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MIND THE GAP – Herausforderungen an der Schnittstelle zwischen Studium und Beruf

Zum Start der neuen Reihe am 2. Juni, 16.00 Uhr, im Live-Stream sprechen Christian Schwochow, Andrea Hohnen und Michael Fetter Nathansky unter dem Titel „Wann, wenn nicht jetzt?“ über die Bedeutung der aktuellen Situation für junge Filmschaffende.

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Die Corona Krise konfrontiert uns - individuell und als Gesellschaft - mit einer nie dagewesenen Situation. Wir erleben neben den bedrohlichen Auswirkungen der Pandemie auch eine unfassbare Vielfalt an Ideen, Visionen, Experimenten. Plötzlich scheint es möglich, Fragen grundsätzlich neu zu stellen, Selbstverständliches mit anderen Augen zu betrachten, erprobte Handlungsmuster und Abläufe zu hinterfragen. Können wir dieses Potential nutzen, um die künftige Situation des filmischen Nachwuchses konkret zu verändern? Mit der neuen Reihe „MIND THE GAP“ will die Filmuniversität Babelsberg in Gesprächen und Begegnungen die Schnittstelle zwischen Studium und Beruf ausloten - insbesondere Möglichkeiten, die aus der aktuellen Situation erwachsen könnten.

Wann, wenn nicht jetzt? Unter diesem Titel startet die Reihe am 2. Juni um 16.00 Uhr im Live-Stream direkt aus dem Studio 2 der Filmuni. Zu Gast ist der Regisseur und Drehbuchautor Christian Schwochow. In den letzten Wochen hat er in einer Sonderreihe seines Podcasts „Close Up“ zur Corona-Krise zahlreiche Gespräche mit Kolleg*innen geführt. Kaum jemand kann im Moment wohl die Auswirkungen der Krise auf die Filmbranche so gut einschätzen wie er – aber eben auch die Chancen, die sich daraus ergeben könnten. In „Mind the Gap“ trifft er auf die ehemalige künstlerische Leiterin von FIRST STEPS, Andrea Hohnen,  und den Regisseur und Master-Student der Filmuniversität Michael Fetter Nathansky. Wir freuen uns sehr, dass sie ihre Erfahrungen und Ideen miteinander und dem interessierten Publikum darüber austauschen, wie man erfolgreich den Schritt von der Filmhochschule in die Branche macht und Entscheider*innen von den eigenen Ideen überzeugen kann, bei

MIND THE GAP
Folge 1: Wann, wenn nicht jetzt?
am 2. Juni 2020, 16.00 – 16.50 Uhr
im Live-Stream unter
https://youtu.be/uIluYaHmbKo


Christian Schwochow wurde 1978 auf Rügen geboren und gilt heute als einer der wichtigsten deutschen Film- und Fernsehregisseure. Seinen Berufsweg begann er nach dem Abitur (1998) als Autor, Sprecher und Reporter für verschiedene Rundfunkanstalten. Sein Studium an der Filmakademie Baden-Württemberg schloss er 2008 mit dem prominent besetzten Spielfilm „Novemberkind“ ab. Inzwischen wurden seine Arbeiten mit einer Vielzahl an Preisen ausgezeichnet. U.a. erhielt er für seine Regiearbeit am TV-Zweiteiler Der Turm (2012) den ersten Grimme Preis, weitere sollten folgen für „Bornholmer Straße“ und „NSU: Die Täter – Heute ist nicht alle Tage“. Zuletzt für die 6-teilige ZDF-Serie „Bad Banks“, für die er 2019 auch mit  dem Bayerischen und  dem Deutschen Fernsehpreis geehrt wurde. Neben seiner Arbeit als Film- und Fernsehregisseur hat er auch Stücke am Deutschen Theater Berlin inszeniert. Er ist Mitglied der Deutschen und der Europäischen Filmakademie sowie der Deutschen Akademie der Darstellenden Künste. Als erster nicht-britischer Regisseur inszenierte er zwei Episoden der Netflix Serie „The Crown”. Zuletzt war seine Neuverfilmung des Romans „Deutschstunde“ von Siegfried Lenz in den Kinos zu sehen.

Die gebürtige Bonnerin Andrea Hohnen studierte Musik in Florenz und Stuttgart sowie Theater-, Film- und Fernsehwissenschaften in Berlin. Sie arbeitete u.a. für die Akademie der Künste Berlin, die Deutsche Film- und Fernsehakademie Berlin sowie die Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig. Ab 1998 engagierte sie sich in Sachen Programmauswahl für Filmfestivals, bis 2001 war sie Programmleiterin der Kurz- und Spielfilmwettbewerbe des Europäischen Filmfests Ludwigsburg/Stuttgart und arbeitete in Auswahlgremien und Jurys. Von 2000 bis 2019 leitete sie den Deutschen Nachwuchspreis FIRST STEPS und gestaltete dessen Gesamtkonzeption und -umsetzung. 2019 erhielt sie den FIRST STEPS Ehrenpreis.

Michael Fetter Nathansky, geboren 1993 in Köln und aufgewachsen in Deutschland und Spanien, studierte von 2013 bis 2020 an der Filmuniversität Babelsberg Filmregie. Sein Bachelor-Abschlussfilm "Gabi", ausgezeichnet mit dem Prädikat besonders wertvoll, feierte seine Premiere auf der Berlinale und gewann 2017 den Deutschen Kurzfilmpreis. 2018 gründete er gemeinsam mit Virginia Martin und Anna-Sophie Philippi die Produktionsfirma Contando Films. Mit seinem Master-Abschlussfilm "Sag du es mir" wurde er 2019 für den FIRST STEPS Award nominiert und gewann den Filmkunstpreis des Festival des deutschen Films in Ludwigshafen. Der Film soll im Herbst 2020 in die deutschen Kinos kommen.