Regie

Regieführende sind von der Konzeption bis zur letzten Abnahme in der Postproduktion an einem Film beteiligt. Sie begleiten einen Film auf seinem Weg bis zur Premiere und stehen schließlich auch öffentlich für das entstandene Werk ein. Die Regie trägt die künstlerische Verantwortung, hat damit aber auch die größte künstlerische Freiheit, dem Film die eigene Handschrift zu verleihen.

Das Studium im Masterstudiengang Regie kann entweder mit dem Studienschwerpunkt Dokumentarfilm oder mit dem Studienschwerpunkt Spielfilm absolviert werden. Die Wahl des Studienschwerpunktes erfolgt mit der Bewerbung und ist für das gesamte Studium bindend. Der Studiengang richtet sich an Studierende, die bereits über ein abgeschlossenes Studium im filmischen Bereich verfügen und filmische Arbeiten vorweisen können, die eine eigene künstlerische Handschrift erkennen lassen.

In der Zusammenarbeit mit Studierenden geht es mir darum, dass im spielerischen Umgang mit den ersten filmischen Arbeiten jeder Einzelne zu seinen eigenen Stärken und Vorlieben findet. Dieses Ziel wird am ehesten erreicht durch möglichst viel Ausprobieren in der Praxis. Konzepte entwickeln. Filmen. Machen. Scheitern. Weitermachen.

Stefan Schwietert Professor für Dokumentarfilmregie

Schwerpunkt Spielfilmregie

Das Masterstudium dient der Professionalisierung der regiehandwerklichen Kenntnisse der einzelnen Studierenden. Angeleitet von den Professor/innen der Filmuniversität und ergänzt durch fachspezifische Gäste aus der Filmbranche, werden die Fähigkeiten, dramaturgische, darstellerische, sprachliche, visuelle und musikalische Elemente zu einem filmischen Gesamtkunstwerk zusammenzufügen, weiter entwickelt.

Ein Schwerpunkt der ersten beiden Semester ist die Arbeit an den eigenen Stoffen. In regelmäßigen Abständen treffen sich die Studierenden dazu in kleinen Gruppen. Von der ersten Idee bis zum fertigen Film besteht so die Möglichkeit einer intensiven Auseinandersetzung mit den eigenen Stoffen in einem geschützten Rahmen. In praktischen Werkstätten, sowie der Herstellung eigner Übungsfilme erproben die Studierenden die vielfältigen Aspekte filmischen Handwerks und zeigen einen ästhetischen Formwillen in der Auseinandersetzung mit verschiedenen Filmgattungen. Sie werden mit den ökonomischen Aspekten der Filmherstellung konfrontiert und vertiefen die Fähigkeit, ein Team zu motivieren und zu leiten, um gemeinsam einen Film auf den Weg zu bringen.

Das Abschlussprojekt dient als künstlerische Positionierung und Visitenkarte für den Einstieg in die Branche. Das Masterstudium integriert außerdem im zweiten und dritten Studienjahr künstlerische Forschung in speziellen Lehrangeboten.

Schwerpunkt Dokumentarfilmregie

Der Schwerpunkt Dokumentarfilm im Masterstudiengang Regie versteht sich als Labor, in dem im Austausch mit Lehrenden und anderen Studierenden neue Formen des dokumentarischen Erzählens entwickelt und ausprobiert werden. Ein ernsthaftes Anliegen, für das aber auch Lust auf das Experiment und Spielfreude gefragt sind.

In einem intensiven Stoffentwicklungsprozess in großer Runde und zusätzlicher Einzelbetreuung finden die Studierenden den persönlichen Zugang zu "ihrem" Stoff. Für jedes Thema soll eine eigene, künstlerische Form der Umsetzung kreiert werden. Diese wird dann in Form eines (Kino)dokumentarfilmes, einer Webdoku oder eines anderen audiovisuellen Werkes realisiert. 

Während des Studiums erhalten die Studierenden die Möglichkeit, ihre Regiekenntnisse zu vertiefen. In theoretischen und praktischen Übungen kann Erlerntes angewandt und ausprobiert werden. Die Struktur der Filmuniversität erlaubt es, dafür auf höchstem Niveau in Teams mit Masterstudierenden aus den parallelen Studiengängen Produktion, Drehbuch, Kamera und Montage zusammen zu arbeiten.

Für die Finanzierung und Co-Produktion der Abschlussprojekte hilft die Filmuniversität den Studierenden die nötigen Kontakte zu den relevanten Produktionsfirmen, Filmförderungen und Fernsehanstalten im Raum Berlin - und dank der internationalen Vernetzung der Professor/innen - auch in den anderen Bundesländern, sowie Österreich und der Schweiz, zu knüpfen. 

 

Ansprechpartner: 

Stefan Schwietert, Professor für Dokumentarfilmregie

 

 

 

Die Absolvent*innen verlassen unsere Universität als eigenständige künstlerische Persönlichkeiten und haben die Grundlagen dafür erworben, sowohl im fiktionalen als auch im non-fiktionalen Bereich eigene Filme, Beiträge oder künstlerische Werke zu schaffen, aber auch als Auftragsregisseur*innen arbeiten zu können. Absolvent*innen der Regie konzipieren und realisieren Kinofilme, non-fiktionale und fiktionale Fernsehbeiträge und Serienformate oder Inhalte für Neue Medien. Einige arbeiten auch als Regisseur*innen am Theater.

Abschluss: Master of Fine Arts (M.F.A.)

Regelstudienzeit: 6 Semester (120 LP)

Studienbeginn: Wintersemester

Büro des Studiengangs