FAQ
1. Was bedeutet "digitale Medienkultur"?
In der digitalen Medienkultur (DMK) beschäftigen wir uns mit den Wechselbeziehungen zwischen digitalen Medien - also allem, was das Internet hergibt wie Websites, Online-Plattformen, Streaming-Diensten, Messenger-Systemen, Social Networks usw. - und deren Zusammenhang mit Kultur, Gesellschaft sowie Kommunikation. Das ist ein sehr weites Feld. Der Schwerpunkt im Studiengang DMK liegt daher auf der kultur-, medien- und kommunikationswissenschaftlichen Analyse und Erforschung digitaler Phänomene.
Was heißt das konkret? Wir befassen uns mit Gestaltung, Nutzung, Rezeption und Wirkung digitaler Medien bzw. ihrer Inhalte, insbesondere mit visuellem Content. Wir wollen beispielsweise wissen, warum ein Film Erfolg hat und ein anderer nicht, warum manche Serien uns gut unterhalten, uns andere berühren und wieder andere langweilen. Wir wollen verstehen, warum wir nicht aufhöhren können, durch Instagram oder TikTok zu scrollen, was uns an Creator*innen oder Influencer*innen fasziniert und wie sich Fankulturen online organisieren. Schließlich wollen wir uns genauer anschauen, wie gute Geschichten funktionieren und welche Auswirkungen verschiedene Produktionspraxen und -kulturen auf das Endprodukt haben - etwa wer sowohl vor als auch hinter der Kamera wie repräsentiert ist und wer unsichtbar bleibt.
Außerdem betrachten wir die allgemeinen Auswirkungen der Digitalisierung und Mediatisierung auf unsere Lebenswelt, d.h. auf Alltag, Gewohnheiten, Zusammenleben und Kommunikationsformen, kurz auf unsere Kultur. Um die Gegenwart zu verstehen, ist zudem der Blick in die Vergangenheit wichtig. Daher studieren wir auch die Entwicklung digitaler Medien im Kontext des Mediensystems (d.h. der wirtschaftlichen und politischen Bedingungen). Das tiefe Verständnis künstlerischer Gestaltung digitaler Medien spielt dabei über das gesamte Studium hinweg eine große Rolle, und zwar sowohl von Seiten der Produktion als auch der Rezeption. Und bei all dem verlieren wir natürlich auch Filme, ihre Dramaturgie, Stilistik und Geschichte nicht aus den Augen.
Auf unserem Instagram-Kanal gibt es anschauliche Beispiele aus dem Alltag des DMK-Studiums.
2. Warum sollte ich digitale Medienkultur studieren?
Unser Alltag ist fast vollständig mediatisiert, d.h. wir sind ständig und überall von digitalen Medien umgeben und mit ihren Angeboten konfrontiert. Auch vor der Medienbranche hat die Digitalisierung nicht Halt gemacht: Filme werden digital produziert, distribuiert und rezipiert, kulturelle Aushandlung und politischer Austausch geschehen auf verschiedensten Online-Plattformen und künstliche Intelligenz findet ihren Weg in fast jede Branche.
Genau hier setzt das Studium der Digitalen Medienkultur (DMK) an, indem es sich mit dem aktuellen Medienwandel befasst: Durch die Digitalisierung der Verbreitungswege und die Konvergenz der Aufnahme- und Endgeräte haben sich Umfang und Vielfalt des Medienangebotes in den letzten Jahren dramatisch vergrößert und Nutzungsgewohnheiten verändert. Zu denken sei dabei an das vielfältige Angebot verschiedener Social-Media oder Streaming-Plattformen wie TikTok, Instagram, Netflix und YouTube, aber auch das des Kinos und bzw. herkömmlichen linearen Fernsehens. Ständig wird neuer Content veröffentlicht, der praktisch überall zur Verfügung steht. Neben audiovisuellen Angeboten boomt der Audiomarkt mit Musik-Streaming-Diensten, Podcasts und Hörbüchern. Das alles wirft spannende Fragen auf, denen wir uns im DMK-Studium widmen. So z.B. auch den Auswirkungen dieser Entwicklungen:
- Wir sind ständig und überall mit anderen Menschen im Kontakt ("permanently online, permanently connected" oder POPC). Das hat Folgen für das Miteinander - positive wie negative.
