia als architektonischer und räumlicher Bedingung, die zu einem postgradualen Stipendium unter dem spekulativen Titel „Leerstuhl für angewandten Wahnsinn" führte.
Stopczynskis Praxis erforscht nichtlineare narrative Skulpturen und räumliche Situationen, die zwischen sozialer Inszenierung, Fiktion und materieller Intervention oszillieren. Er hat in Institutionen wie dem Kronika Center for Contemporary Art (Bytom, Polen), Établissement d'en Face (Brüssel, Belgien), dem Weserburg Museum für moderne Kunst (Bremen), den Wiener Festwochen und dem Museum für angewandte Kunst (MAK) in Wien ausgestellt, sowie in verschiedenen unabhängigen Projektkontexten. Er hat international gelehrt und Vorträge gehalten und entwickelt pädagogische Ansätze, die szenografisches Worldbuilding, spekulative Raumdramaturgie und objektbasierte Erkundung miteinander verweben.
Stopczynski erhielt Auszeichnungen unter anderem von der Hugo Wolf Akademie und CDC4. Gemeinsam mit Christoph Meier, Ute Müller und Robert Schwarz realisierte er die iterativen Bar-Projekte Los Bar, Strookoffer und Lax Bar — temporäre Neuinterpretationen von Adolf Loos' ikonischer American Bar, inszeniert in Los Angeles, Brüssel und Wien als räumlich-soziale Skulpturen. Ihr jüngstes gemeinsames Bar-Projekt CHEZ NOUS setzt diese Erkundung fort, indem es die Bar in eine ortsunabhängige Intervention verwandelt.
Im Rahmen seiner Forschungsarbeit an der Filmuniversität untersucht Stopczynski die Verbindungen von räumlicher Choreografie, spekulativer Dramaturgie und materialbasierter Praxis.
