Workshopreihe zur Erschließung, Digitalisierung und Bereitstellung kleiner Filmsammlungen

Datum / Dauer:
04.05. – 06.10.2026
Zeit:
13:00 – 20:00
Ort:
Online-Veranstaltung

Forschungs-, Lehr und Unterrichtsfilme unterscheiden sich in ihrem Herstellungsprozess vom bekannten Spielfilm, der für die Leinwand oder das Fernsehen produziert wurde. So ist beispielsweise die Rechtklärung für DEFA-Spielfilme ausgearbeitet und je nach Anwendungsgebiet (Kino oder Forschung) weitestgehend diskutiert. 

Eine Lücke – und damit eine Herausforderung in der Verwaltung und Bereitstellung – stellen kleinere Filmbestände, die nicht für die große Leinwand oder das Fernsehen produziert wurden dar: Forschungs-, Lehr- und Unterrichtsfilme sowie Studierendenfilme von Hochschulen. Diese meist kleineren Filmsammlungen ruhen oftmals in verschlossenen Räumen. Zum einen aufgrund bislang fehlenden Interesses zum anderen aber, weil die rechtliche Klärung nicht unkompliziert ist. Diese Filmsammlungen rücken zunehmend in den Fokus, da sie Zeitzeugnisse sind und über den eigentlichen Film hinaus Aufklärung zu Gesellschaft, Forschung und Lehre geben können. 

Die Bewahrung und Bereitstellung dieser Bestände stellen Bibliotheken, wissenschaftliche Sammlungen oder ähnliche Institutionen mit oftmals kleiner Infrastruktur vor viele Herausforderungen. 

Mit drei Workshops des Projektes Res4Film und der Filmsammlung Charité sollen diese Herausforderungen beider Bestandserschließung, Katalogisierung, rechtlichen Klärung und anschließender Bereitstellung gemeinsam erörtert und Lösungsvorschläge diskutiert werden

 

Workshop 2: Filme Erschließung: Metadaten, Standards und Katalogisierungspraxis

  • 4. Mai, 13 bis 18 Uhr
  • hybrid (an der Filmuniversität Babelsberg KONRAD WOLF, Marlene-Dietrich-Allee 11
    14482 Potsdam, Raum 6001 & online über Zoom)
  • Anmeldung bis 28. April hier
  • Bei Fragen melden Sie sich gerne bei Myriam Musolff (m.musolff(at)filmuniversitaet.de).

Im Rahmen dieser Veranstaltung werden anhand von Erfahrungsberichten zur Katalogisierung von Filmwerken aus renommierten Einrichtungen bestehende Richtlinien, wie das FIAF-Handbuch, auf ihre Praktikabilität und Anwendbarkeit in den jeweiligen Häusern hin untersucht. In gemeinsamen Diskussionen werden die für Zugriffsbeschränkungen und Rechteklärung notwendigen Metadaten identifiziert und präzise definiert. Außerdem soll diskutiert werden, wie mit unsicheren Metadatenprovenienzen aus vielfältigen Informationsquellen (Ab- und Vorspann, Karteikarten oder sonstiges Zusatzmaterial) umgegangen werden kann. Braucht es eine Art historisch-kritischen Katalog für ältere Filmwerke?

Ziel ist es, die erarbeiteten Kriterien für die Erschließung der beiden Filmsammlungen Charité-Filmstudio der Sammlung Medical Humanities sowie der Universitätsbibliothek der Filmuniversität Babelsberg KONRAD WOLF nutzbar zu machen.

Programm

  • 13:00 - 13:30 Begrüßung
  • 13:30 - 14:00 Dr. Adelheid Heftberger (Referatsleiterin AV 1/Abteilung Audiovisuelle Medien des Bundesarchivs)
  • 14:00 - 14:30 David Kleingers und N.N. (Deutsches Filminstitut & Filmmuseum, DFF)
  • Kaffeepause
  • 14:45 - 15:15 Carolin Pommert (Institut für Geschichte der Medizin und Ethik in der Medizin, Charité – Universitätsmedizin Berlin): 
    Work in Progress - Erschließung der Charité-Filmsammlung
  • 15:15 - 15:45 Katja Krause und Myriam Musolff (Universitätsbibliothek der Filmuniversität Babelsberg KONRAD WOLF)
  • Ggf. Kaffeepause
  • 16:00 – max. 18 Uhr Raum für Austausch und Diskussion
     