- Streaming-Flatrates bieten die ständige Verfügbarkeit eines riesigen Angebotes medialer Inhalte - eine Art "all you can eat buffet". Das bringt Rezeptionsformen wie z.B. Binge-Watching hervor.
- Mediale Inhalte (seien es Nachrichten, Filme oder Serien bzw. Musikgenres) werden algorithmisch auf unsere Nutzungsgewohnheiten abgestimmt. Das führt dazu, dass verstärkt auf unseren Geschmack und unsere Interessen zugeschnittene Angebote ausgespielt werden.
- Gleichzeitig werden Inhalte immer vielfältiger und kürzer. Sog. Short Form Content, wie z.B. TikTok Clips, steht in schier unendlicher Menge zur Verfügung und führt nicht selten zum endless scrolling.
- Die dauerhafte Verfügbarkeit in Archiven (das sog. Long-Tail-Angebot) ermöglicht nischige Inhalte, die früher im Fernsehen und Mainstream-Kino keine Chance gehabt hätten. Die Folge sind vielfältigere und inklusivere Filme und Serien, die kleine Zielgruppen ansprechen.
- Alle Arten medialer Inhalte können mobil konsumiert werden, z.B. auf dem Handy oder dem Tablet. In der Folge wird zunehmend Content produziert, der auch unterwegs auf kleinen Bildschirmen funktioniert und der zudem für die Nebenbeinutzung geeignet ist (Second Screening).
- Wir sind nicht mehr nur Konsument*innen von Medieninhalten, sondern wir können als sog. Prosumer*innen auch selbst Inhalte schaffen (als Content-Creator*innen, Influencer*innen oder Fans) und damit aktiver Teil der digitalen Medienkultur werden.
- Digitale Medien sind vielfach globale Phänomene, die auf ein internationales Publikum zugeschnitten sind. Zwar funktioniert auch der Tatort mit Lokalkolorit noch, aber weltweite Franchise-Systeme erreichen Milliarden Menschen Das hat Auswirkungen auf die Inhalte und das Marketing, aber auch auf rechtliche Bestimmungen.
- Globale Internetplattformen wie X, Instagram oder TikTok werden ebenfalls von Milliarden User*innen genutzt und beeinflussen durch ihre Logiken maßgeblich Art und Inhalt der Nutzung (Plattformisierung).
Alle diese Phänomene (und viele andere mehr) sind Inhalt des DMK-Studiums: Auf Basis wissenschaftlicher Theorien und Erkenntnissen aus der empirischen Forschung beschreiben und analysieren wir diese und versuchen, sie im Kontext der umgebenden Kultur zu verstehen. Ziel ist, ein kritisches Verständnis der Medienkultur zu entwickeln und gleichermaßen Chancen wie Herausforderungen und auch Gefahren zu erkennen, um den Wandel im Anschluss proaktiv mitgestalten zu können.
Nicht zuletzt müssen diese Entwicklungen stets kritisch im Hinblick auf ökologische und soziale Diversity, also etwa Nachhaltigkeit und Geschlechtergerechtigkeit hinterfragt werden. Diesem Anspruch wollen wir uns im Studium systematisch widmen.
3. Was ist das Besondere am DMK-Studiengang der Filmuniversität?
Das wissenschaftliche BA-Studium Digitale Medienkultur (DMK) verbindet kultur-, medien- und kommunikationswissenschaftliche Ansätze mit Methoden der Medienforschung, um vielfältige aktuelle Fragestellungen zu bearbeiten. Ein paar Beispiele aus aktuellen Abschlussarbeiten und Forschungsprojekten:
- Wie funktioniert "Undoing Gender" im K-Pop?
- Was unterscheidet die Streaming-Plattformen MUBI und Netflix?
- Wie wird das Genre „Dark Romance“ auf TikTok besprochen?
