Ulrike Ottinger eröffnet den Babelsberger Salon

Die Regisseurin präsentiert ihren Film "Freak Orlando" (D 1981)

Datum / Dauer:
03. Mai - 12. Juni 2018
Zeit:
17:00 - 09:10
Ort:
Filmuniversität Babelsberg KONRAD WOLF
Marlene-Dietrich-Allee 11
14482 Potsdam
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Sideshow. Kontext: Freak Orlando, Berlin, 1981 © Ulrike Ottinger

Die Malerin, Autorin, Fotografin und Regisseurin für Theater und Film, Ulrike Ottinger eröffnet mit ihrem Film "Freak Orlando" den Babelsberger Salon 1. Symposium Gender - Forschung - Film am 3.Mai 2018 um 17 Uhr an der Filmuniversität Babelsberg.

Freak Orlando. Eine künstlerische Gesamtkonzeption.
Mit Magdalena Montezuma, Delphine Seyrig u.v.a.
Deutschland 1981, 126 Min 

Ulrike Ottingers Spiel- und Dokumentarfilme sind künstlerische Forschungsreisen zum Fremden und Entwürfe des Utopischen. „Bei Freak Orlando geht es um alles, das sich nicht innerhalb der Norm bewegt. Das Verhältnis zwischen Minoritäten und Majoritäten, zwischen Randgruppen oder solchen, die dazu gemacht werden, spielt ebenfalls eine wesentliche Rolle“, so beschreibt sie selbst ihren Film.

"Ottinger schreibt ihre Drehbücher selbst, sie führt Kamera und hat viele ihrer Filme selbst produziert – sie ist also im umfassenden Sinne die Autorin ihrer Filmwerke. Als solche verbirgt sie sich nicht hinter ihren Figuren, sondern wird als Erzählerin stets sichtbar. So verweist bereits der Untertitel zu Freak Orlando, „Kleines Welttheater in fünf Episoden, erzählt von Ulrike Ottinger“, auf ihre subjektive Perspektive. Häufig liegt das Stationendrama ihrer Erzählform zugrunde, die lose Aneinanderreihung gleichwertiger Szenen. Was auf den ersten Blick als lineare Struktur erscheint, nimmt bei Ottinger jedoch die Gestalt eines Mäanders an. Der Mäander, eine geschwungene Linie, bildet das Leben ab, so wie es sich uns Stück für Stück erschliesst.“ Kristina Jaspers: Mäanderndes Erzählen. Bilderwelten der Ulrike Ottinger. In: Ulrike Ottinger. Hg.v. Ingvild Goetz u.a. (Katalog Sammlung Goetz, München), Hatje Cantz Verlag, Ostfildern 2012, S.140

Nach der Präsentation des Films - er wird als 35 mm Kopie vorgeführt - spricht die Regisseurin über ihre Filmarbeit. Das Originaldrehbuch, ein Forschungsalbum, bringt sie mit. 

Die Veranstaltung ist eine Kooperation des IKF Institut für künstlerische Forschung und der Gleichstellungsbeauftragten der Filmuniversität KONRAD WOLF.