Workshop 3: Nachhaltige Nutzung sichern: Leitfadenarbeit und Aufbau eines Forschungsnetzwerks

  • 05. Oktober 2026 12 - 18 Uhr
    Institut für Geschichte der Medizin und Ethik in der Medizin Charité – Universitätsmedizin Berlin, 
    Thielallee 71, 14195 Berlin
  • 06. Oktober 2026 9 bis 17 Uhr
    Filmuniversität Babelsberg KONRAD WOLF, Kino 1101 
    Marlene-Dietrich-Allee 11, 14482 Potsdam
  • Anmeldung und Fragen: carolin.pommert@charite.de

Die dritte Veranstaltung legt den Fokus auf die rechtlichen Rahmenbedingungen für den Umgang mit DDR-(populär-)wissenschaftlichen Filmen sowie Hochschulfilmen aus verschiedenen Produktionskontexten, darunter die DEFA-Studios, Hochschulfilmstudios sowie Studierendenproduktionen. Ziel der Veranstaltung ist es, die bestmögliche Nutzbarkeit dieser Filme für Forschung und Lehre und Leinwand zu gewährleisten. Hierzu sollen die Grundlagen für einen zu erarbeitenden Leitfaden gemeinsam diskutiert und definiert werden. Im Anschluss findet ein Netzwerktreffen statt, das dem fachlichen Austausch sowie der Planung einer gemeinsamen Erforschung der DDR-(Lehr)filmsammlungen über den Projektabschluss hinaus dient. 

Wir freuen uns über Ihre Beiträge. Bitte schreiben Sie uns bei Interesse bis zum 10. Mai 2026 an carolin.pommert@charite.de.

Genauere Informationen zur Teilnahme und dem Programm folgen im August 2026.

 

*Sowohl die Bibliothek der Filmuniversität Babelsberg als auch die Bibliothek & Sammlung Medical Humanities der Charité sind Teil des DFG-LIS-Pilotprojekts „Digitalisierung (noch) rechtebewehrter Objekte“. Im Rahmen dieses Programms verfolgen das Projekt Res4Film der Filmuniversität Babelsberg sowie das Projekt Die Filmsammlung des Charité-Filmstudios das gemeinsame Ziel, die jeweiligen Filmsammlungen für Forschung, Lehre und eine interessierte Öffentlichkeit zugänglich zu machen. In diesem Rahmen planen wir gemeinsam mehrere Workshops.

 

Vergangene Workshops

Workshop 1: Rechtsfragen der Filmbereitstellung – Nutzung, Recherche und Screeningpraxis

  • 25. März, 12-18 Uhr und 26. März 2026, 9-13 Uhr
  • Institut für Geschichte der Medizin und Ethik in der Medizin Charité – Universitätsmedizin Berlin, Thielallee 71, 14195 Berlin 
    & online
  • Detaillierte Ablauf dieses Workshops in PDF.

An zwei Tagen werden anhand kurzer Impulsvorträge juristische Faktoren und Archivrecht und praktische Perspektiven der Sammlungsverwaltung gemeinsam diskutiert. Ergänzt werden diese Aspekte durch Notwendigkeiten und Praktikabilität von Wissenschaftler:innen und Lichtspieltheatern, die in ihrer täglichen Arbeit auf die Erschließung und Bereitstellung der sammelnden Einrichtungen angewiesen sind.

Wir laden Wissenschaftler:innen, Archivar:innen und Bibliothekar:innen ausdrücklich ein, aus ihrer täglichen Arbeits- und Forschungspraxis zu berichten und ihre Erfahrungen bei der Recherche und Bereitstellung von Filmen zu teilen. Welche Herausforderungen und Hindernisse treten auf? Was funktioniert gut, was weniger? Welche Faktoren für Screenings und Publikationen wurden bislang noch nicht ausreichend berücksichtigt und sollten künftig mit einbezogen werden?

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