- Wie verhandeln Fans mentale Gesundheit im Horror-Podcast „The Magnus Archives“?
- Warum nehmen Menschen an Scripted-Reality-Show-Formaten als Kandidat*innen teil?
- Wie gestalten sich parasoziale Beziehungen zu Podcast-Hosts?
- Wie wirkt sich der "Bruch der vierten Wand" bei House of Cards oder Deadpool aus?
- Welche Bedeutung haben Soziale Medien in der PR von humanitären NGOs?
- Wie äußert sich Feminismus auf Twitch?
- Können facettenreiche Frauenfiguren in Serien Zuschauerinnen inspirieren?
- Können Rap-Musik-Videos feministisch sein?
- Wie wirkt sich Instagram auf die Körperwahrnehmung der Nutzer*innen aus?
- Wie funktioniert transmediales Erzählen im Journalismus?
- Spiegeln Kostüme im Film gesellschaftliche Werte?
- Wie ist queere Elternschaft auf Instagram repräsentiert?
- Hat Short Form Video Content auf TikTok Suchtpotenzial?
- Inwiefern kann Deutsch-Rap zur politischen Sozialisation beitragen?
Der DMK-Studiengang setzt darauf, Phänomene der digitalen Medienkultur besser zu verstehen und einzuordnen. Dabei bedient er sich einer Kombination aus theoretischen sowie analytischen Zugängen und Methoden der empirischen Rezeptions- und Wirkungsforschung.
Die zusätzliche Berücksichtigung der künstlerischen Praxis ermöglicht einen ganzheitlichen Blick auf aktuelle medienkulturelle Entwicklungen. Das gelingt auch durch die potenzielle Zusammenarbeit mit kreativen Studiengängen der Filmuniversität wie z.B. Film- und Fernsehproduktion, etwa in Filmprojekten. Solche Kooperationen können im Praxismodul oder im Freien Studium anerkannt werden. Die Verbindung von Theorie und künstlerischer Praxis ist eine Besonderheit des DMK-Studiums, da es sich um den einzigen kultur-, medien- und kommunikationswissenschaftlichen Bachelorstudiengang an einer Filmuniversität handelt. Sehr anschaulich wird das in dieser Folge des Filmuni-Podcasts "Durch den Wolf gedreht" von Alina Rehhahn, Studentin der DMK, dargestellt.
Das DMK-Studium ermöglicht umfangreiche Einblicke in die praktische Mediengestaltungsarbeit, z.B. durch kreative Anteile in den wissenschaftlichen Fächern (etwa Leistungsnachweise in Form von Video Essays oder Zines), gemeinsame Filmprojekte, Exkursionen zu Filmfestivals oder zu Akteur*innen der Medienbranche bzw. durch studiengangsübergreifende praktische Projekte wie z.B. das Sehsüchte-Festival. Externe Lehrbeauftrage aus der Praxis bringen ihre Erfahrungen aus der Branche ein bzw. lehren zu aktuellen Entwicklungen und Themen der Medienbranche.
Eine weitere Besonderheit des DMK-Studiums sind die kleinen Lerngruppen. Pro Semester werden 18 Studierende aufgenommen. Dadurch sind die Seminargruppen überschaubar, wodurch sich alle Lehrenden und Studierenden gut kennen und eine individuelle Betreuung durch die Dozierenden möglich ist.
4. An wen richtet sich das DMK-Studium?
Der Studiengang Digitale Medienkultur (DMK) eignet sich für Bewerber*innnen, die sich für Digitalmedien als Kunst, aber auch als Ware, für ihre kreativen Produktionsbedingungen, ihre gesellschaftliche Bedeutung, ihre individuelle Nutzung und Wirkung, für das sie umgebende System oder für die marktwirtschaftliche und medienpolitische Bedeutung interessieren.
