FAQ

1. Was bedeutet "digitale Medienkultur"?

Die digitale Medienkultur ist ein interdisziplinäres, also ein Einzelwissenschaften übergreifendes Forschungsfeld. Wir beschäftigen uns mit den Wechselbeziehungen zwischen digitalen Medien - also im Prinzip allem, was das Internet hergibt wie Websites, Online-Plattformen, Streaming-Dienste, Messenger-Systemen, Social Networks usw. - und Kultur, Gesellschaft sowie Kommunikation. Das ist ein sehr weites Feld. Der Schwerpunkt im Studienfach DMK liegt daher auf der medien- und kommunikationswissenschaftlichen Analyse und Erforschung digitaler Phänomene.

Was heißt das konkret? Wir befassen uns mit der Gestaltung, der Nutzung, Rezeption und Wirkung digitaler Medien bzw. ihrer Inhalte. Wir wollen beispielsweise wissen, warum ein Film Erfolg hat und ein anderer nicht, warum manche Serien uns gut unterhalten, uns andere berühren und wieder andere langweilen, wir wollen verstehen, wie Fankulturen rund um Games funktionieren und wie Journalist*innen auf Social-Media-Plattformen Wissen vermitteln. Wir wollen uns genauer anschauen, wie gute Geschichten funktionieren und wie Filme produziert werden.

Außerdem betrachten wir die allgemeinen Auswirkungen der Digitalisierung auf unsere Lebenswelt (das nennt man "Mediatisierung"), d.h. unseren Alltag, Gewohnheiten und Umgangsformen, kurz auf unsere Kultur. Um die Gegenwart zu verstehen, ist zudem der Blick in die Vergangenheit wichtig. Daher studieren wir auch die Entwicklung digitaler Medien im Kontext des Mediensystems (d.h. der wirtschaftlichen und politischen Bedingungen). Schließlich - dafür sind wir an einer Filmuniversität - spielt das Verständnis künstlerischer Gestaltung digitaler Medien eine große Rolle im Studium, und zwar sowohl von Seiten der Produktion als auch der Rezeption.

2. Warum digitale Medienkultur studieren?

Unser Alltag ist fast vollständig mediatisiert, d.h. wir sind ständig und überall von digitalen Medien umgeben und mit ihren Angeboten konfrontiert. Auch vor der Medienbranche hat die Digitalsierung nicht halt gemacht: Filme werden digital produziert, distribuiert (also vertrieben, z.B. über Kinos oder YouTube) und rezipiert (also im Kino, über den Fernseher oder das Handy angeschaut).

Genau hier setzt das Studium der Digitalen Medienkultur (DMK) an, indem es sich mit dem aktuellen Medienwandel befasst: Durch die Digitalisierung der Verbreitungswege und die Konvergenz der Aufnahme- und Endgeräte haben sich Umfang und Vielfalt des filmischen Angebotes in den letzten Jahren dramatisch vergrößert und Nutzungsgewohnheiten verändert. Denkt allein an das Angebot auf den verschiedenen Streaming-Plattformen, in den Mediatheken der TV-Sender, auf YouTube und Vimeo, aber auch im Kino und im herkömmlichen linearen Fernsehen. Ständig wird neuer Content veröffentlicht, der praktisch überall zur Verfügung steht. Neben audiovisuellen Angeboten boomt der Audiomarkt mit Musik-Streaming-Diensten, Podcasts und Hörbüchern. Das alles wirft spannende Fragen auf, denen wir uns im DMK-Studium widmen. So z.B. auch den Auswirkungen dieser Entwicklungen:

