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Save the Date: Masterclass Artistic Research

„Fabulation for Future“: Einladung zu einem kollektiven kritischen Überdenken der conditio humana im Rahmen eines internationalen Symposiums vom 14. bis 18. September

© Sarvenaz Zolfaghar  (öffnet Vergrößerung des Bildes)
© Sarvenaz Zolfaghar

Ökologischen Krise, Migrationswellen, das Erstarken der nationalen Politik und die soziale Spaltung fordern dazu auf, vorherrschende Systeme in Frage zu stellen. Zu einer zusätzlichen Erschütterung der wirtschaftlichen und soziokulturellen Ordnung führte die Corona-Pandemie. Gleichzeitig hat sie eine neue Art des menschlichen Miteinanders etabliert: Die audiovisuellen Medien sind zum wichtigsten Mittel des Austauschs und der Kommunikation geworden, dem oft einzig möglichen Tor zur Welt und zu unseren Mitmenschen. Gleichsam verändert das vermehrte Eintauchen in digitale Bild- und Klangwelten unser Verständnis von Wirklichkeit.

Wie können wir diesen aktuellen ethischen und ökologischen Herausforderungen mit künstlerischen und philosophischen Mitteln begegnen?

Die diesjährige Masterclass Artistic Research „Fabulation for Future“ lädt ein zu einem kollektiven kritischen Überdenken der conditio humana. Im Rahmen eines internationalen Symposiums mit dem Titel "Intraactivity: the Posthuman, Fabulation and Matter" werden sich 24 Teilnehmer*innen aus 18 Ländern zu einem fiktiven "Internationalen Komitee zur Rettung der Erde“ zusammenfinden. In 12 philosophischen oder künstlerischen Keynotes und 24 Präsentationen beleuchten sie die Rolle von Spekulation, Figuration und Fiktion (in Film, Literatur und Philosophie) für die Gestaltung sozialer und politischer Prozesse. Sie berichten über den Zustand des Anthropozäns, entwerfen eine spekulative Zukunft in ihrem jeweiligen Fachgebiet oder präsentieren philosophische und/oder künstlerische Ansätze, die sich mit der Verschränkung von Biosphäre, Ökosphäre und Technosphäre sowie zwischen Klimawandel und Corona-Pandemie auseinandersetzen. Gemeinsam soll der dominante Diskurs über Migration, Ökonomie, Klimawandel oder Ökologie auf den Prüfstand gestellt werden unter Einbeziehung unterschiedlicher Perspektiven und Ethiken.

Ziel ist, ein weltweites sympoietisches Netzwerk aus internationalen Filmemacher*innen, Medienkünstler*innen, Denker*innen, Kurator*innen sowie auch lokalen Aktivist*innen aufzubauen, die eine post-anthropozentrische Weltsicht für eine nachhaltige Zukunft auf dem Planeten Erde entwickeln, in der menschliche und nicht-menschliche Arten koexistieren. Gemeinsame künstlerische Aktionen, fabulative Konzepte, spekulative Erzählungen und audiovisuelle Projekte, die die kürzlich entstandenen digitalen Plattformen einbeziehen und herausfordern, sollen dabei die Basis sein und idealerweise ein halbes Jahr später im Rahmen einer Online-Ausstellung sowie einer späteren Präsentation im Filmmuseum Potsdam (abhängig von der Finanzierung) einem breiten Publikum zugänglich gemacht werden.

BESTÄTIGTE KEYNOTES

Marie-Luise Angerer (D, Universität Potsdam), Jean-Pierre Bekolo (CM, Yaoundé, Kamerun, Rosi Braidotti (I/AUS, Universität Utrecht), Prudence Gibson (AUS, UNSW Sydney), Gustáv Hámos/ Katja Pratschke (D/HU Berlin), Mara-Johanna Kölmel (UK, London/ Leuphana Universität Lüneburg), Marie-Eve Levasseur (CAN, Montreal), Madhuja Mukherjee (IN, Jadavpur University, Kolkata), Kika Nicolela (BR, São Paulo/ Brüssel), Christine Reeh-Peters (D, Filmuniversität Potsdam), Stefan Winter (D, Filmuniversität Potsdam / Witwatersrand-Universität Johannesburg)

 

Details zu Veranstaltungsablauf und Anmeldung finden Sie bald an dieser Stelle.

Kontakt

in Kooperation mit:

Institut für künstlerische Forschung (IKF) der Filmuniversität Babelsberg KONRAD WOLF