Sie sind im DMK-Studiengang richtig, wenn Sie sich für digitale Medien und die sie umgebende Kultur interessieren, wenn Sie sich Gedanken machen über ihre Wirkungen, über gestalterische, ästhetische, aber auch gesellschaftlich relevante mediale Prozesse. Insbesondere wenn Sie das Ziel haben, diese Wechselwirkungen und Entwicklungen systematisch und wissenschaftlich fundiert zu analysieren, zu verstehen und darauf aufbauend kritisch-analytisch und kreativ mitzugestalten, verspricht Ihnen der Studiengang großes Entfaltungspotential.
Die formale Voraussetzung für eine Bewerbung ist die allgemeine Hochschulzugangsberechtigung (Abitur) oder ein vergleichbarer Schulabschluss (etwa Fachabitur). Aber auch Bewerber*innen, die bereits praktische Berufserfahrung gewonnen haben und diese nun theoretisch fundieren wollen, können bei uns studieren.
Das Studium eignet sich also für Bewerber*innen, die digitale Medienphänomene mithilfe wissenschaftlicher Theorie und Methodik besser verstehen wollen. Deshalb sollten Sie ein ausgeprägtes Interesse an theoriegeleiteten Einsichten in die Formen und Funktionen digitaler Medienkultur mitbringen. Sie sollten dazu bereit sein, sich intensiv mit wissenschaftlichen Texten auseinanderzusetzen und Ihre eigenen Gedanken dazu schriftlich auszudrücken. Kurz gesagt: Sie sollten gerne viel lesen und schreiben.
5. Welche Inhalte erwarten mich im DMK-Studiengang?
Das BA-Studium Digitale Medienkultur vermittelt einen umfangreichen Überblick über die aktuelle digitale Medienkultur. Von den theoretischen Grundlagen der Medien- und Kommunikationswissenschaft über die Geschichte digitaler Medien bis hin zur praktischen Erforschung und Analyse unterschiedlicher Aspekte dieser Medienangebote bietet das Studium ein vielfältiges Lehrangebot. Auch künstlerisch-praktische Fähigkeiten wie das Verständnis von Dramaturgie und Ästhetik sowie Marketing sind Teil des Lehrplans. Die grundständige wissenschaftliche Lehre wird dabei von Lehrenden ergänzt, die in der Medienpraxis arbeiten und aktuelle Branchenkenntnisse vermitteln.
Im Studium haben Sie Gelegenheit, sich folgende Kompetenzen anzueignen:
- theoretisch fundierte Wahrnehmung und Bewertung ästhetischer Prozesse
- systematische Analyse und Reflexion künstlerischer Gestaltungsmittel
- strukturierte Beschäftigung mit kultur-, kommunikations- und medienwissenschaftlichen Problemstellungen
- Herausbildung eines kritischen Bewusstseins der technischen und ökonomischen Dimensionen der aktuellen Medienkultur
Für weitere Informationen siehe Studien- und Prüfungsordnung (Studienplan und Modulbeschreibungen).
6. Wie ist der Studiengang aufgebaut?
Das DMK-Studium umfasst 15 Module und eine Bachelor-Arbeit.