  • Wir sind ständig und überall mit anderen Menschen im Kontakt (wir sprechen von "permanently online, permanently connected" oder POPC). Das hat Folgen für das Miteinander - positive wie negative.
  • Streaming-Flatrates bieten die ständige Verfügbarkeit eines riesigen Angebotes medialer Inhalte - eine Art "all you can eat buffet". Das bringt Rezeptionsformen wie z.B. Binge-Watching hervor.
  • Mediale Inhalte (seien es Nachrichten, Filme oder Serien bzw. Musikgenres) werden per Algorithmus auf unsere Nutzungsgewohnheiten abgestimmt. Das führt dazu, dass wir auf unseren Geschmack und unsere Interessen zugeschnittene Angebote bekommen, aber häufig auch einfach "more of the same" vorgesetzt bekommen und seltener Neues erfahren (die sog. Filter Bubble).
  • Die dauerhafte Verfügbarkeit in Archiven (das sog. Long-Tail-Angebot) gibt Nischen-Content eine Chance, der früher im Fernsehen und Mainstream-Kino keine Chance gehabt hätte. Die Folge sind vielfältigere und inklusivere Filme und Serien, die auch kleine Zielgruppen ansprechen.
  • Alle Arten medialer Inhalte können mobil konsumiert werden, z.B. auf dem Handy oder dem Tablet. Die Folge sind Inhalte, die auch unterwegs auf kleinen Bildschirmen funktionieren und die für Nebenbeinutzung geeignet sind.
  • Wir sind nicht mehr nur Konsument*innen von Medieninhalten, sondern wir können als sog. Prosumer*innen auch selbst Inhalte schaffen (als YouTuber, Influencerinnen oder Fans) und damit aktiver Teil der digitalen Medienkultur werden.
  • Digitale Medien sind vielfach globale Phänomene, die auf ein internationales Publikum zugeschnitten sind. Zwar funktioniert auch der Tatort mit Lokalkolorit noch, aber weltweite Franchise-Systeme bestimmen den Markt. Das hat Auswirkungen auf die Inhalte und das Marketing, aber auch auf rechtliche Bestimmungen.

Alle diese Phänomene (und viele andere mehr) sind Thema im DMK-Studium: Auf Basis wissenschaftlicher Theorien und Erkenntnissen aus der Forschung beschreiben und analysieren wir sie und versuchen, sie im Kontext der umgebenden Kultur zu verstehen. Ziel ist, ein kritisches Verständnis der Medienkultur zu entwickeln und gleichermaßen Chancen wie Herausforderungen und vielleicht auch Gefahren zu erkennen, um den Wandel im Anschluss proaktiv mitgestalten zu können.

3. Was ist das Besondere am DMK-Studiengang der Filmuniversität?

Das wissenschaftliche BA-Studium Digitale Medienkultur (DMK) verbindet kultur-, medien- und kommunikationswissenschaftliche Ansätze mit Methoden der Medienforschung, um vielfältige aktuelle Fragestellungen zu beantworten. Ein paar Beispiele aus aktuellen Forschungsprojekten:

  • Wie funktioniert "Undoing Gender" im K-Pop?
  • Warum nehmen Menschen an Scripted-Reality-Show-Formaten als Kandidat*innen teil?
  • Wie gestalten sich parasoziale Beziehungen zu Podcast-Hosts?
  • Welches Potential hat VR in der Werbung?
  • Wie wirkt sich der "Bruch der vierten Wand" bei House of Cards oder Deadpool aus?
  • Welche Bedeutung haben Soziale Medien in der PR von humanitären NGOs?
  • Können facettenreiche Frauenfiguren in Serien Zuschauerinnen inspirieren?
  • Welches Selbstverständnis haben Blogs?
  • Können Rap-Musik-Videos feministisch sein?
  • Wie wirkt sich Instagram auf die Körperwahrnehmung der Nutzer*innen aus?
  • Wie wirkt Influencer-Werbung auf Instagram?
  • Kann man sich über die Nutzung von Qualitätsserien abgrenzen?

Der DMK-Studiengang setzt darauf, dass die Kombination von theoretischen und analytischen Zugängen und Methoden der empirischen Rezeptions- und Wirkungsforschung hilft, Phänomene der digitalen Medienkultur besser verstehen und einordnen zu können.

Die zusätzliche Berücksichtigung der künstlerischen Praxis ermöglicht einen ganzheitlichen Blick auf aktuelle medienkulturelle Entwicklungen. Das gelingt besonders gut durch die Einbettung des DMK-Studiengangs in die kreativen Studienänge der Filmuniversität  wie Drehbuch/Dramaturgie, Film- und Fernsehproduktion, Regie, Cinematography, Sound, Montage, Schauspiel oder Szenografie. Die Verbindung von Theorie und Praxis ist ein wesentliches Alleinstellungsmerkmal des DMK-Studiums, da es sich um den einzigen medien- und kommunikationswissenschaftlichen Bachelorstudiengang an einer Filmuniversität handelt.

