IKF-News

Der Förderpreis für künstlerische Forschung geht an ...

Am 8.12.2020 hat das Institut für künstlerische Forschung (IKF) der Filmuniversität den von der Präsidentin ausgelobten Förderpreis für künstlerische Forschung vergeben. Der Preis fördert seit 2015 experimentelle und innovative Vorhaben von Studierenden, Promovend*innen und akademischen Mitarbeiter*innen.

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Preisträger*innen und ihre geförderten Projekte 2020 sind:

Anne Isensee erforscht, in Kooperation mit den Theaterwissenchaftler*innen Thekla Neuß und Halvard Schommartz, in ihrem Projekt Cinæsthesie. Translation Animation  Übersetzungen des animierten Bewegtbildes in andere Wahrnehmungsmodi. Auf der Suche nach Wegen, unseren Weltzugang neu zwischen den Sinnen aufzuteilen, entstehen neue gemeinsame Wahrnehmungsräume.

In Ein Königreich hinter Gottes Schulter  erschafft der Regiestudent Massih Parsaei einen Raum des Austausches über Malerei, Fotografie und Film für und mit Kindern in einem ungarischen Roma-Dorf. In Workshops untersucht er dabei sowohl die Außenperspektive wie den kindlichen Blick.

Felix Römer aus dem Master Filmmusik erprobt in seinem Projekt L’Orgue génératif  einen zeitgenössischen Einsatz des Instruments „Kino-Orgel“ für zeitgenössisches Bildmaterial und schreibt dafür Musik, die Improvisation, Komposition und generative Kunst als gleichberechtigte Elemente zusammenführt.

Basierend auf theoretischen und philosophischen Untersuchungen zum Animismus und zum Weltbild der indigenen Buryat Bevölkerung (Mongolien) erprobt Alisi Telengut in ihrem Vorhaben Re-Animating Animism  Methoden wie Research-for-Creation und Creation-as-Research mit de-kolonialisierendem Ansatz.

Astra Zoldnere will mit ihrem partizipativen Dokumentarfilm Loving, Not Laughing  (als Teil ihres PhD Projektes: Representation of Seniors: Re-Performing Stereotypes about older People in german-speaking Fiction Films) einen kritischen Diskurs über die Darstellung von Sexualität im Alter anstossen. Astra Zoldenere: „Ich möchte älteren Menschen eine Stimme geben, um zu zeigen, dass Sexualität auch im späteren Leben ein vielschichtiger Prozess ist.“

 

Beim Online-Festakt am Dienstag, den 8.12.2020 zeigten Preisträger*innen des Vorjahres 2019 ihre Ergebnisse:

Michel Birn zeigt in der multimedialen Installation Ghosts of Berlin  die Stadt als Modell in Form einer sich selbst produzierenden Maschine, die sowohl Prinzipien des Zufalls unterliegt, als auch einer komplexen Gesetzmäßigkeit folgt.

Patrick Wallochny erkundet in seinem Film Asche an den Schuhen  Benutzeroberflächen (Surface), die bestimmte Prozesse vereinfacht darstellen, interpretieren, determinieren und als Vermittler fungieren, „während wir rein gar nichts wissen über die Prozesse, die dahinter stehen, jene also, die sich unter den Oberflächen abspielen.“

Knuth Möde entwickelt mit seinem Projekt Babel XR  einen Lösungsentwurf für ein VR gestütztes, interdisziplinäres Prävisualisierungssystem: Dafür entwickelt er u.a. eine Pipeline App, die Datenerfassung, VR-Umgebung und Datennutzung verbindet.

In der interaktiven Installation In Blau  von André Correia, Hyerim Lee, Justin Robinson, Angelina Urbanczyk werden  Text, Klang, Animation und Szenografie verbunden, um ästhetische Erfahrungsräume entstehen zu lassen, ein narratives Dispositiv.