Modul 1: Einführung
- Einführungs- und Orientierungswoche
- Perspektiven der Film- und Mediengestaltung
- HÖPP – Hochschulöffentliche Projektpräsentation
Modul 2: Wissenschaftliche Grundlagen
- Einführung in die Digitale Medienkultur
- Theoretisch-methodische Grundlagen
- Einführung in das wissenschaftliche Arbeiten
Modul 3: Analyse und Ästhetik
- Grundlagen der Medienanalyse
- Medien- und Gesellschaftstheorien
- Praxis der Medienanalyse
Modul 4: Rezeption und Aneignung
- Rezeptions- und Aneignungstheorien
- Quantitative Methoden der Medienforschung
- Qualitative Methoden der Medienforschung
Modul 5: Historische Perspektiven
- Stilgeschichte des Spielfilms
- Entwicklung digitaler Medienkultur
Modul 6: Spezielle Bereiche der digitalen Medienkultur
- Spezielle Bereiche der digitalen Medienkultur I
- Spezielle Bereiche der digitalen Medienkultur II
Modul 7: Dramaturgie und Ästhetik
- Einführung in die Dramaturgie
- Spezielle Bereiche der Dramaturgie und Ästhetik
Modul 8: Konvergente Mediensysteme
- Grundlagen konvergenter Mediensysteme
- Spezielle Bereiche konvergenter Mediensysteme I
- Spezielle Bereiche konvergenter Mediensysteme II
Modul 9: Freies Studium
Modul 10: Wissenschaftliches Forschungsprojekt
Modul 11: Wissenschaftlich-künstlerische Projektentwicklung
Media Marketing & Content Management
ODER
- Crossmediale Projektkonzeption & Stoffentwicklung
Modul 12: Nachhaltige Entwicklung
- Spezielle Bereiche nachhaltiger Entwicklung I
- Spezielle Bereiche nachhaltiger Entwicklung II
Modul 13: Medien- und Berufspraxis
- Projekt/Praktikum I
- Projekt/Praktikum II
BACHELORARBEIT
7. Welche Kompetenzen erwerbe ich im DMK-Studium?
Das Bachelorstudium Digitale Medienkultur (DMK) bietet Ihnen sowohl grundlegende als auch vertiefende und verknüpfende Kenntnisse der Medienkultur und deren gesellschaftlicher Bedeutung. Das DMK-Studium vermittelt Ihnen folgende Kompetenzen:
- Sie können die digitale Medienpraxis und ihre Konvergenzprozesse kompetent und wissenschaftlich fundiert analysieren und kritisieren.
- Sie verstehen grundlegende wissenschaftliche Theorien und Methoden der Medien- und Kommunikationswissenschaft, Medienforschung und Medienpraxis.
- Sie sind in der Lage, diese Kenntnisse selbstständig sowohl auf die Medienpraxis als auch auf wissenschaftliche Fragestellungen bezogen anzuwenden.
- Sie verfügen über grundlegendes Wissen über die Konzeption ästhetisch-künstlerischer Projekte der digitalen Medienkultur und sind zur eigenständigen Planung und Durchführung künstlerischer und künstlerisch-wissenschaftlicher Entwicklungsprojekte in der Lage.
- Schließlich können Sie im Team arbeiten, moderne digitale Kommunikations- und Informationstechniken zielführend einsetzen und Arbeitsergebnisse adäquat präsentieren.
8. Wie hoch ist der praktische Anteil im Studium?
Der Studiengang Digitale Medienkultur (DMK) ist wissenschaftlich ausgerichtet, d.h. die Arbeitsweise ist vornehmlich theoretisch. Sie lesen wissenschaftliche Texte, diskutieren über theoretische Ansätze, halten Präsentationen und verfassen Hausarbeiten zu wissenschaftlichen Themen. Dieser Zugang wird angereichert durch medienpraktische Anteile. So lernen Sie z.B. theoretische Ansätze auf praktische Phänomene anzuwenden oder Video Essays, Mash-ups oder Zines als Leistungsnachweis anzufertigen. Außerdem geben Exkursionen Einblicke in die Branche.
Einzelne Module sind komplett praktisch ausgerichtet: In Modul 13 (Medienpraxis) gibt es die Möglichkeit, im Filmmuseum, beim studentischen Filmfestival Sehsüchte oder in der Kinderfilmuni mitzuwirken, Betriebspraktika in Medienunternehmen zu absolvieren oder an universitätsinternen Filmprojekten im Bereich der Produktion, Distribution und Auswertung von Film- und Fernsehprojekten, aber auch an anderen innovativen, digitalen Angeboten, z.B. im Bereich der VR-Technologie im Studiengang Film- und Fernsehproduktion mitzuwirken. In Modul 11 besteht die Möglichkeit, transmediale Projekte zu konzeptionieren, fiktionale oder nonfiktionale Stoffe zu entwickeln oder eine Marketing-Kampagne zu erarbeiten. Auch das "Freie Studium" bietet viele Möglichkeiten, sich praktisch auszuprobieren, sich über den Lehrplan hinaus zu engagieren und Einblicke in die Branche zu erhalten.
Für weitere Informationen siehe Studien- und Prüfungsordnung (Studienplan und Modulbeschreibungen).