Dadurch ermöglicht das DMK-Studium umfangreiche Einblicke in die praktische Mediengestaltungsarbeit, z.B. durch gemeinsame Filmprojekte, Exkursionen zu Filmfestivals oder zu Akteur*innen der Medienbranche bzw. durch studiengangsübergreifende praktische Projekte wie z.B. das Sehsüchte-Festival. Externe Lehrbeauftrage aus der Praxis bringen ihre Erfahrungen aus der Branche ein bzw. lehren zu aktuellen Entwicklungen und Themen der Medienbranche.

Eine weitere Besonderheit des DMK-Studiums sind die kleinen Lerngruppen. Pro Semester werden 18 Studierende aufgenommen. Dadurch sind die Seminargruppen vergleichsweise klein, wodurch sich alle Lehrenden und Studierenden gut kennen und eine individuelle Betreuung durch die Dozierenden möglich ist.

4. An wen richtet sich das DMK-Studium?

Der Studiengang Digitale Medienkultur (DMK) ist geeignet für alle, die sich für das Phänomen digitale Medienkultur interessieren, also für Digitalmedien als Kunst, aber auch als Ware, für ihre kreativen Produktionsbedingungen, ihre gesellschaftliche Bedeutung, individuelle Nutzung und Wirkung, für das sie umgebende System, für die marktwirtschaftliche und medienpolitische Bedeutung etc.

Sie sind also im DMK-Studiengang richtig, wenn Sie sich für digitale Medien und die sie umgebende Kultur interessieren, wenn Sie sich Gedanken machen über gestalterische, ästhetische, aber auch gesellschaftlich relevante mediale Prozesse und wenn Sie das Ziel haben, diese Wechselwirkungen und Entwicklungen systematisch und wissenschaftlich fundiert zu analysieren, zu verstehen und darauf aufbauend kritisch-analytisch und kreativ mitzugestalten.

Die formale Voraussetzung für Bewerbung ist die allgemeine Hochschulzugangsberechtigung (Abitur) oder ein vergleichbarer Schulabschluss. Aber auch Bewerber*innen, die bereits praktische Berufserfahrung gewonnen haben und diese nun theoretisch fundieren wollen, können bei uns studieren.

Das Studium ist geeignet, für Menschen, die digitale Medienphänome besser verstehen wollen. Dafür sollten Sie ein ausgeprägtes Interesse an theoriegeleiteten Einsichten in die Formen und Funktionen digitaler Medienkultur mitbringen. Im Studium haben Sie die Gelegenheitl, sich folgende Kompetenzen anzueignen:

  • theoretisch fundierte Wahrnehmung und Bewertung ästhetischer Prozesse
  • systematische Analyse und Reflexion künstlerischer Gestaltungsmittel
  • strukturierte Beschäftigung mit medienwissenschaftlichen Problemstellungen
  • Herausbildung eines kritischen Bewusstseins der technischen und ökonomischen Dimensionen der aktuellen Medienkultur

5. Welche Inhalte erwarten mich im DMK-Studiengang?

    Das BA-Studium Digitale Medienkultur vermittelt einen umfangreichen Überblick über die aktuelle digitale Medienkultur. Von den theoretischen Grundlagen der Medien- und Kommunikationswissenschaft über die Geschichte digitaler Medien bis hin zur praktischen Erforschung und Analyse unterschiedlicher Aspekte bietet das Studium ein vielfältiges Lehrangebot. Auch künstlerisch-praktische Fähigkeiten wie das Verständnis von Dramaturgie und Ästhetik sowie Präsentationstechniken und Selbstmarketing sind Teil des Lehrplans. Die grundständige wissenschaftliche Lehre wird dabei von Lehrenden ergänzt, die in der Medienpraxis arbeiten und aktuelle Branchenkenntnisse vermitteln.

    Für weitere Informationen siehe Studien- und Prüfungsordnung (Studienplan und Modulbeschreibungen).

    Besuchen Sie unsere Aktuelles-Seite für einen Eindruck aktueller Themen.

    6. Wie ist der Studiengang aufgebaut?

    Das DMK-Studium umfasst 15 Module und eine Bachelor-Arbeit.

