Nachhaltigkeit

Die Filmuniversität bekennt sich zum Prinzip der Nachhaltigkeit. Gemeinsam und im Sinne einer „lernenden Organisation“ wollen wir Strukturen und Prozesse dergestalt weiterentwickeln, dass eine Kultur der Nachhaltigkeit in Studium und Lehre, in Forschung und Transfer sowie im Campusalltag und -betrieb etabliert wird. Dabei umfasst unser Nachhaltigkeitsverständnis nicht nur die mit dem Begriff unmittelbar verbundenen Themengebiete wie Klimaschutz, Ökologie und ressourcenschonende Verfahren, sondern auch soziokulturelle Aspekte wie gesellschaftliche und politische Partizipation, Selbstbestimmung oder Solidarität.

Lehre

Ziel ist es Studierende zur langfristigen und dauerhaften Aneignung fachlicher, künstlerischer und wissenschaftlicher Kenntnisse, Fähigkeiten und Haltungen anzuregen und sie zur kooperativen und interdisziplinären Bewältigung noch unbekannter Herausforderungen zu befähigen. Dabei gilt es ihr Interesse an neuen Erkenntnissen und Erfahrungen ebenso anhaltend zu stärken wie die kritische (Selbst-)Reflexion.  Neben fachbezogenen Lehrinhalten soll das Studium auch dazu beitragen, ökologische, soziale, kulturelle, ökonomische und politische Herausforderungen der Gegenwart und der Zukunft zu erkennen, zu analysieren und bewerten zu können.

Ein konkretes Beispiel ist der Workshop Green Producing, der im Rahmen der sehsüchteeinen Einblick in die ökologisch nachhaltige Filmproduktion.
Das Seminar umfasst drei Bereiche:
Einblick, Erfahrungen und Entwicklungen zu grüner Filmproduktion weltweit und in Deutschland
(Korina Gutsche, Workshopleitung, Autorin und Beraterin Sustainability / BLUECHILDFILM)
Best Practice. Grüner Drehpass und deutsche Filmproduktionen (Tesse Franck, Studentin der Leuphana Universität Lüneburg und Kurzspielfilm ‘Bye Bye“, präsentiert von Sophie Werche / Studentin der Filmuniversität Babelsberg)
Filmuniversität Babelsberg goes green… Ideen für eine Selbstverpflichtung, Checkliste, Leitfaden für grüne Studentenfilme (Studierende der Filmuniversität aus den Studiengängen Film- und Fernsehproduktion und Digitale Medienkultur unter der Leitung von Katrin Springer)

Campus

Die Filmuniversität strebt einen umweltschützenden, ressourceneffizienten, familien- und geschlechtergerechten, inklusiven, gesundheitsförderlichen und vielfältigen Campusbetrieb an. Dieser zeichnet sich durch ein harmonisches, faires und gleichberechtigtes Miteinander der Hochschulangehörigen, durch eine Orientierung an Prinzipien globaler Gerechtigkeit sowie durch einen zukunftsorientierten Umgang mit der Umwelt und ihren natürlichen Ressourcen aus.

Filmproduktion

Die Film- und Fernsehindustrie besitzt ein immenses CO2-Einsparpotential durch Green Production. Daher engagiert sich die Filmuniversität für das Thema nachhaltige Filmproduktion, z.B. geschah das im Rahmen der  "Green Film Initiative". Diese informierte, wie man Filme klimafreundlicher herstellen kann und vernetzte Filmschaffende, die Filme nachhaltiger produzieren wollen oder dies bereits tun mit Klimawissenschaftlern, Experten bestehender Initiativen und Aktivisten in den verschiedenen Gewerken. Inzwischen nehmen sich Produzenten, Filmförderungen und Medienpolitik verstärkt des Themas „grüne Filmproduktion“ an und setzen Anreize, damit Filmschaffende freiwillig nachhaltiger agieren. Wichtige Akteure der deutschen Filmbranche gehen bereits mit gutem Beispiel voran und zeigen, dass es möglich ist, effektiv und klimafreundlich ohne Kostenmehraufwand zu produzieren.

Auch die Stadt Potsdam will sich im Rahmen ihrer Bewerbung als UNESCO Creative City of Film verstärkt für mehr Nachhaltigkeit in Filmproduktion und Filmtourismus einsetzen. Auf Basis des vorhandenen Potsdamer Masterplans 100 % Klimaschutz soll unter Federführung der Filmuniversität in enger Kooperation mit dem Studio Babelsberg, dem Filmpark sowie weiterer Akteure ein Plan zur Realisierung einer klimaneutralen Filmproduktion und klimaneutraler filmtouristischer Angebote erstellt werden. Im Jahr 2023 soll ein Entwurf vorliegen und erste Maßnahmen daraus bereits angestoßen sein, z.B. in den Erfahrungsaustausch mit anderen Creative Cities of Film zu treten sowie über das Medienboard ökologische Filmproduktion zu fördern. Bei der Vermittlung von best practice an Filmproduzenten in Form von Leitfäden sowie Weiterbildungen kann Potsdam auf die Vorlesungen zum Thema „Grüne Filmproduktion“ an der Filmuniversität sowie den Green Film Guide der Berlin Brandenburg Film Commission aufbauen, der bereits jetzt auf filmbezogene ökologisch arbeitende Handwerksbetriebe in der Region verweist, um diese besonders zu fördern.

Weiterführende Links

We owe it to our children to make our industry the greenest in the world. It's a huge challenge, but well within our grasp if we work towards it step by step.

David Heyman, Producer der Harry-Potter-Filme

Ecomapping an der Filmuniversität

Am 3. April 2019 hat an der Filmuniversität Babelsberg KONRAD WOLF ein so genanntes „Ecomapping“ stattgefunden unter Leitung von Heike Mewes von Studierenden der Hochschule für Nachhaltige Entwicklung Eberswalde (HNEE). Auf unserem Weg zu einer ökologisch nachhaltigeren Hochschule sind die Ergebnisse dieser Kooperation zwischen Filmuniversität und HNE Eberswalde wichtige Impulsgeber für anstehende Prozesse und Maßnahmen.