9. Welche Möglichkeiten bietet das „Freie Studium“?
Im Rahmen des Moduls "Freies Studium" können Vorlesungen, Seminare und praktische Projekte aus unterschiedlichen Bereichen der Filmuniversität, aber auch an anderen Hochschulen absolviert werden. Intern bieten wir ein umfangreiches, studiengangübergreifendes Lehrangebot, welches allen Studierenden offen steht und ergänzend zum eigenen Lehrplan genutzt werden kann. Das "Freie Studium" bietet Ihnen die Möglichkeit, sich Wissen anzueignen, das im regulären Lehrplan nicht vorgesehen ist und so das DMK-Studium nach Ihren Interessen zu spezialisieren. So kann zum Beispiel eine Vorlesung zu wechselnden Themen der Filmgeschichte besucht, ein Virtual-Reality-Projekt mitgestaltet oder bei der Kinderfilmuni mitgewirkt werden. Es ist zudem möglich, das Programmieren zu erlernen, Online-Kurse zu absolvieren oder eine Sprache aufzufrischen.
10. Kann ich einen Auslandsaustausch machen?
Im Rahmen des DMK-Studiums haben Sie die Möglichkeit an einem Erasmus-Austausch teilzunehmen. Das 5. Semester ist als Mobilitätsfenster konzipiert. Hier sind u.a. die Module 9 und 13 vorgesehen, die inhaltlich flexibel und Ihren Interessen gemäß ausgestaltet werden können. Sie sind daher in besonderer Weise geeignet, im Ausland absolviert zu werden. Sie werden durch das International Office bei der Suche nach geeigneten Partneruniversitäten sowie der Organisation des Auslandsstudiums unterstützt.
11. Habe ich neben dem Studium noch Zeit für einen Nebenjob oder andere Projekte?
Das DMK-Studium ist ein Vollzeitstudium. Insbesondere die ersten Semester sind (auch über die eigentliche Unterrichtszeit hinaus) zeit- und arbeitsintensiv, da hier die theoretischen Grundlagen für das weitere Studium gelegt werden. Selbstverständlich ist es trotzdem möglich, einem Nebenjob nachzugehen, um sich das Studium zu finanzieren. Die Arbeitszeiten sollten jedoch mit dem Studienplan abgeglichen werden, da es in vielen Veranstaltungen eine Anwesenheitspflicht gibt. Es ist aber selbstverständlich möglich, das Studium zu strecken, so dass mehr Zeit für andere Verpflichtungen bleibt. In höheren Semestern wird das Studium flexibler (Wahlpflichtfächer, freies Studium, Praktikum bzw. Projektarbeit) und es gibt insgesamt weniger Pflichtveranstaltungen. Diese Semester harmonieren besser mit einer Nebenbeschäftigung.
Selbstverständlich können Sie während des gesamten Studiums die vorlesungsfreien Zeiten (Semesterferien) für Nebenjobs nutzen. Berücksichtigen Sie dabei aber, dass Prüfungsleistungen in Form von Hausarbeiten z.T. auch in den Semesterferien zu erbringen sind.
Für Infos zu den Vorlesungszeiten und Semesterferien siehe Akademischer Kalender.
12. Welche beruflichen Aussichten habe ich mit einem DMK-Studium?
Zunächst ist es möglich, weiter an der Filmuniversität zu studieren. Der Abschluss des BA DMK berechtigt zur Bewerbung für die konsekutiven, d.h. inhaltlich aufbauenden, wissenschaftlichen Masterstudiengänge Medienwissenschaft und Filmkulturerbe. Bei entsprechender Spezialisierung und vorheriger Projektearbeit ist auch eine Bewerbung für andere Masterstudiengänge der Filmuniversität möglich wie Creative Technologies, Film- und Fernsehproduktion oder Drehbuch/Dramaturgie. Selbstverständlich können Sie auch an anderen Universitäten einen geeigneten Masterstudiengang aufnehmen. Mit dem Bachelor DMK qualifizieren Sie sich für verschiedene kultur-, medien- oder kommunikationswissenschaftlich orientierte Angebote.