    Modul 1: Einführung

    • Einführungs- und Orientierungswoche
    • Perspektiven der Film- und Mediengestaltung
    • Einführung in die Medienwissenschaft/Digitale Medienkultur
    • Einführung in das wissenschaftliche Arbeiten

    Modul 2: Theorie digitaler Medien

    • Grundlagen der Theorie digitaler Medien
    • Theorien und Konzepte der Mediensoziologie
    • Theorien und Konzepte der Medienpsychologie

    Modul 3: Empirie digitaler Medien

    • Grundlagen der Empirie digitaler Medien
    • Qualitative Methoden der Medienforschung
    • Quantitative Methoden der Medienforschung

    Modul 4: Kultur digitaler Medien

    • Grundlagen der Kultur digitaler Medien und Games
    • Aneignung digitaler Medienkulturen
    • Spezielle Bereiche der digitalen Medienkultur

    Modul 5: Geschichte digitaler Medien

    • Grundlagen der Film- und Mediengeschichte
    • Geschichte digitaler Medien
    • Spezielle Bereiche der Mediengeschichte

    Modul 6: Analyse digitaler Medien

    • Grundlagen der Medienanalyse
    • Theorie und Praxis der Medienkritik
    • Theorie und Praxis der Analyse digitaler Medien

    Modul 7: System digitaler Medien

    • Grundlagen des digitalen Mediensystems
    • Spezielle Bereiche digitaler Mediensysteme I
    • Spezielle Bereiche digitaler Mediensysteme II

    Modul 8: Ästhetik und Dramaturgie digitaler Medien

    • Einführung in die Dramaturgie
    • Spezielle Bereiche der Ästhetik und Dramaturgie I
    • Spezielle Bereiche der Ästhetik und Dramaturgie II

    Modul 9: Künstlerisch-wissenschaftliche multimediale Entwicklung

    • Stoffentwicklung oder Crossmediale Projektkonzeption

    Modul 10: Spezielle Themen digitaler Medienkulturen

    • Spezielle Themen digitaler Medienkulturen I
    • Spezielle Themen digitaler Medienkulturen II

    Modul 11: Medienpraxis

    • Projekt/Betriebspraktikum I
    • Projekt/ Betriebspraktikum II

    Modul 12: Praxis der Erforschung digitaler Medienphänomene

    • Rezeptionsforschung oder Production Studies

    Modul 13: Ökonomie digitaler Medien

    • Grundlagen der (globalen) Medienwirtschaft
    • Spezielle Bereiche der Medienökonomie

    Modul 14: Freies Studium

    Modul 15: Berufspraxis

    • Präsentationstechniken und Selbstmarketing
    • Selbstständig in den Medien
    • HÖPP

    Bachelorarbeit

    • Mündliche Verteidigung

    7. Welche Kompetenzen erwerbe ich im DMK-Studium?

    Das Bachelorstudium Digitale Medienkultur (DMK) bietet Ihnen  sowohl grundlegende als auch vertiefende und verknüpfende Kenntnisse der Medienkultur und deren gesellschaftlicher Bedeutung. Das DMK-Studium vermittelt Ihnen folgende Kompetenzen:

    • Sie können die digitale Medienpraxis und ihre Konvergenzprozesse kompetent und wissenschaftlich fundiert analysieren und kritisieren.
    • Sie verstehen grundlegende wissenschaftliche Theorien und Methoden der Medien- und Kommunikations-wissenschaft, Medienforschung und Medienpraxis.
    • Sie sind in der Lage, diese Kenntnisse selbstständig sowohl auf die Medienpraxis als auch auf wissenschaftliche Fragestellungen bezogen anzuwenden.
    • Sie verfügen über grundlegendes Wissen über die Konzeption ästhetisch-künstlerischer Projekte der digitalen Medienkultur und sind zur eigenständigen Planung und Durchführung künstlerischer und künstlerisch-wissenschaftlicher Entwicklungsprojekte in der Lage.
    • Schließlich können Sie im Team arbeiten, moderne digitale Kommunikations- und Informationstechniken zielführend einsetzen und Arbeitsergebnisse adäquat präsentieren.

    8. Wie hoch ist der praktische Anteil im Studium?

    Der Studiengang Digitale Medienkultur (DMK) ist wissenschaftlich ausgerichtet, d.h. die Arbeitsweise ist vornehmlich theoretisch: Sie lesen wissenschaftliche Texte, diskutieren über theoretische Ansätze und halten Präsentationen zu wissenschaftlichen Themen. Dieser Zugang wird angereichert durch medienpraktische Anteile. So lernen Sie z.B. theoretische Ansätze auf praktische Phänomene anzuwenden oder Erklärvideos, Mash-ups oder Instagram-Collagen als Prüfungsleistungen anzufertigen. Außerdem geben Exkursionen Einblicke in die Branche.

