Filmuni-News

FIRST STEPS AWARDS 2021 – Sechs Nominierungen in fünf Kategorien für die Filmuni

Der Deutsche Nachwuchspreis FIRST STEPS wird seit 2000 jährlich an Student*innen der Filmschulen in den deutschsprachigen Ländern vergeben.

Nun steht fest, wer bei der Verleihung am 21. Juni 2021 im Berliner Holzmarkt am Spreeufer ins Rennen um die renommierteste Auszeichnung für Abschlussfilme geht und dafür bereits ein Preisgeld von 1.000 Euro erhält. DIe Jurys haben aus insgesamt 220 Einreichungen 28 junge Filmschaffende in neun Kategorien für die Verleihung des Nachwuchspreises  nominiert, darunter sechs Projekte der Filmuniversität (zur Pressemitteilung geht es hier).

In der Kategorie „Kurz- und Animationsfilm“ wurde HAVE A NICE DOG! in der Regie von Jalal Maghout nominiert. Er erzählt die Geschichte eines Mannes, der in seinem einsamen Apartment in Damaskus den Krieg erlebt und verzweifelt auf eine Chance hofft, das Land zu verlassen. In seiner Isolation verliert er sich immer mehr in andauernden Fluchtfantasien und Selbstgesprächen. Einzig sein Hund Baroud bietet ihm noch stumme Ansprache. Doch scheint auch dessen Verhalten lediglich ein Spiegel des Seelenlebens seines Herrchens.

Ebenfalls in dieser Kategorie startet DEAR TO ME in der Regie von Monica Vanesa Tedja. Ihr Masterabschlussfilm handelt von dem 27-jährigen Indonesier Tim, der mit seinen Eltern einen Familienurlaub auf einer abgelegenen Insel fernab der Stadt macht. Dort wird er mit dem Mythos eines wiedergeborenen Hirschs konfrontiert. Doch seine Hoffnung auf dessen Anblick - ein Zeichen für die Begegnung mit seinem Seelenverwandten - muss Tim vor seinen sehr frommen christlichen Eltern verbergen.

Für seine Kameraführung in diesem Film geht Jonas Römmig ins Rennen um den „Michael-Ballhaus-Preis“ für Kamerabsolvent*innen.

Oliver Rieche erhielt eine Nominierung in der „Kategorie Drehbuch“ für sein Master-Abschlussprojekt, das Spielfilm-Drehbuch BAD REPUTATION. Das Roadmovie erzählt die Coming of Age-Geschichte einer jungen werdenden Mutter aus prekären Verhältnissen, die für den Traum von einer eigenen kleinen Familie mit ihrem kleinkriminellen Freund alles riskiert, um bald zu erfahren, dass sie vom Schicksal längst verraten wurde.

Auf den „No-Fear-Award“ für Nachwuchsproduzenten darf Stephan Bernardes hoffen. Nominiert wurde er für  STOLLEN, einer filmischen Spurensuche und Bestandsaufnahme der erzgebirgischen Lebenswirklichkeit im Jahr 2019. Ist Tradition die höchste Ehre oder das größte Unglück? Darüber streitet man im Dorf Pöhla und bewegt sich dabei zwischen lebendigen Bergbaubräuchen und neuer touristischer Identität.

Für den „Götz-George-Nachwuchspreis“, der auf noch weitgehend unbekannte Nachwuchstalente aufmerksam machen und sie zu Beginn ihrer beruflichen Laufbahn nachhaltig unterstützen soll, darf sich Barbara Colceriu für ihre Rolle im Filmuni-Film LIEBE, PFLICHT & HOFFNUNG freuen. In der Adaption von Ödön von Horváths Theaterstück „Glaube Liebe Hoffnung spielt sie die Supermarktkassiererin Elisabeth Gramm, die aufgrund einer gescheiterten Gesangskarriere in finanziellen Nöten steckt. Ihr wurde gekündigt, weil sie einen gefundenen Pfandbon eingelöst hat, und nun droht ihr obendrein die Zwangsräumung. Die Anstellung bei einem Spätkauf und eine Affäre mit dem Gerichtsvollzieher geben ihr neue Hoffnung.

Wir gratulieren zu den Nominierungen und drücken die Daumen!