Das DMK-Studium bietet zudem sehr gute Berufschancen. Die Möglichkeiten, nach dem DMK-Studium in die Berufspraxis einzusteigen sind vielfältig. Unsere Absolvent*innen sind gefragt und die Filmuniversität Babelsberg ist als Institution in der Medienbranche gut bekannt und sehr geschätzt. Durch das erworbene Wissen, die Fähigkeiten und Kompetenzen können Sie eine Vermittlungsrolle zwischen Produktion, Distribution und Nutzung digitaler Medien, aber auch klassischer audiovisueller Medien einnehmen sowie in den grundlegen Schritten der digitalen Medienkonzeption mitwirken. Mögliche Tätigkeits- bzw. Einsatzfelder sind:
- Tätigkeit bei Fernsehsendern und Produktionsfirmen mit Ausrichtung auf digitale Medien (z. B. Produktion, Distribution und Auswertung von Film- und Fernseh-projekten)
- Redaktionelle Tätigkeit bei der Erstellung multimedialer/digitaler Plattformen
- Redaktionelle Tätigkeit im Bereich Filmfestivals
- Redaktionelle Tätigkeit im Bereich digitale Archive
- Mitarbeit in Kommunikations-, Marketing- oder PR-Abteilungen digitaler Medienunternehmen
- Mitarbeit in Einrichtungen der Medienpädagogik
- Mitarbeit in kulturellen Einrichtungen
- Mitarbeit in Einrichtungen der Medien- und Marktforschung
- Mitarbeit in universitären Forschungseinrichtungen
- Eigene Gründungen
13. Wie lange dauert das Bachelorstudium Digitale Medienkultur?
Die Regelstudienzeit beträgt 6 Semester, also 3 Jahre (inkl. Bachelorarbeit). Insgesamt müssen Sie 180 Leistungspunkte (je 30 pro Semester) erwerben.
Es ist grundsätzlich unproblematisch, wenn sich die Studienzeit z.B. wegen eines Auslandssemesters, eines längeren Praktikums oder einer Nebentätigkeit verlängert. Prüfen Sie aber ggf. selbstständig die Auswirkungen auf Ihre finanzielle Förderung wie bspw. Bafög oder Stipendien.
14. Wie funktioniert das Auswahlverfahren?
Pro Semester haben wir 18 freie Plätze im Studiengang Digitale Medienkultur (DMK). Wer diese Plätze erhält, wird entschieden nach:
- dem Grad der Qualifikation (aka Abiturnote),
- dem Ergebnis des schriftlichen fachspezifischen Studierfähigkeitstests sowie
- dem Ergebnis des Auswahlgesprächs, das Aufschluss über Ihre Motivation gibt sowie über die Identifikation mit dem gewählten Studium und dem angestrebten Beruf.
Im Auswahlverfahren legen wir großen Wert auf die Schritte 2 und 3. Das bedeutet, dass eine weniger gute Abiturnote durch den Studierfähigkeitstest und das Bewerbungsgespräch bis zu einem gewissen Grad ausgeglichen werden kann. Bewerben lohnt sich also in jedem Fall!
Weitere Informationen zur Bewerbung finden Sie hier.
15. Wann endet die Bewerbungsfrist?
Wir lassen nur 1x jährlich zum Wintersemester neue Studierende zu. Eine Bewerbung zum Sommersemester ist nicht möglich. Sie können sich i.d.R. von Mitte Juni bis Mitte Juli für einen Studienplatz bewerben. Die aktuelle Bewerbungsfrist und weitere Informationen finden Sie hier.
Wichtig: Die Bewerbungsfrist ist eine Ausschlussfrist, d. h. entscheidend ist der Tag des Eingangs der Unterlagen.
Studiengangsbüro
Catharina Hillmannweitere Informationen: Catharina Hillmann
Raum 1402Tel: +49 331 6202 211c.hillmann(at)filmuniversitaet.de
Noch Fragen?
Über das Sekretariat des Studiengangs können persönliche Fachberatungsgespräche vereinbart werden.