    Einzelne Module sind komplett praktisch ausgerichtet: In Modul 11 (Medienpraxis) gibt es beispielsweise die Möglichkeit, im Filmmuseum, beim studentischen Filmfestival Sehsüchte oder in der Kinderfilmuni mitzuwirken, Betriebspraktika in Medienunternehmen zu machen oder an uniinternen Filmprojekten im Bereich der Produktion, Distribution und Auswertung von Film- und Fernsehprojekten, aber auch an anderen innovativen, digitalen Angeboten, z.B. im Bereich der VR-Technologie im Studiengang Film- und Fernsehproduktion mitzuwirken. Weiterhin kann man sich bspw. in Modul 10 als Drehbuchautor*in ausprobieren oder ein transmediales Projekt planen. Auch das Freie Studium bietet viele Möglichkeiten, sich praktisch auszuprobieren, sich über den Lehrplan hinaus zu engagieren und Einblicke in den medienschaffenden Bereich zu erhalten.

    Für weitere Informationen siehe Studien- und Prüfungsordnung (Studienplan und Modulbeschreibungen).

    9. Welche Möglichkeiten bietet das „Freie Studium“?

    Im Rahmen des Moduls „Freies Studium“ können Vorlesungen, Seminare und praktische Projekte aus unterschiedlichen Bereichen der Filmuniversität, aber auch bei anderen Hochschulen absolviert werden. Intern bieten wir ein studiengangübergreifendes Lehrangebot, welches allen Studierenden offen steht und ergänzend zum eigenen Lehrplan genutzt werden kann. Das Freie Studium bietet Ihnen die Möglichkeit, sich Wissen anzueignen, das im regulären Lehrplan nicht vorgesehen ist und so das DMK-Studium nach Ihren Interessen zu spezialisieren. So kann man zum Beispiel eine Vorlesung zu wechselnden Themen der Filmgeschichte besuchen, ein Virtual-Reality-Projekt gestalten oder Teil der Jury des Europäischen Filmpreises sein. Es ist aber auch möglich, programmieren zu lernen, Online-Kurse zu absolvieren oder eine Sprache aufzufrischen.

    10. Kann ich einen Auslandsaustausch machen?

    Im Rahmen des DMK-Studiums haben Sie die Möglichkeit einen Erasmus-Austausch zu machen. Das 4. Semester ist als Mobilitätsfenster konzipiert. Hier sind die Module 10 und 11 vorgesehen, die inhaltlich flexibel und Ihren Interessen gemäß ausgestaltet werden können. Sie sind daher in besonderer Weise geeignet, im Ausland absolviert zu werden. Sie werden durch das International Office bei der Suche nach geeigneten Partneruniversitäten sowie der Organisation des Auslandsstudiums unterstützt.

    11. Habe ich neben dem Studium noch Zeit für einen Nebenjob oder andere Projekte?

    Das DMK-Studium ist ein Vollzeitstudium. Insbesondere die ersten drei Semester sind sehr zeitintensiv und arbeitsreich, da hier die theoretischen Grundlagen für das weitere Studium gelegt werden. Selbstverständlich ist es trotzdem möglich, einem Nebenjob nachzugehen, um Geld zu verdienen. Die Arbeitszeiten müssen aber mit dem Studienplan abgeglichen werden, da es in vielen Veranstaltungen eine Anwesenheitspflicht gibt. In höheren Semestern wird das Studium freier (Wahlpflichtfächer, freies Studium, Praktikum bzw. Projektarbeit) und es gibt insgesamt weniger Pflichtveranstaltungen. Das harmoniert besser mit einer Nebenbeschäftigung.

    Selbstverständlich können Sie während des gesamten Studiums die vorlesungsfreien Zeiten (Semesterferien) für Nebenjobs nutzen. Berücksichtigen Sie dabei aber, dass Prüfungsleistungen in Form von Hausarbeiten z.T. auch in den Semesterferien zu erbringen sind.

    Für Infos zu den Vorlesungszeiten und Semesterferien siehe Akademischer Kalender.

    12. Was kann man mit dem DMK-Studium werden?

    Zunächst ist es möglich, weiter an der Filmuni zu studieren. Der Abschluss des BA DMK berechtigt zur Bewerbung für die konsekutiven, d.h. inhaltlich aufbauenden, medienwissenschaftlichen Masterstudiengänge Medienwissenschaft und Filmkulturerbe sowie weitere Masterstudiengänge der Filmuniversität wie Creative Technologies, Film- und Fernsehproduktion oder Drehbuch/Dramaturgie.  Weiterhin ist es selbstverständlich möglich, an anderen Universitäten zu studieren, i.d.R. qualifiziert man sich mit dem Bachelor DMK für viele medienwissenschaftlich oder kommunikationswissenschaftlich orientierte Masterstudiengänge.

    Die Möglichkeiten, nach dem DMK-Studium in die Berufspraxis einzusteigen sind vielfältig. Durch das erworbene Wissen, die Fähigkeiten und Kompetenzen können Sie eine Vermittlungsrolle zwischen Produktion, Distribution und Nutzung digitaler Medien, aber auch klassischer audiovisueller Medien einnehmen sowie in den grundlegen Schritten der digitalen Medienkonzeption mitwirken. Mögliche Tätigkeits- bzw. Einsatzfelder sind:

    • Redaktionelle Tätigkeit bei Fernsehsendern und Produktionsfirmen mit Ausrichtung auf digitale Medien (z. B. Produktion, Distribution und Auswertung von Film- und Fernseh-projekten)
    • Redaktionelle Tätigkeit bei der Erstellung multimedialer/digitaler Plattformen
    • Redaktionelle Tätigkeit im Bereich Filmfestivals
    • Redaktionelle Tätigkeit im Bereich digitale Archive
    • Mitarbeit in Kommunikations-, Marketing- oder PR-Abteilungen digitaler Medienunternehmen
    • Mitarbeit in Einrichtungen der Medienpädagogik
    • Mitarbeit in kulturellen Einrichtungen
    • Mitarbeit in Einrichtungen der Medien- und Marktforschung
    • Mitarbeit in universitären Forschungseinrichtungen
    • Eigene Gründungen

     

    Hier berichten DMK-Absolvent*innen über ihren Berufseinstieg.

    13. Welche Berufschancen habe ich mit dem Studium? 

    Das DMK-Studium bietet sehr gute Berufschancen. Unsere Absolvent*innen sind gefragt und die Filmuniversität Babelsberg KONRAD WOLF ist als Institution in der Medienbranche gut bekannt und sehr geschätzt.

    14. Wie lange dauert das Bachelorstudium Digitale Medienkultur?

    Die Regelstudienzeit beträgt 6 Semester, also 3 Jahre (inkl. Bachelorarbeit). Insgesamt müssen Sie 180 Leistungspunkte (je 30 pro Semester) erwerben.

    15. Wie funktioniert das Auswahlverfahren?

    Pro Semester haben wir 18 freie Plätze im Studiengang Digitale Medienkultur (DMK). Wer diese Plätze erhält, wird entschieden nach:

    1. dem Grad der Qualifikation (aka Abiturnote),
    2. dem Ergebnis des schriftlichen fachspezifischen Studierfähigkeitstests sowie
    3. dem Ergebnis des Auswahlgesprächs, das Aufschluss über Ihre Motivation gibt sowie über die Identifikation mit dem gewählten Studium und dem angestrebten Beruf.

    Im Auswahlverfahren legen wir großen Wert auf die Schritte 2 und 3. Das bedeutet, dass eine weniger gute Abiturnote durch den Studierfähigkeitstest und das Bewerbungsgespräch ausgeglichen werden kann. Bewerben lohnt sich also in jedem Fall!

    Weitere Informationen zur Bewerbung stehen hier. 

    16. Wann ist die Bewerbungsfrist?

    Wir lassen nur 1x jährlich zum Wintersemester neue Studierende zu. Eine Bewerbung zum Sommersemester ist nicht möglich. 

    Wichtig: Die Bewerbungsfrist ist eine Ausschlussfrist, d. h. entscheidend ist der Tag des Eingangs der Unterlagen, nicht der des Poststempels.

    Die aktuelle Bewerbungsfrist und weitere Informationen finden Sie hier.

    Studiengangsbüro

    Noch Fragen?

    Über das Sekretariat des Studiengangs können persönliche Fachberatungsgespräche vereinbart werden.